Pegnitz
Übernahme

Pegnitz: Familienunternehmen Beka wird verkauft - sind jetzt Arbeitsplätze bedroht?

Das in Pegnitz ansässige Unternehmen Baier + Köppel (Beka) ist seit Generationen in Familienhand. Das ändert sich nun, wenn es an eine amerikanische Firma verkauft wird. Was bedeutet das für die Mitarbeiter?
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Seit 1927 ist Beka ein Familienbetrieb - doch damit ist nun bald Schluss. Die US-amerikanische Firma Timken hat den fränkischen Betrieb aufgekauft.   Symbolfoto: rawpixel/pixabay
Seit 1927 ist Beka ein Familienbetrieb - doch damit ist nun bald Schluss. Die US-amerikanische Firma Timken hat den fränkischen Betrieb aufgekauft. Symbolfoto: rawpixel/pixabay

Pegnitzer Unternehmen Beka wird an US-amerikanische Firma verkauft: Baier + Köppel (Beka) ist in Pegnitz ein wichtiger Arbeitgeber für die Region uns zählt zu den weltweit führenden Anbietern von automatischen Wartungs- und Schmiersystemen. Das Unternehmen beschäftigt rund 900 Mitarbeiter mit Produktion, Forschung und Entwicklung in Deutschland sowie Vertriebsbüros auf der ganzen Welt. Es bedient zahlreiche Industriebranchen, darunter Windenergie, Lebensmittel und Getränke, Schienenverkehr und andere Prozessindustrien. Seit 1927 ist die fränkische Firma ein Familienbetrieb - doch damit ist nun Schluss.

Timken Comany kauft fränkischen Betrieb

Wie am Montag (16. September 2019) mitgeteilt wurde, wird Beka für fast 150 Millionen Euro an die Timken Company verkauft, die ihren Sitz in North Canton (Ohio) hat. "Mit der Übernahme von Beka bauen wir unsere globale Führungsposition im hochattraktiven Marktsegment der automatischen Schmiersysteme aus", sagt Richard G. Kyle, Geschäftsführer der Timken Gruppe. Die Übernahme von Beka macht Timken nach Industrie-Einschätzung zum zweitgrößten Hersteller industrieller automatischer Schmiersysteme weltweit.

Pegnitz' Bürgermeister Uwe Raab erklärt gegenüber inFranken.de, dass Beka einer der bedeutendsten Arbeitgeber in der gesamten Region sei, der mit "Innovation, Zuverlässigkeit, dauerhafter Entwicklung und Kontinuität überzeugt". In der Stadt werde diese Veränderung Ängste wecken, zugleich gebe es durch die Übernahme auch neue Chancen. Raab war vom Verkauf der Firma zwar überrascht, werde aber auf die Erfahrung, Intuition und Sachkenntnis des Beka-Geschäftführers Bernhard Köppel vertrauen, die Firma dem richtigen Partner zu überlassen. "Meiner Einschätzung nach kann der Standort Pegnitz dadurch gewinnen", sagt Raab.

Verkauf von Beka: Sind Arbeitsplätze in Gefahr?

Des Weiteren erklärt der Bürgermeister von Pegnitz, dass er alles tun werde, damit Beka auch weiterhin eine gute Zukunft in der Stadt habe. Schließlich seien auch viele Arbeitsplätze betroffen, was bei den Mitarbeitern auch Ängste auslöse. Von den Beschäftigten habe Raab jedoch noch nichts Konkretes diesbezüglich gehört. Über eventuelle Entlassungen zu sprechen sei zu diesem Zeitpunkt noch zu früh. Auch Raab habe bei der Nachricht über den Verkauf "ein gewisses Bauchgrummeln" verspürt, "das sich so schnell nicht lindern lässt". Auf die Entscheidungen von Unternehmen habe die Stadt zudem nur eine begrenzte Einflussmöglichkeit. Trotzdem werde Pegnitz versuchen, Entlassungen entgegenzuwirken.

Auch in Bayreuth schließt ein Unternehmen: Das internationale Tabakunternehmen British American Tobacco (BAT) schließt seine Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit Sitz in Bayreuth. Von der Schließung des Produktzentrums sind ungefähr 185 Arbeitsplätze betroffen.

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