Bayreuth
Insolvenz

Fränkische Porzellanfabrik insolvent: Was bedeutet das für die Mitarbeiter?

Die Bayreuther Porzellanfabrik Walküre hat Insolvenz angemeldet. Mithilfe des sogenannten Eigenverwaltungsverfahrens möchte sich die Firma selbst wieder auf die Beine helfen.
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Die Bayreuther Porzellanfabrik  "Walküre" meldete am Dienstagmittag Insolvenz an. Im Eigenverwaltungsverfahren sollen die Probleme der Firma gelöst werden. Foto: Walküre Porzellanfabrik
Die Bayreuther Porzellanfabrik "Walküre" meldete am Dienstagmittag Insolvenz an. Im Eigenverwaltungsverfahren sollen die Probleme der Firma gelöst werden. Foto: Walküre Porzellanfabrik

Die Porzellanfabrik Walküre aus Bayreuth meldete am Dienstag (06.08.2019) Insolvenz an. Allerdings handelt es sich um das Eigenverwaltungsverfahren, bei dem die Geschäftsführer selbst über das Vermögen im Insolvenzverfahren verfügen. In einem normalen Verfahren wird ein Insolvenzverwalter eingesetzt.

Deutliche Umsatz- und Auftragsrückgänge bei Porzellanfabrik in Bayreuth

Grundvoraussetzung für die Eigenverwaltung ist die Möglichkeit, das Unternehmen weiterhin zu führen und ein fester Sanierungsplan. Laut br wurde der Insolvenzantrag aufgrund deutlicher Umsatz- und Auftragsrückgänge gestellt. Für die 82 Mitarbeiter sind die Löhne und Gehälter jedoch über das Insolvenzgeld bis Ende September gesichert.

Der Kronacher TV-Hersteller Loewe hat ebenfalls Insolvenz angemeldet. Nun gibt es Hoffnung auf einen Neustart.

Unternehmen wählt Sanierungsgeschäftsführer selbst aus - Gericht stellt Sachverwalter

Die Geschäftsführer der Porzellanfabrik Walküre, Siegmund Meyer und Dr. Wolfgang Meyer, stellten den Antrag am Amtsgericht Bayreuth. Das Gericht gestattete den Antrag. Somit ist seit dem 06.08. um 11.00 Uhr die "vorläufige Eigenverwaltung" in Kraft getreten. Dafür wurde ein Sanierungsgeschäftsführer vom Unternehmen selbst ausgewählt. Vom Gericht kommt noch ein Sachverwalter zur Unterstützung, wie der br berichtet.

Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1896. Mittlerweile wird es in der 4. Generation, das heißt von den Urenkeln des Gründers Siegmund Paul Meyer, geführt.

 

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