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Bayreuth
Kochsendung

"Das perfekte Dinner" in Oberfranken: „Das wirkte alles so surreal“

"Das perfekte Dinner" von Vox war in Bayreuth. Dank ihres Sohnes hat Caroline Schäfer mitgemacht. Wie sie ihren Auftritt erlebt, was sie gekocht und welches besondere Motto sie gewählt hat, erfahren Sie im Artikel von inFranken.de.
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Caroline Schäfer aus Bayreuth hat bei der Kochsendung "Das perfekte Dinner" auf Vox mitgemacht. Foto: privat
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"Das perfekte Dinner" ist eine Kochsendung, bei der sich insgesamt fünf Teilnehmer eine Woche lang gegenseitig bekochen. Jeden Abend ist eine andere Person Gastgeber. Caroline Schäfer aus Bayreuth hat teilgenommen – ihr Abend hat ein besonderes Motto.

Caroline Schäfers Sohn hatte eine Anzeige gelesen, und ihm war sofort klar: „Mama, du musst da mitmachen“. Ihm zuliebe meldete sich Caroline dann auf die Anzeige und durchlief mehrere Bewerbungen, Castings und Interviews. Zwischendrin war sie sich immer wieder unsicher, ob sie überhaupt mitmachen will. Ihr Sohn konnte sie aber jedes Mal überreden.

So nahm Caroline Schäfer ihren Auftritt wahr

Wie fühlt man sich, wenn man an so einem Fernsehformat teilnimmt? „Vor der ersten Aufzeichnung schießt viel Adrenalin durch den Körper“, erzählt Caroline Schäfer, „das wirkte alles so surreal“. Dann werden Interviews aufgenommen, man kennt die anderen Teilnehmer noch nicht: „Da gab es Momente, in denen ich echt aufgeregt war.“

An ihrem Kochtag hat Caroline Schäfer dann ihre „Familie ausquartiert“, erzählt sie und lacht. Unterstützung wollte sie keine: „Das hätte mich nur noch nervöser gemacht. Ich bin froh, dass ich das alleine gemacht habe“. Um für die Regionalität zu werben, hat sie das Fleisch für ihr Gericht noch mit Kamerateam bei einer befreundeten Metzgerfamilie abgeholt. Vorher führte sie das Team von Vox noch ungeplant durch die Bayreuther Stadt, zeigte ihm das Neue Schloss und das Opernhaus.

Als die Kameraleute und Caroline Schäfer wieder bei ihr daheim ankamen, war es bereits 10.30 Uhr: „Dann wurde es schon stressig“, kommentiert die Teilnehmerin. „Mit lange schick machen und umziehen war da am Ende nichts. Ich hatte zehn Minuten dafür“. Selbst in der Mittagspause konnte Schäfer nicht abschalten, weil sie unter Zeitdruck stand. Die hat sie dann für „Gemüseschnibbeln“ genutzt. Ob die ständige Kamerabegleitung unangenehm war? „Die erste Stunde war ungewohnt, danach vergisst man das und denkt irgendwann nicht mehr darüber nach“, erklärt sie.

Motto hat besondere Bedeutung für Schäfer

Ihr Motto für den Abend stand ganz im Sinne der spanischen Insel Mallorca, zu der Caroline Schäfer eine besondere Verbindung hat: Dort hat sie ihren Mann kennengelernt. Ursprünglich kommt sie aus Nordrhein-Westfalen, ohne ihren Gatten wäre sie nie nach Bayreuth gekommen. Auch das Menü war typisch mallorquinisch: Als Vorspeise gab es einen Sommersalat mit Orangen und Pamboli mit Kartoffeltortillas. Dabei handelt es sich um ein offenporiges Brot mit Knoblauch, einer mallorquinischen Tomatensorte und Seranoschinken. Als Hauptgang gab es dann eine Art Ratatouille, zum Nachgang einen Mandelkuchen. Das ist nur ein Einblick in ihr „großes mallorquinisches Menü“, wie sie es nennt. Die meisten Zutaten ließ sich Caroline Schäfer extra aus Mallorca kommen, damit sich ihr Motto auch im Geschmack widerspiegelt. Auch ihre Tischdekoration stand ganz im Dienst der spanischen Insel: Unter anderem mit Olivenzweigen wollte Caroline Schäfer ein „Urlaubsfeeling am Abend transportieren“.

Und so kam ihr Arrangement auch an. Eine andere Teilnehmerin lobte Schäfers Gesamtmotto besonders: „Du hast mich so in meinen Urlaub zurückgeführt“. Caroline war die einzige Teilnehmerin, die auf ein regional-fränkisches Motto verzichtete, abgesehen von einem Teilnehmer, der fränkisch-mediterran kochte. Gerade deswegen dürfte sie aus der Masse rausgestochen haben. Insgesamt kam Schäfer mit ihren vier Gästen einwandfrei klar: „Wir waren alle sehr unterschiedlich, haben uns aber total gut verstanden. Es war keine Meckerperson dabei“, freut sie sich.

Vorbereitet hat sich Caroline Schäfer mit einem Probekochen. Dafür hat sie sich allerdings nicht die engsten Freunde eingeladen. „Ich habe mir Leute ausgesucht, die mich nicht so gut kennen. Man spürt ja eine gewisse Affinität zu Genuss“, lacht sie. Deshalb hat sie unter anderem ihren Physiotherapeuten eingeladen.

Trotz Stress und Zeitdruck: Schäfer zufrieden mit Abend

Insgesamt hat alles, trotz des Stress und des Zeitdrucks, so funktioniert, wie Caroline Schäfer es sich vorgestellt hatte. „Es war eine schöne Erfahrung, wann hat man die schon?“, fragt sie und lacht abermals. Mit dem Coronavirus kollidierte die Aufzeichnung übrigens noch nicht. Anfang der zweiten Märzwoche, kurz vor den Ausgangssperren in Bayern, war das Kamerateam von Vox in Bayreuth. Während der Woche hat Schäfer vom Virus fast nichts mitbekommen: „In der Woche war ich total im Tunnel“. Insgesamt würde sie nochmal bei "Das perfekte Dinner" mitmachen und die Erfahrung nicht missen wollen.

Ein genauer Sendetermin steht aktuell noch nicht fest (Stand: 03.04.2020), berichtet Vox auf Anfrage. Sobald dieser bekannt ist, erfahren Sie mehr auf inFranken.de.