Bayreuth
Mordprozess

Oberfranken: Mann (38) soll Jobcenter gestürmt und drei Mitarbeiter mit Messer attackiert haben

Am Dienstagmorgen ist in Bayreuth ein Mordprozess gegen einen 38-Jährigen gestartet. Dem Mann wird vorgeworfen, im März das Jobcenter gestürmt und dann drei Mitarbeiter mit einem Messer verletzt zu haben.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nach einem Messerangriff im Bayreuther Jobcenter hat am Dienstag der Mordprozess begonnen. Foto: NEWS5 / Merzbach
Nach einem Messerangriff im Bayreuther Jobcenter hat am Dienstag der Mordprozess begonnen. Foto: NEWS5 / Merzbach

Mordprozess nach Angriff in Bayreuther Jobcenter gestartet: Im Mordprozess um einen Messerangriff auf drei Mitarbeiter eines Jobcenters in Bayreuth hat das Landgericht die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Ein öffentliche Verhandlung wäre für den Angeklagten eine zu "starke persönliche Belastung", sagte der Richter zu Prozessauftakt am Dienstag (3.12.2019). Er folgte damit einem Antrag der Verteidigung.

Vorwurf: Versuchter Mord sowie versuchter Totschlag in zwei Fällen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 38-Jährigen versuchten Mord in einem Fall und versuchten Totschlag in zwei Fällen vor. Er soll vergangenen März in das Jobcenter gestürmt sein. Mit einem Messer habe er unvermittelt auf einen Mitarbeiter eingestochen, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Die Diskussion um ein Verbot von privaten Feuerwerken an Silvester erhitzt zurzeit die Gemüter. Was es zu beachten gibt, welche Meinungen überwiegen und wo Sie in Franken böllern dürfen, erfahren Sie hier.

Als zwei Kollegen helfen wollten, habe der Angeklagte auch sie mit einem Messer angegriffen. Die Opfer erlitten den Angaben nach mehrere Schnitt- und Stichverletzungen.

Der Angeklagte war mehrfach nicht seinen Verpflichtungen gegenüber dem Jobcenter nachgekommen, wie die Ermittler im Zuge seiner Festnahme mitteilten. Daher habe ihm die Behörde die Leistungen gekürzt.

Richter: Im Krankenhaus verletzte er auch drei Menschen

Nach Angaben des Gerichts kommt eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung in Betracht. Schon seit seiner Festnahme sei der Deutsche in einem Bezirkskrankenhaus. Vergangene Woche habe er dort eine Krankenschwester, einen Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes und einen anderen Patienten verletzt, so der Richter. Der Angriff zeige die psychische Belastung des Angeklagten.

Das Gericht setzte sechs Verhandlungstermine bis Mitte Dezember an. Die Urteilsverkündung am 16. Dezember ist öffentlich.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.