Bayreuth
Brand

Bayreuth: Wohnhaus-Brand - Update: Feuerwehr rettet eine Bewohnerin und vier Katzen

In Bayreuth stand heute Nachmittag (3.7.2018) ein Wohnhaus in Flammen. Das Feuer entstand offenbar am Dachstuhl. Die Feuerwehr löschte den Brand, derzeit dauern die Nachlöscharbeiten an. Eine Frau wurde leicht verletzt. Der Schaden beträgt eine Million Euro.
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Feuer in Bayreuth:  Im Stadtgebiet Bayreuth stand heute Nachmittag ein Wohnhaus in Flammen. Die Feuerwehr ist noch immer für Nachlöscharbeiten vor Ort. Eine Frau wurde leicht verletzt. Der Schaden wird auf eine Million Euro geschätzt. Foto: NEWS5 / Holzheimer
Feuer in Bayreuth: Im Stadtgebiet Bayreuth stand heute Nachmittag ein Wohnhaus in Flammen. Die Feuerwehr ist noch immer für Nachlöscharbeiten vor Ort. Eine Frau wurde leicht verletzt. Der Schaden wird auf eine Million Euro geschätzt. Foto: NEWS5 / Holzheimer
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In Bayreuth brannte am Dienstagnachmittag ein Wohnhaus im Stadtgebiet (Bürgerreuther Straße Ecke Goethestraße). Der Dachstuhl stand komplett in Flammen. Dunkle Rauchwolken quollen aus dem Gebäude. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind derzeit noch vor Ort und verrichten Nachlöscharbeiten. Das Feuer ist gegen 15:30 Uhr ausgebrochen. Die Ursache könnten Schweißarbeiten am Dachstuhl des Wohnhauses sein. Eine Frau wurde bei dem Feuer leicht verletzt. Der entstandene Schaden ist mit einer Million Euro enorm, wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtet.

Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit (Stand: 19.30 Uhr) sind die Feuerwehreinsatzkräfte noch mit kleineren Nachlöscharbeiten beschäftigt. Die Straßen um den Brandort sind zum Teil noch gesperrt.


Brand in Bayreuth: Polizei und Feuerwehr evakuierten das Gebäude

Gegen 15.30 Uhr meldeten Passanten über Notruf den Brand im Bereich des Daches des mehrstöckigen Wohnhauses in der Bürgerreuther Straße Ecke Goethestraße. Rasch kam eine große Anzahl Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort. Der Dachstuhl des zurzeit wegen Renovierungsarbeiten eingerüsteten Wohnhauses stand bereits in Vollbrand, wodurch es auch zu einer erheblichen Rauchentwicklung kam. Die rund 50 Bewohner des aus drei zusammengebauten Häusern bestehenden Komplexes waren zum Teil bereits ins Freie geflüchtet. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr brachten weitere Personen rechtzeitig aus den Anwesen in Sicherheit. Zudem sperrten Polizeistreifen den Bereich um den Brandort großräumig ab.

In der Folgezeit gelang es den zeitweise bis zu 100 Feuerwehrkräften, die unter anderem mit drei Fahrzeugen mit Drehleiter vor Ort waren, das Übergreifen der Flammen auf die seitlich angebauten Häuser zu verhindern und den Brand schließlich zu löschen. Die rund 30 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes sowie ein Notarzt kümmerten sich um die Betreuung der Bewohner. Eine Frau kam aufgrund einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Das Technische Hilfswerk Bayreuth war zudem für die erforderlichen Verkehrsmaßnahmen im Einsatz.


Kripo Bayreuth nimmt die Ermittlungen auf

Beamte der Bayreuther Kriminalpolizei nahmen umgehend vor Ort die Ermittlungen auf. Nach bisherigen Erkenntnissen könnten am Nachmittag durchgeführte Schweißarbeiten am Dachstuhl des Wohnhauses im Zusammenhang mit dem Brandausbruch stehen.


Brand-Gebäude nicht mehr bewohnbar

Das stark beschädigte, hauptsächlich betroffene Anwesen des Gebäudekomplexes ist zurzeit nicht mehr bewohnbar. Die Stadt Bayreuth kümmert sich zusammen mit der Wohnungsbau- und Wohnungsfürsorgegesellschaft um die Versorgung und Unterbringung der Bewohner. Die anderen beiden Häuser wurden durch die Flammen nur leicht in Mitleidenschaft gezogen. Einsatzkräfte der Feuerwehr werden im Rahmen der Brandwache auch die nächsten Stunden vor Ort sein.


Einsatzbericht der Feuerwehr Bayreuth


Die Feuerwehr Bayreuth schildert in einer Pressemitteilung den Einsatz in der Bürgerreuther Straße so:
"Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine weithin sichtbare Rauchsäule nahe dem Bahnhof erkennen. Da somit klar war, dass eine Großzahl an Einsatzkräften, insbesondere an Atemschutzträgern, nötig sein wird, wurde die Alarmstufe noch während der Anfahrt erhöht. So rückten neben zahlreichen Einsatzkräften aus dem Bayreuther Stadtgebiet auch die Feuerwehr Bindlach sowie mehrere Schnelleinsatzgruppen des BRK zur Einsatzstelle aus.


Eine Bewohnerin und vier Katzen vor den Flammen gerettet

Sofort nach Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte wurde mit mehreren Atemschutztrupps in das Dachgeschoss vorgedrungen. Der Großteil der Bewohner hatte zu diesem Zeitpunkt das Gebäude aus eigenen Kräften bereits verlassen. Eine Bewohnerin konnte gerade noch rechtzeitig vom ersten Angriffstrupp vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden. Wie auch die restlichen Bewohner, wurde sie dem Rettungsdienst zur Behandlung übergeben. Die Brandbekämpfung wurde unterdessen von außen über drei Drehleitern sowie im Innenangriff über mehrere C-Rohre aufgenommen. Während der Löscharbeiten konnten zudem vier Katzen in Sicherheit gebracht werden.


Nach 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle

Die nachrückenden Einheiten brachten weitere Atemschutztrupps an die Einsatzstelle und erstellten eine Wasserversorgung aus mehreren Hydranten. In Absprache mit den Stadtwerken wurde der Wasserdruck des Hydrantennetz im entsprechenden Stadtbereich erhöht, um die benötigten Wassermengen zu liefern. Nach ca. 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten zogen sich aber noch Stunden hin.


Eine Brandwache bleibt am Abend vor Ort

Zur Verpflegung der Einsatzkräfte mit kühlen Getränken und Essen errichtete das BRK eine Versorgungsstelle. Die ersten Feuerwehrkräfte konnten gegen 19 Uhr aus dem Einsatz herausgelöst werden und wieder zu ihren Standorten zurückkehren. Ab 20.30 Uhr blieb lediglich noch eine kleine Brandwache vor Ort. Während des Einsatzverlaufs wurden über 20 Atemschutztrupps zum Einsatz gebracht, was bei den sommerlichen Temperaturen einen enormen Kraftakt für die eingesetzten Kameradinnen und Kameraden darstellte. Insgesamt waren über 100 Feuerwehrkräfte aus den verschiedenen Abteilungen im Stadtgebiet sowie aus dem Landkreis im Einsatz. Von BRK, THW und Polizei waren weitere 50 Einsatzkräfte vor Ort.


Einsatzstelle war weiträumig abgesperrt

Für die Dauer der Löscharbeiten vor Ort wurde die Einsatzstelle durch die Polizei und das THW weiträumig abgesperrt. Es kam dadurch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um den Bahnhof. Bezüglich der Brandursache hat die Kriminalpolizei Bayreuth ihre Ermittlungen aufgenommen."

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