Pegnitz
Feuerwehreinsatz

Pegnitz: 200 Einsatzkräfte kämpfen stundenlang gegen Feuer - Schaden über eine Million

Am Dienstagmorgen ist um 4 Uhr ein Feuer in Oberfranken ausgebrochen. In Pegnitz im Landkreis Bayreuth stand ein Wohn- und Geschäftshaus in Flammen. Die Polizei musste die Bewohner wecken. Auch ein Baby war im Haus. Der Schaden liegt bei rund einer Million Euro.
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Großbrand am Morgen: In Pegnitz im Kreis Bayreuth stand ein Wohn- und Geschäftshaus in Flammen. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken meldet, versuchen seit den frühen Morgenstunden am Dienstag den 5. Februar Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Pegnitz und Umgebung ein Feuer in einem Wohn- und Geschäftshaus in Pegnitz zu löschen. Die Löscharbeiten werden wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen, wie die Polizei am Nachmittag (Stand 14.30 Uhr) mitteilt.

Polizei weckt Säugling und andere Bewohner

Gegen 4 Uhr bemerkten Nachbarn einen Feuerschein in einer Wohnung im Dachgeschoss des dreistöckigen Gebäudes im Böllgraben und alarmierten die Feuerwehr. Weiter schreibt die Polizei, dass kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits offene Flammen aus dem Dach schlugen. Die insgesamt vier Bewohner des Hauses, darunter ein Säugling, wurden durch eine Polizeistreife teilweise geweckt und weitgehend unversehrt aus dem Gebäude gebracht.

Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. Da das Löschwasser bei diesen Temperaturen gefriert, arbeitet die Feuerwehr hauptsächlich mit Löschschaum. Laut Gerhard Eichmüller, Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Bayreuth, ist auch die Stadt im Einsatz, um die Einsatzfläche großflächig zu streuen.

Mehr als 200 Einsatzkräfte stundenlang im Einsatz

Dem Großaufgebot aus zeitweise über 200 Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk und Polizei, gelang es mittlerweile, den Brand einzudämmen und ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude zu verhindern. Zur Bekämpfung von Glutnestern im Dachgeschoss tragen die Feuerwehrleute nun mit Hilfe von schwerem Baugerät das Dach des Gebäudes ab, was wohl bis in die Abendstunden andauern wird.

Derzeit (Stand: 14.25 Uhr) ist ein Betreten des Gebäudes durch die Einsatzkräfte noch nicht möglich, da eine Einsturzgefahr nicht ausgeschlossen werden kann, wie die Polizei mitteilt. Aus diesem Grund müssen auch die im Haus befindlichen Geschäfte und Arztpraxen bis auf weiteres geschlossen bleiben.

75-Jähriger mit Verletzungen in Krankenhaus

Die Stadt Pegnitz kümmert sich nun um die weitere Unterbringung der vier betroffenen Anwohner. Die junge Familie ist derzeit bei Verwandten untergekommen, während sich der 75-Jährige noch in einem nahe gelegenen Klinikum befindet.

Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Bayreuth übernommen. Hinweise zur Brandursache ergaben sich bisher nicht. Der Sachschaden wird nach bisherigen Erkenntnissen auf etwa eine Million Euro geschätzt.

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