Bayreuth
Eishocky

Tigers-Express ist nicht zu stoppen

Der EHC Bayreuth feierte in der Eishockey-Oberliga Süd beim EV Weiden vor 2000 Zuschauern einen 3:2-Sieg im Penaltyschießen.
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Andreas Geigenmüller (Mitte) verwandelte für Bayreuth in Weiden den entscheidenden Penalty zum 3:2-Sieg. Foto: Peter Mularczyk
Andreas Geigenmüller (Mitte) verwandelte für Bayreuth in Weiden den entscheidenden Penalty zum 3:2-Sieg. Foto: Peter Mularczyk
Die Bayreuther waren von Beginn an total spielbestimmend, den Oberpfälzern merkte man den Respekt vor dem Tabellenzweiten an. Große Torchancen blieben aber Mangelware. Mit dem 0:1 durch Bartosch, der mit einem langen Pass von Mayer auf die Reise geschickt wurde, drückte sich die Überlegenheit zumindest teilweise auch an der Anzeigentafel aus. Bei dem selbst abgeschlossenen 2-gegen-1-Konter band der mitgelaufene Kolupaylo den Verteidiger und öffnete Bartosch erst den Weg zur Führung. Er trickste Hönkhaus klasse aus und traf für das Team, das fast alleine für Offensivaktionen zuständig war.
Im Mittelabschnitt kamen Erinnerungen an den ersten Auftritt in Weiden auf, wo man ebenfalls aus ungeklärten Gründen ziemlich den Faden verlor. Der EV Weiden bekam auch diesmal mehr Zugriff auf Spiel.
Folgerichtig gelang den blauen Teufeln auch der Ausgleich durch Laliberte in Überzahl, nachdem die Bayreuther gleich mehrere Befreiungsmöglichkeiten verpasst hatten. Kuruz vor dem Drittelende gelang Thielsch im Powerplay die erneute Führung für die Gäste.
Auch in den letzten 20 Minuten blieb das Spiel ausgeglichen und intensiv. Beide Teams kämpften verbissen, was der spielerischen Linie etwas abträglich war. Einzelne gute Chancen gab es aber, doch auch die waren gut verteilt. So war es nicht überraschend, dass eine Einzelaktion herhalten musste für einen Treffer. Die Vorarbeit von Divisek zum Ausgleich von Waldowsky, der nur noch einschieben brauchte, war dann genauso eine überragende Szene des hoch dekorierten neuen Tschechen im Team der Oberpfälzer.
Mit dem relativ leistungsgerechten Unentschieden ging es in die Verlängerung, wo Kolozvary mit einem Lattenschuss Pech hatte. So musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden.
Zwei Mal geriet das Gehäuse bei Schüssen des Heimteams dabei aus der Verankerung. Die Entscheidung Tor oder nicht war unklar. Wobei der Schiedsrichter bei den strittigen Situationen von Laliberte auf Tor und beim letzten Versuch von Jirik auf gehalten entschied. Dazwischen hatte auch Waldowsky für den EV getroffen. Bei den Tigers trafen Bartosch und Geigenmüller gegen den nun eingesetzten Huber im Tor, während Kolozvary nicht verwandeln konnte. So musste auch der Shoot-Out verlängert werden.
Geigenmüller traf erneut äußerst cool mit fast der gleichen herrlichen Aktion wie beim ersten Versuch. Als auf der Gegenseite der wieder sehr starke Eisenhut gegen Laiberte klasse parierte, war der knappe Derbysieg für den EHC eingefahren. bis

EV Weiden - EHC Bayreuth 2:3 n.P. (0:1, 1:1, 1:0)
Tore: 0:1 (15.) Bartosch; 1:1 (23.) 5-4 Laliberte; 1:2 (40.) 5-4 Thielsch; 2:2 (46.) Waldowsky; 2:3 (Penalty) Geigenmüller. - Zuschauer: 2 022. - Strafminuten: 8/10.
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