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Bayreuther Festspiele 2018: Infos, Hintergrund und Neuigkeiten

Die Bayreuther Festspiele 2018 rücken immer näher. Hier gibt es alle wichtigen Infos und Neuigkeiten.
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Eine Wagner-Figur des Künstlers Ottmar Hörl steht am 23.07.2013 vor dem Festspielhauses in Bayreuth. Foto: Daniel Karmann/dpa
Eine Wagner-Figur des Künstlers Ottmar Hörl steht am 23.07.2013 vor dem Festspielhauses in Bayreuth. Foto: Daniel Karmann/dpa
Jedes Jahr im Sommer verwandelt sich das beschauliche Bayreuth in einen Kultur-Hotspot, der seinesgleichen sucht. Fernab der großen Metropolen erfreuen sich Klassik-Liebhaber dann an den Klängen von einem der bedeutendsten Komponisten aller Zeiten: Richard Wagner. Alle Infos und Neuigkeiten rund um die Bayreuther Festspiele 2018 gibt es hier:


Wann finden die Bayreuther Festspiele statt?

Im Jahr 2018 finden die Festspiele vom 25. Juli bis zum 29. August statt. In diesem Zeitraum findet im Festspielhaus fast täglich eine Aufführung statt.



Wo finden die Festspiele statt?

Schauplatz der Festspiele ist das eigens dafür erbaute Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth.
Adresse: Festspielhügel 1 - 2, 95445 Bayreuth

Hier geht es zur Wegbeschreibung


Spielplan der Bayreuther Festspiele 2018

Die Festspiele werden am 25. Juli durch eine Neuinszenierung des "Lohengrin" eingeleitet. Außerdem werden in diesem Jahr folgende Werke aufgeführt: "Der fliegende Holländer", "Die Meistersinger von Nürnberg", "Tristan und Isolde", "Parsifal" sowie "Die Walküre".

Erstmals in der Geschichte der Festspiele wird 2018 mit der "Walküre" nur ein Einzelteil von Wagners legendären Opernzyklus "Der Ring des Nibelungen" vorgeführt.


Den ausführlichen Spielplan gibt es hier


Tickets für die Bayreuther Festspiele 2018

Grundsätzlich gibt es drei Arten, um an Tickets für die Festspiele zu kommen: online, per schriftlicher Bestellung oder an der Abendkasse.

Die Online-Bestellung war vom 7. September bis zum 31. Oktober 2017 möglich - ist also schon vorbei. Allerdings wird der Online-Verkauf der Tickets ab dem 18. März wieder aufgenommen. Wer keine Karte mehr bekommen hat, kann dann versuchen, eine der Rest-Karten zu ergattern. Über einen Link auf der Startseite der Bayreuther Festspiele kann man sich dann ab 14 Uhr in eine virtuelle Warteschlange einreihen.

Die Frist für die schriftliche Bestellung ist bereits abgelaufen. Sie war nur bis zum 16. Oktober möglich.

An jedem Aufführungstag gibt es außerdem eine Abendkasse. Sie ist jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie ab zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn geöffnet.

Die Tickets sind personalisiert. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass der Kauf von Schwarzmarkt-Tickets unzulässig ist und deshalb auch verfolgt wird.

Hier geht es zum Ticketkauf


Beteiligte 2018

Die Regie des "Lohengrin" übernimmt der US-Amerikaner Yuval Sharon. Musikalischer Leiter der Aufführung ist Christian Thielemann. Der 58-jährige Berliner wurde 2015 zum Musikdirektor der Festspiele ernannt und wird diese Position nach jetzigem Stand noch bis mindestens 2020 beibehalten.

Für Bühnenausstattung und Kostüme sind die beiden Künstler Neo Rauch und Rosa Loy zuständig. Im "Lohengrin" treten unter anderem Anja Harteros (Elsa), Roberto Alagna (Lohengrin), Waltraud Meier (Ortrud), Georg Zeppenfeld (König Heinrich) und Thomasz Konienczny (Telramund) auf.

Bei den drei Einzelvorstellungen der "Walküre" übernimmt Frank Castorf die Regie. Dirigieren wird Placido Domingo.


Die Bedeutung der Bayreuther Festspiele

Richard Wagner gilt als einer der bedeutendsten deutschen Komponisten überhaupt. Er wurde 1813 in Leipzig geboren und verstarb 1883 in Venedig. Wagners Werke beeinflussten die europäische Musik des 19. Jahrhunderts maßgeblich: Seine Aufführungen sollten "Gesamtkunstwerke" sein. Deshalb komponierte er zu seinen Stücken nicht nur die Musik, sondern schrieb auch die Texte und eigene Regieanweisungen. Mit der untrennbaren Einheit von Musik und szenischer Darstellung erneuerte er die Oper.

1876 gründete Wagner die Bayreuther Festspiele, auf denen noch heute ausschließlich seine eigenen Werke gespielt werden. Speziell dafür errichtete Wagner das Bayreuther Festspielhaus, das weltweit für seine einzigartige Akustik bekannt ist. Von 1876 bis 1950 fanden die Spiele mit einigen Unterbrechungen statt. Seit 1951 werden sie jährlich aufgeführt.

Nach Wagners Tod im Jahr 1883 übernahm seine Witwe Cosima die Leitung der Festspiele. Seitdem wird die Leitung in der Familie von Generation zu Generation weitergegeben.


Kritik an der Person Richard Wagner

Richard Wagner polarisiert. Auf der einen Seite wird er für seine künstlerische Genialität und sein musikalisches Lebenswerk gefeiert. Nicht umsonst gilt er als einer der bedeutendsten europäischen Komponisten. Auf der anderen Seite wird Wagner gerade wegen seines offensiven Antisemitismus stark kritisiert.

Diese Tatsache wird heute offener thematisiert als früher noch. Im Richard Wagner Museum (Haus Wahnfried) widmet sich eine der Dauerausstellungen der Ideologie Wagners und der innigen Beziehung der Wagner-Familie zum NS-Regime und zu Adolf Hitler selbst.

Auch während der Festspiele wird Wagners Ideologie analysiert und diskutiert: "Diskurs Bayreuth" heißt ein Rahmenprogramm während der Festspielzeit. Bei wissenschaftlichen Vorträgen, Wechselgesprächen und musikalischem Programm wird das Werk Wagners genau unter die Lupe genommen und auch kritisch beleuchtet.
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