Bayreuth
Betrug

Polizei warnt vor Telefonanrufen falscher Microsoft-Mitarbeiter

Die Bayreuther Polizei warnt vor Telefonanrufen von falschen Microsoft-Mitarbeitern. Die Betrüger erlangen durch eine Masche Zugriff auf die Rechner von Unwissenden.
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Die Bayreuther Polizei warnt vor falschen Microsoft-Mitarbeitern, die mit Telefonanrufen versuchen, Zugriff auf Computer zu bekommen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa
Die Bayreuther Polizei warnt vor falschen Microsoft-Mitarbeitern, die mit Telefonanrufen versuchen, Zugriff auf Computer zu bekommen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

In Bayreuth treiben Betrüger ihr Unwesen. Die Täter geben sich als Mitarbeiter der Firma Microsoft aus. Damit wollen sie ihre Opfer dazu bringen, ihnen Zugriff auf deren Computer zu gewähren. So gelingt es den Tätern, an das Geld der Angerufenen zu gelangen. Das berichtet die Polizei.

Täter entdecken angebliche Probleme auf Computer - und erlangen so Zugriff auf Rechner

Die meist gebrochen englisch sprechenden Betrüger rufen ahnungslose Bürger an und täuschen am Telefon vor, für die Firma Microsoft tätig zu sein. Unter dem Vorwand, Probleme auf dem Computer festgestellt zu haben, drängen die Täter dazu, ein Programm herunterzuladen, beziehungsweise den Fernzugriff für die Anrufer zu gestatten. Lassen sich die Opfer darauf ein, gelingt es den Betrügern Kontrolle über den Rechner zu erlangen. Anschließend verursachen sie unterschiedliche Fehlermeldungen am Gerät des Opfers oder täuschen sie auf andere Weise über das eigentliche Ziel hinweg.

Eigentliches Ziel: Kredit- oder Bankdaten der Opfer in Erfahrung bringen

Das eigentliche Ziel der Täter ist es, die Angerufenen weiter zu verunsichern und schließlich zu Zahlungen zu bewegen. Hierfür ist auch die Drohung, den Computer zu sperren, keine Seltenheit. Erfahren die Betrüger dann die Bank- oder Kreditkartendaten, haben sie insbesondere über Onlinebanking ungehindert Zugriff auf das Geld ihrer Opfer

Große Anzahl an Betrugsfällen: Kripo Bayreuth ermittelt bereits

Das Fachkommissariat der Kripo Bayreuth ermittelt in einer inzwischen größeren Anzahl derartiger Betrugsfälle, in denen Bürger aus Bayreuth und dem Landkreis Opfer wurden. Durch überzeugendes Auftreten brachten die Täter die Angerufenen dazu, Onlineüberweisungen zu tätigen und außerdem Guthabenkarten zu kaufen. Der entstandene Schaden durch die kriminellen Machenschaften kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Tipps der Beamten: Dazu rät die Polizei

  • Beenden Sie derartige Telefonanrufe sofort. Die Firma Microsoft nimmt auf diese Weise keinen Kontakt mit Kunden auf.
  • Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer keinesfalls Zugriff auf Ihren Rechner, beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.
  • Wurde ein Schadprogramm bereits installiert, sollte der Rechner sofort vom Netz getrennt und möglichst durch einen Experten untersucht werden.
  • Geben Sie niemals unbekannten Personen Ihre Bank- oder Kontodaten oder sonstige Zugangsdaten preis.
  • Bei ungewollten Geldtransaktionen setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung.

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