Bayreuth
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Ausflugstipps: 6 tolle Museen im Landkreis Bayreuth

Der Landkreis Bayreuth hält ein breites Angebot an Museen bereit: ob mittelalterliche Foltermethoden, Automobilgeschichte oder das Leben als Goldgräber
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Der Blick auf das Fränkische Schweiz-Museum in Tüchersfeld.Foto: FrankenTourismus/FRS/Hub
Der Blick auf das Fränkische Schweiz-Museum in Tüchersfeld.Foto: FrankenTourismus/FRS/Hub
Unternehmungslustig? Aber das Wetter spielt mal wieder nicht mit? Wie wäre es mit einem Besuch im Museum? Im Bayreuther Landkreis kann man Geschichte hautnah erleben und dabei vieles lernen: ob über das Leben als Goldgräber, die Geschichte des Automobils oder über die Foltermethoden des Mittelalters. Hier unsere Übersicht zu den interessantesten Museen in der Region Bayreuth:


1. Das Fränkische Schweiz-Museum in Tüchersfeld

Das Fränkische Schweiz-Museum in Tüchersfeld ist eines der bekanntesten Foto-Motive der Fränkischen Schweiz. Ein Besuch im Museum lohnt sich alleine wegen des malerischen Anblicks auf die Museumsgebäude: Die aus dem 18. Jahrhundert stammenden Fachwerkhäuser schmiegen sich direkt an die beiden hoch aufragenden Felsnadeln, für die die Ortschaft bekannt ist, und wirken fast so, als hätte man sie direkt an den Fels geklebt.

Auch das Innere des Museums hat viel zu bieten: Die Ausstellungen geben Aufschluss über alles Wissenswerte der Region: von der Erdgeschichte und Archäologie der Fränkischen Schweiz über Landwirtschaft, bäuerliches Wohnen und Volksfrömmigkeit bis hin zum lokalen Handwerk. Sehenswert ist auch die im Museum inbegriffene Synagoge, in der über das jüdische Leben, Traditionen und Brauchtümer informiert wird.

Adresse: Am Museum 5, 91278 Pottenstein
Öffnungszeiten (April - Oktober):
Dienstag - Sonntag: 10 - 17 Uhr, Montag geschlossen
Preise: Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Kinder bis 16 Jahre frei
Website:http://fraenkische-schweiz-museum.de/


2. Das Deutsche Automobilmuseum in Fichtelberg

Das Automobilmuseum in Fichtelberg beinhaltet nach eigenen Angaben eine der größten Oldtimersammlungen in ganz Deutschland. Die Ausstellungsvielfalt ist enorm. Sie erstreckt sich über zwei Hallen und ein überdachtes Freigelände.

Die erste Halle widmet sich auf drei Stockwerken der Automobilgeschichte des letzten Jahrhunderts mit besonderem Fokus auf Autos und Motorräder der 50er bis 80er Jahre. In der zweiten Halle werden Oldtimer der 30er bis 50er Jahre - unter anderem auch Traktoren und Dampfmaschinen - ausgestellt. Motorradfans sollten sich die Sonderausstellung "Motorräder aus der ehemaligen DDR" nicht entgehen lassen. Im Freigelände wird es dann noch einmal eine Nummer größer: Hier kann man Jets, Hubschrauber und weitere Militärfahrzeuge begutachten.

Adresse: Nagler Weg 9-10, 95686 Fichtelberg
Öffnungszeiten:
Ferienzeit: täglich 10 - 17 Uhr
Außerhalb der Ferienzeit: Dienstag - Sonntag: 10 - 17 Uhr, Montag geschlossen
Preise: Erwachsene 8,50 Euro, Kinder und ermäßigt 6 Euro, Familienkarte 20 Euro
Website:http://www.amf-museum.de/index.php/start.html


3. Das Goldbergbaumuseum Goldkronach

Goldkronach liegt am Südhang des Fichtelgebirges und war früher ein bekannter Bergbauort. Einige der Bergwerkstollen der Stadt wurden bereits um 1400 betrieben. In ihnen wurde vor allem Gold und Silber abgebaut.

In den acht Räumen des Goldbergbaumuseums können Besucher viel lernen: zum Beispiel über die Bergbaugeschichte und das Leben unter Tage, über die lokale Bodenbeschaffenheit, das Goldwäscherhandwerk, und die spätere Goldverarbeitung. Spektakulär wird es im Museumsgarten, wo man Waschsand kaufen kann und sich an einer historisch nachempfundenen Goldwaschanlage selbst im Goldwaschen probieren kann. Außerdem können Besucher auf dem geologischen Rundweg verschiedenste Gesteinsarten entdecken.

Adresse: Bayreuther Straße 21, 95497 Goldkronach
Öffnungszeiten (April bis Ende November):
Sonn- und Feiertage: 13 - 17 Uhr
Besuch außerhalb dieser Zeiten auf Anfrage möglich (Telefon: 09273 9840)
Preise: Erwachsene 2 Euro, Ermäßigt 1,50 Euro, Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren 1 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei
Website:http://www.goldbergbaumuseum.de/


4. Das Scharfrichtermuseum in Pottenstein

Das Scharfrichtermuseum in Pottenstein behandelt ein besonders düsteres Kapitel der Menschheitsgeschichte: die Folterpraktiken im Mittelalter. Über 100 Ausstellungsstücke führen einem die absurden Mittel vor Augen, mit denen die Menschen damals im Namen des Rechts gefoltert wurden.

Ausgestellt werden unter anderem Daumenschrauben, Schandmasken, Schädelsprenger oder ein mittelalterliches Lochgefängnis. Ziel des Museums ist es, bei seinen Besuchern nicht nur für Fassungslosigkeit zu sorgen, sondern zum Nachdenken anzuregen.

Adresse: Hauptstraße 16, 91278 Pottenstein
Öffnungszeiten (Ostern bis Ende Oktober):
Dienstag - Sonntag: 10 - 12 Uhr und 13 - 17 Uhr, montags geschlossen
Ende Oktober bis Ostern geschlossen - Besichtigungen bei Voranmeldung aber auch außerhalb dieser Öffnungszeiten möglich
Preise: 4,50 Euro pro Person, Gruppen ab 3 Personen: 4 Euro pro Person
Website:http://www.scharfrichtermuseum.de/index.html


5. Das Gartenkunst-Museum im Schloss Faintaisie

Die imposante Schloss- und Parkanlage Fantaisie ist für sich schon einen Besuch wert. Besonders sehenswert ist das Gartenkunst-Museum im Inneren des Schlosses. In 20 Räumen beleuchtet das Museum vor allem die süddeutsche Gartenkunstgeschichte des 17. bis 19. Jahrhunderts anhand von vielen originalen Ausstellungsstücken.

Die Kulisse des Schlossparks als direkte Umgebung der Ausstellung harmoniert dabei denkbar gut mit dem Museumsinhalt und der Blick durchs Fenster auf die Parkanlage wird bei einigen Gelegenheiten bewusst als inhaltliche Erweiterung eingesetzt.

Adresse: Bayreuther Straße 2, 95488 Eckersdorf
Öffnungszeiten (April - September):
Dienstag - Sonntag: 9 - 18 Uhr, Montags geschlossen
16. Oktober bis März geschlossen
Preise: Erwachsene 3,50 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei
Website:http://www.gartenkunst-museum.de/deutsch/museum/konzept.htm


6. Das Deutsche Kameramuseum in Plech

Das Deutsche Kameramuseum ist ein Muss für alle, die sich für die Kunst der Fotografie und des Filmemachens begeistern können. Ausgestellt werden über 15.000 Sammlungsstücke, darunter 5.000 Foto- und Filmkameras, wobei der Schwerpunkt auf Fotoapparaten liegt, die zwischen den 30er und 70er Jahren hergestellt wurden.

Highlights sind unter anderem die 4,40 Meter lange Riesen-Reprokamera Falz & Werner aus dem Jahr 1928, mehrere Hochgeschwindigkeitskameras mit bis zu 40.000 Bildern pro Sekunde, über 200 Diaprojektoren und ein kompletter Fotoladen mit Mobiliar aus den 50er Jahren.

Adresse: Schulstraße 8, 91287 Plech
Öffnungszeiten (Februar bis November):
jeden Sonntag: 11 - 17 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr)
Preise: Erwachsene 3,50 Euro, ermäßigt 2 Euro, Familien 8 Euro, Gruppen ab 10 Personen: 2,50 Euro pro Person, Führungen zusätzlich 20 Euro, Kinder unter 14 Jahren frei
Website:http://www.deutsches-kameramuseum.de/


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