Bayreuth
Basketball

Bayreuth holt Nate Linhart zurück

Nach der unglücklichen 83:84-Niederlage in Vechta holt Medi Bayreuth seinen früheren Punktegaranten zurück.
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Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat am 4. Spieltag den ersten möglichen Saisonsieg leichtfertig verspielt. Fünf Minuten vor dem Ende führten die Gäste noch mit 76:67. Und nach einem Dreier von Bryce Alfort hieß es 5,4 Sekunden vor dem Ende 83:82 für die Gäste. Doch mit dem letzten Angriff drehte Vechta die Partie erneut um.

SC Rasta Vechta - Medi Bayreuth 84:83 (24:28, 18:17, 25:19, 17:19)

Als Ersatz für den verletzungsbedingten Ausfall von Lucky Jones (Knieverletzung) holt Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth Nate Linhart in die Wagnerstadt zurück. Der 32-jährige US-Point-Forward spielte von 2016 bis Sommer 2018 für die Wagnerstädter, bevor er zum belgischen Erstligisten Spirou Charleroi weiterzog und die zurückliegende Spielzeit schließlich bei den Telekom Baskets Bonn beendete. In die laufende Saison startete Linhart beim israelischen Erstligisten Hapoel Be'er Scheva, wo er jedoch ganz offensichtlich nicht glücklich wurde. Der US-Amerikaner erhält in Bayreuth zunächst einen auf sechs Wochen befristeten Vertrag.

Deutlich verbessert gegenüber den bisherigen Auftritten startete Medi Bayreuth. Offensiv glänzte zunächst Bryce Alford. Der US-Amerikaner versenkte in den ersten zehn Minuten fünf Dreier und hatte damit einen deutlichen Anteil an der Bayreuther 28:24-Führung (10.). Die Hausherren, angeführt von Josh Young (4 Dreier), schlugen jedoch aus der Distanz zurück, trafen bis zur Pause neunmal von jenseits der 6,75er-Linie.

Angestachelt von ihrem Trainer Pedro Calles übernahmen die Niedersachsen nach der Pause mit einem 13:2-Lauf (55:47, 24.) zunächst die Kontrolle über die Partie und konnten durch Kamari Murphy erstmals zweistellig in Führung gehen (65:55, 28.)

Medi Bayreuth ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und verkürzte noch vor der letzten Viertelpause auf 67:64 (30.). Lukas Meisner traf gleich zu Beginn des Schlussabschnitts von der Dreierlinie, ein weiterer Dreier von Meisner ließ die Bayreuther wenig später auf 67:76 (35.) enteilen.

Vermeidbare Fehler und Unkonzentriertheiten der Bayreuther begünstigten nun die Aufholjagd der Hausherren: Meisner Korbleger beim Stand von 71:76 endete in einem Block von Murphy, der einmal mehr restlos enttäuschende Bruinsma leitete Garcias Anschlusskorb zum 75:76 durch einen Fehlpass auf Bryce Alford ein.

Schließlich war es Vechtas US-Guard Steve Vasturia, der mit dem 77:77-Ausgleich (39.) ein echtes Herzschlagfinale einleitete: Murphy für Vechta (79:77), Woodard für Bayreuth mit Zusatzfreiwurf (79:80), Young für Vechta mit Zusatzfreiwurf (82:80) und fünf Sekunden vor dem Spielende Alford mit einem Dreier aus der Ecke (82:83). Der erste Bayreuther Saisonsieg schien zum Greifen nahe.

Vechta-Coach Pedro Calles nahm eine Auszeit und legte den Ballbesitz damit ins Vorderfeld. Der Einwurf landete bei Steve Vasturia, der sich im Eins-gegen-Eins gegen James Robinson durchsetzte und den Ball per Korbleger zum 84:83-Sieg verwandelte. Ein Verlegenheitswurf von Evan Bruinsma mit der Schlusssirene sprang von der Ringkante zurück.

SC Rasta Vechta: Young (19), Vasturia (14), Wainright (20), Simpson (9), Murphy (5), Garcia (10), M. di Leo (1), Kessens (1), Herkenhoff (3), Reischel (2).

Medi Bayreuth: Robinson (20), Woodard (10), Doreth (5), Meisner (11), Alford (27), Travis, Raffington (6), Bruinsma (4).

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