Bayreuth
Basketball

Verteidigung alleine reicht nicht

Die Überraschung gegen den amtierenden Vizemeister blieb am Ende aus, dennoch konnte Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth das Parkett der Oberfrankenhalle nach der 58:68 (26:32)-Niederlage gegen Alba Berlin erhobenen Hauptes und unter stehenden Ovationen der knapp 3300 Fans verlassen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bayreuths Spielmacher Trevon Hughes war wie schon beim Auftaktsieg gegen Crailsheim auch gegen Berlin bester Werfer seines Teams. Alle seine 18 Punkte erzielte er per Dreier. Rechts der Berliner Akeem Vargas.  Foto: Peter Mularczyk
Bayreuths Spielmacher Trevon Hughes war wie schon beim Auftaktsieg gegen Crailsheim auch gegen Berlin bester Werfer seines Teams. Alle seine 18 Punkte erzielte er per Dreier. Rechts der Berliner Akeem Vargas. Foto: Peter Mularczyk
+5 Bilder
von unserem Mitarbeiter Florian Kirchner

Bayreuth — "Es war ein Spiel mit viel Intensität. Unsere Verteidigung war sehr gut. Wir haben nur 68 Punkte zugelassen", zeigte sich Bayreuths Trainer Michael Koch zufrieden. Allerdings bemängelt er auch, dass es seine Mannschaft zu selten geschafft habe, "mit spielerischen Mitteln die clevere Verteidigung der Berliner auseinander zu reißen". Außerdem habe sein Team immer dann, wenn es "dran war", kleine Fehler gemacht, "die uns zurückgeworfen haben". Deshalb sei die Niederlage auch verdient gewesen.

Bayreuth gewinnt erstes Viertel

Bayreuth startete stark, konnte das erste Viertel knapp gewinnen (18:16, 10.). Danach übernahmen jedoch die Berliner das Kommando und erarbeiteten sich zur Pause einen 32:26-Vorsprung (20.).
Mit einem starken Start ins dritte Viertel setzen sich die "Albatrosse" weiter ab: Ein Freiwurf von
Forward Jamel McLean sorgte beim 37:26 für die bis dahin höchste Berliner Führung (23.).
Doch die Einheimischen waren nicht gewillt, die Gäste kampflos davonziehen zu lassen, legten einen 13:4-Lauf hin und kameno ins Spiel zurück. Doch der Vizemeister erwies sich als zu stark: Auch wenn Bayreuth die gesamte Zeit in Lauerstellung blieb, sollte Alba die Führung nicht mehr abgeben.
Ein Dreier von McLean mit der Sirene zum 68:58 setzte schließlich den Schlusspunkt unter eine dramatische und unterhaltsame Partie.
Aufmunternde Worte gab es in der Pressekonferenz von Gästecoach Sasa Obradovic für die tapfer kämpfenden Wagnerstädter: "Bayreuth hat ein sehr solides Team. Wenn die Bayreuther gegen andere Mannschaften so spielen wie gegen uns, dann werden sie keine Probleme in dieser Saison bekommen. Ich glaube, mit ihrem Center, der nicht spielen konnte, werden sie noch mehr Qualität bekommen."

Javon McCrea vor Comeback

Gemeint war Javon McCrea, der nach seinem Insektenstich und einigen Wochen Pause erstmals beim Warmup auf dem Feld stand. Seine ersten Punktspiel-Minuten für Bayreuthwird er wohl beim nächsten Spiel in Oldenburg am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr) absolvieren.
Bei beiden Teams ragten vor allem die Spielmacher heraus. Auf Bayreuther Seite war wie am Donnerstag Trevon Hughes bester Werfer. Sechs Dreier bedeuteten am Ende 18 Zähler. Für Alba war es Clifford Hammonds, der mit 17 Punkten bester Schütze war.

Medi bayreuth - Alba Berlin 58:68 (18:16;8:16;19:20;13:16)
Medi bayreuth: Hughes (18/6 Dreier), Bowman (16/1), Bailey (9), Heyden (5), Schmitz (3/1), Burrell (3), Brembly (2), Palyza (2).
Alba Berlin: Hammonds (17), McLean (15/2), Redding (11), Giffey (10/2), Radosevic (4), Stojanovski (4), Banic (4), Vargas (3/1), King.


Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren