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Bayreuth: Medientipp April

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Sie nannten ihn Spencer

?Mach schon Platz, ich bin der Landvogt!? Diese und ähnliche Sprüche waren eines seiner Markenzeichen: Bud Spencer, mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersolis. Und genau um dieses Allroundtalent dreht sich der Dokumentarfilm ?Sie nannten ihn Spencer?.

Die Grundstory: Die zwei ungleichen Männer und eingefleischten Bud Spencer Fans Jorgo aus Berlin und Marcus aus Augsburg lernen sich bei einem Spencer/Hill-Festival kennen. Während Jorgo von Geburt an blind ist, reißt Marcus ein schwerer Unfall aus dem Leben. Beiden haben die Filme ihres Idols neuen Mut und Kraft gegeben. Getreu dem Lebensmotto von Spencer (?Futtetenne? = Scheiß drauf) und seiner Mentalität, den Mut zu haben, Träume zu verwirklichen und das Leben in vollen Zügen zu genießen, beschließen beide, dass sie ihrem Idol einmal im Leben gegenüberstehen und sich bei ihm bedanken wollen. Doch wie an den sehr zurückgezogen lebenden Star herankommen?

Es beginnt eine abenteuerliche Reise durch Europa mit allen größeren und kleineren Schwierigkeiten: von der Autopanne über die Hoffnung auf neue Hinweise bis hin zur ständigen Suche nach einer Schlafmöglichkeit. Dabei entwickelt sich eine enge Freundschaft, die geprägt ist von Zusammenhalt, dem gemeinsamem Traum, aber auch einer gehörigen Portion Humor und gegenseitigem Aufziehen. Auf ihrer Reise treffen sie auf immer mehr Schauspielkollegen und Wegbegleiter ihres Idols. Diese geben ihnen zum Teil sehr private Einblicke in die Zeit der Filme und berichten von ihren Erlebnissen.

Diese außergewöhnliche Dokumentation über einen der facettenreichsten Schauspieler unserer Zeit vereint Freundschaft, Fankultur, Slapstick, Liebe zum Detail und den Mut seine Träume wahr werden zu lassen. Die Geschichte von Jorgo und Marcus ist warmherzig, liebevoll und zugleich voller witziger Einspielungen, Kommentare und zeigt die Person hinter Bud Spencer in allen seinen Eigenheiten. Die eingeschobenen Filmausschnitte, die verwendete Musik und die im Deutschen durch viele bekannte Synchronsprecher (u.a. der Stimme von Terence Hill als allgemeiner Erzähler) machen das Pionierprojekt im Bereich Crowdfunding/Crowdsourcing und crossmedialer Filmproduktion zu einem Highlight. Nicht nur ein Muss für Fans!

Bibliographische Angaben:

  • Titel: Sie nannten ihn Spencer 
  • Filmregisseur und Drehbuchautor: Karl-Martin Pold
  • Kamera: Serafin Spitzer [u.a.]
  • Schauspieler: Marcus Zölch, Jorgo Papasoglou, Bud Spencer [u.a.]
  • Verlag: [Berlin], Neue Visionen Medien, 2017
  • Laufzeit: 123 Minuten
  • FSK: ab 12 freigegeben
  • Standort: Syk Spencer B Sien

Sie finden die DVD im Untergeschoss, Bereich Film, hinter den regulären DVDs bei den Einzelbiografien unter der Kategorie ?Syk?.

Diese Empfehlung wurde für Sie von unserer Germanistin Steffi Schreiner geschrieben.

Alle älteren Medientipps finden Sie in unserem Medientipp-Archiv.

Bud Spencer als Silhoutte und 2 Männer davor samt Auto


Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Bayreuth
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