Bayreuth
Zwölf Termine

Mordprozess Sophia L.: Landgericht Bayreuth eröffnet Hauptverfahren um getötete Tramperin

Mordprozess um getötete Tramperin Sophia L.: Das Landgericht Bayreuth eröffnet das Hauptverfahren gegen den marokkanischen Angeklagten. Dem Mann wird vorgeworfen, die junge Frau aufgegriffen und dann ermordet zu haben.
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Nahe dieser Autobahn in Asparrena (Spanien) wurde die Leiche von Sophia L. gefunden. Am 23. Juli 2019 startet nun der Mordprozess um die getötete Tramperin. Foto: Jesus Andrade/El Correo/dpa
Nahe dieser Autobahn in Asparrena (Spanien) wurde die Leiche von Sophia L. gefunden. Am 23. Juli 2019 startet nun der Mordprozess um die getötete Tramperin. Foto: Jesus Andrade/El Correo/dpa

Im Mordverfahren um die getötete Tramperin Sophia L. eröffnet das Landgericht Bayreuth das Hauptverfahren gegen den marokkanischen Angeklagten. Dies erklärt das Landgericht in einer Pressemitteilung am Freitag. Für den Prozess sind zwölf Termine angesetzt. Das Verfahren startet am 23. Juli 2019 und soll bis zum 18. September 2019 dauern.

Leiche der getöteten Tramperin in Spanien gefunden

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth wirft dem marokkanischen Angeklagten Mord vor. Er soll die 28-jährige Sophia L. getötet haben. Die Studentin wollte am 14. Juni 2018 per Anhalter von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. An einer Tankstelle im sächsischen Schkeuditz stieg sie in den Lkw des Angeklagten.

Laut Anklage soll der Mann dann die Studentin angegriffen, in seine Gewalt gebracht und anschließend getötet haben. Mit der Tötung sollte versucht worden sein, die davor begangene Straftat zu verdecken. Die Leiche von Sophia L. wurde eine Woche später im Norden Spaniens gefunden.

In einem bewegenden Nachrufnahm die Familie öffentlich Abschied von der Studentin. Ihr Bruder erklärte später, was ihm am meisten am Tod seiner Schwester schmerzt.

Angeklagter streitet vorgeworfene Tat ab

Der Angeklagte wurde in Spanien festgenommen und befindet sich aktuell in Untersuchungshaft. Dieser streitet die ihm vorgeworfene Tat ab. Er behauptet, die Studentin bei einer Auseinandersetzung getötet zu haben.

Insgesamt 17 Zeugen werden zur Vernehmung geladen. Ferner wirken zwei Sachverständige der Fachrichtungen forensische Psychiatrie und Rechtsmedizin sowie ein Brandsachverständiger des LKA München an der Hauptverhandlung mit. Vom Verlauf der Beweisaufnahme hängt ab, ob bis zum 18. September 2019 ein Urteil fallen kann.

Der Fall Sophia L. schlug in den vergangenen Monaten weitere Wellen: Gegen Björn Höcke ermittelte die Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf: der Missbrauch des Fotos der getöteten Sophia L. für politische Zwecke.

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