Bayreuth
Basketball

Drew Naymick ist der neue Center von Medi Bayreuth

Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat vor dem Frankenderby am Samstag in Würzburg personell noch einmal nachgelegt. Allerdings kommt der Neue erst am Montag.
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Bastian Doreth (rechts) will sich am Tübinger Toarlyn Fitzpatrick vorbeimogeln. Doreth durfte am Ende mit den Bayreuthern den zweiten Saisonsieg (82:75) feiern.  Foto: Peter Mularczyk
Bastian Doreth (rechts) will sich am Tübinger Toarlyn Fitzpatrick vorbeimogeln. Doreth durfte am Ende mit den Bayreuthern den zweiten Saisonsieg (82:75) feiern. Foto: Peter Mularczyk
Zum ersten Frankenderby der Saison tritt Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth am Samstagabend um 18.30 Uhr bei Aufsteiger Baskets Würzburg an. Bereits seit Tagen ist die Arena in Würzburg restlos ausverkauft

Die Unterfranken, die den überraschenden Abstieg 2014 postwendend korrigieren konnten, haben sich mit Furore im Oberhaus zurückgemeldet. Vier Siege fuhren die Schützlinge von Trainer Douglas Spradley zum Saisonstart ein. Am vergangenen Wochenende gab es die erste Niederlage, die mit 79:103 in Bonn gleich deftig ausfiel. Medi Bayreuth reist mit dem zweiten Saisonsieg (82:75 gegen Tübingen) im Rücken nach Unterfranken.


Drew Naymick kommt

Beide Teams haben Verletzungsausfälle auf der Centerposition zu beklagen: Bei Würzburg fehlt der Amerikaner William Coleman, für den die Saison nach einer Operation an der linken Hand gelaufen sein dürfte. Bei Bayreuth fällt einmal mehr dessen Landsmann Kendall Gray aus. Darauf hat der Verein jetzt reagiert und mit Drew Naymick einen weiteren Center unter Vertrag genommen. Der 30-jährige US-Amerikaner wurde in Muskegon (Michigan) geboren, ist 2,08 Meter groß, 113 Kilo schwer und spielte schon in Polen, Spanien, Tschechien und zuletzt in Griechenland. Im Sommer 2010 stand er im Trainingscamp der Los Angeles Lakers. Michael Koch sagt: "Da die Dauer der Verletzungen von Phillipp Heyden und Kendall Gray nur sehr schwer abzuschätzen sind, haben wir uns entschieden, nochmals nachzuverpflichten. Drew Naymick hatten wir schon länger auf unserer Beobachtungsliste. Er passt gut in unsere Spielstruktur, denn er ist ein Center, der mitspielt. Drew ist ist ein guter Rebounder und Shotblocker." Naymick wird aber erst am Montag in Bayreuth eintreffen. Sein Vertrag läuft bis Saisonende, wobei beide Seiten Ausstiegsklauseln haben.

Mitte September trafen Würzburg und Bayreuth beim Vorbereitungsturnier in Unterfranken aufeinander. Damals konnten sich die Bayreuther im Endspiel mit 70:67 durchsetzen. Der Bayreuther Coach glaubt auch diesmal an eine Siegchance: "Wenn wir wieder mit Leidenschaft spielen, dann ist in Würzburg vieles möglich."
Trumpf soll auch heute wieder die Defensive seiner Mannschaft sein, fordert Koch. "Wir haben gegen den MBC und Tübingen die Guards gut im Griff gehabt. Daniel Mullings und Jake Odum müssen Dru Joyce über 40 Minuten bewachen und unter Druck setzen."

Michael Koch betont auch, wie wichtig der Sieg gegen Tübingen für die Stimmung im Verein gewesen sei: "Er hat überall für Erleichterung gesorgt. Das spürt man derzeit in der Stadt sehr. So wie wir gegen Tübingen gespielt haben, so wollen uns unsere Fans sehen."

Bei den Würzburgern sind nur drei Spieler aus der Meistermannschaft in der Pro A geblieben: Ruben Spoden, Maxi Ugrai, Sebastian Betz. Neben Rückkehrer Maurice Stuckey (Oldenburg) kam mit Joshiko Saibou (Crailsheim) ein weiterer erfahrener deutscher Guard nach Würzburg. Der seit wenigen Tagen schwer verletzte William Coleman (Panionios Athen), Lamonte Ulmer (Kotka/Finnland) und Rookie Seth Tuttle (Northern Iowa University/USA) wurden für die Kontingentstellen verpflichtet. Dass für Coleman ein Ersatz kommen wird, ist klar - ob dieser schon am Samstag mit von der Partie sein wird, jedoch nicht.

Mit über 260 Bundesliga-Spielen für Ulm, Trier, Oldenburg und Braunschweig ist der Point Guard Dru Joyce (30) der erfahrenste Würzburger. Brendan Lane (zuletzt Mitsubishi Diamond Dolphins/Japan) führt sein Team bei den Punkten und Rebounds an. Der 24-jährige, 2,06 Meter große Center, gehört bislang zu den Überraschungen der noch jungen Spielzeit. Ebenfalls über Erstliga-Erfahrung (Ulm) verfügt Shooting Guard Cameron Long.


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