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Bayreuth
Pandemie

Coronavirus-Test im „Drive Through“ – hier gehen zwei Stationen in Betrieb

Im Raum Bayreuth werden zwei Coronavirus-Teststationen eröffnet, teilt das Landratsamt am Freitag mit. Bayreuther Bürger, die befürchten, infiziert zu sein, können zum „Drive Through“ fahren – allerdings nur nach Rücksprache mit dem Hausarzt oder der Kassenärztlichen Vereinigung.
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Stadt und Landkreis Hof richten "Drive-in" für Corona-Tests ein
Corona-Test im Auto: In Bayreuth sowie in Pegnitz gibt es bald „Drive Through“-Stationen; hier eine bereits laufende Teststation in Hof. Foto: NEWS5/Fricke Foto: NEWS5 / Fricke (NEWS5)

 

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  • Corona-Test: Teststationen eröffnen in Pegnitz und Bayreuth
  • Aktuell 157 Infizierte und zwei Tote (Stand: 27.03.2020) im Raum Bayreuth
  • Corona-Fall in der Stadtverwaltung
  • Stadt Bayreuth richtet Bürgertelefon ein
  • Klinikum Bayreuth erklärt grundsätzliches Besuchsverbot

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen aktualisieren wir die Fallzahlen nicht mehr mehrmals am Tag. Daher kann es vorkommen, dass die letzten Zahlen ein oder zwei Tage alt sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 27.03.2020, 17.04 Uhr: Zwei Corona-Teststationen eröffnen im Raum Bayreuth

Coronavirus-Tests in Pegnitz und Bayreuth: In Bayreuth (Gaststätte Oberfrankenhalle) sowie in Pegnitz (Berufsfachschule der Hotelfachschule) eröffnen am Montag (30.03.2020) jeweils eine „Drive-Through“-Teststation, erklären die Stadt und das Landratsamt. Beide Stationen sind von Montag bis Freitag von 13 bis 16 Uhr besetzt. Bis Freitag (27.03.2020) hat das Landratsamt 157 Infizierte im Raum Bayreuth registriert.

An der zentralen Teststelle werden ausschließlich Personen getestet, die im dringenden Verdacht stehen, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, und durch die und der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) vorab dort angemeldet wurden. 

Corona-Test nur nach Rücksprache möglich

Das Landratsamt Bayreuth appelliert nachdrücklich an die Bürger, nicht auf eigene Faust die Teststelle aufzusuchen. Prophylaktische Abstriche werden dort nicht genommen.

Bei Verdacht einer Infektion mit dem neuen Coronavirus wird empfohlen, sich zunächst telefonisch, keinesfalls persönlich, mit dem Hausarzt oder dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) in Verbindung zu setzen. Wenn seitens der Ärzte ein medizinisch begründeter Corona-Verdacht festgestellt wird, erfolgt eine Anmeldung der zu testenden Person bei der zentralen Teststelle. Dort selbst wird keine Untersuchung, sondern nur ein Abstrich aus dem Mundbereich vorgenommen. Die betroffenen Personen werden rechtzeitig vorher über ihren Termin bei der Teststation informiert. Wer daraufhin die Teststelle aufsucht, muss seine Krankenversicherungskarte vorzeigen.

Personen, die einen Termin erhalten haben, werden gebeten, sich mit ihrem Fahrzeug dorthin zu begeben. Die Abstriche werden dann über das geöffnete Autofenster entnommen.

Update vom 27.03.2020, 11.40 Uhr: Corona-Fall in der Stadtverwaltung

In einer kleinen Dienststelle der Stadtverwaltung Bayreuth ist eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden.
"In diesem Zusammenhang erscheint der Hinweis wichtig, dass sich die Kollegin seit 23.03.2020 zu Hause befindet und deshalb seit dieser Zeit keinen rathausinternen Kontakt hatte", heißt es vonseiten der Pressestelle der Stadt Bayreuth. 

Die Referate und Dienststellen werden dringend gebeten, die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln untereinander zu beachten. Des Weiteren erhielten die Referate und Dienststellen den Rat, persönliche Termine mit Bürgern auf das unbedingt Erforderliche zu beschränken.

Update vom 26.03.2020, 16.30 Uhr: Über 130 Coronavirus-Infizierte in und um Bayreuth

Die Zahl der vom Coronavirus Infizierten in der Region Bayreuth nimmt weiter zu: Mittlerweile sind 138 Menschen betroffen, wie das Landratsamt mitteilt. Sechs davon stammen allerdings nicht aus der Region, sondern aus Nachbarlandkreisen oder anderen Bundesländern, halten sich jedoch in Bayreuth auf.

Im Krankenhaus werden derzeit 17 Betroffene behandelt. Zudem befindet sich das Personal von sechs Hausarztpraxen aktuell in Quarantäne. 

Die Planungen für zwei Teststationen in Bayreuth und in Pegnitz laufen auf Hochtouren. 

Update vom 26.03.2020, 10.55 Uhr: 14 neue Corona-Erkrankte im Raum Bayreuth

Das Coronavirus breitet sich im Raum Bayreuth weiter aus, teilt das Landratsamt mit. Die Behörden haben bisher 79 registrierte Fälle. Zwei Infizierte sind bisher verstorben. 15 Erkrankte müssen derzeit im Krankenhaus behandelt werden, 7 davon intensivpflichtig.

Das Personal von fünf Hausarztpraxen befindet sich weiter in häuslicher Quarantäne. Bisher konnten bereits acht Personen die 14-tägige häusliche Quarantäne wieder verlassen.

Update vom 25.03.2020, 12 Uhr: Maisel's Weissbierfest und Funrun abgesagt

Am Mittwochvormittag (24. März 2020) hat die Brauerei Maisel die Nachricht verkündet, dass das traditionelle Maisel's Weissbierfest in diesem Jahr leider ausfallen muss. "Schweren Herzens haben wir uns aufgrund der aktuellen Situation dazu entschieden, das diesjährige Maisel’s Weissbierfest vom 14. bis 17. Mai 2020 nicht stattfinden zu lassen", heißt es auf der Facebook-Seite der Brauerei. Auch der Funrun, der jedes Jahr am Weissbierfest-Sonntag stattfindet, ist in diesem Jahr abgesagt. 

Es wäre das 33. Fest seiner Art gewesen. Doch aufgrund der Corona-Krise mussten die Verantwortlichen den Schritt der Absage wählen. Wie in den vergangenen Jahren, hätte es auch in diesem Jahr wieder einige international bekannte Musikacts gegeben. Im Gespräch mit inFranken.de betont Brauerei-Chef Jeff Maisel, wie schwierig es jedes Jahr aufs Neue ist, die Künstler geheim zu halten. Jetzt muss Jeff Maisel sogar noch ein Jahr länger damit warten, die Künstler endlich Preis zu geben. Derzeit steht der Chef der Traditionsbrauerei in Verhandlungen mit den Künstlern für einen Auftritt im kommenden Jahr.

Denn: Das Weissbierfest findet 2020 definitiv nicht mehr statt. "Das Fest auf die nahe Zukunft zu verschieben, war keine Option für uns", sagt Jeff Maisel. In der aktuellen Situation könne man nicht in fröhliche Vorbereitungen gehen, um ein Fest zu planen, erklärte Maisel. "Das ist eine sehr kritische Situation für uns und die ganze Welt."

Der Maisel's Funrun, der eigentlich am Weissbierfest-Sonntag stattgefunden hätte, muss ebenfalls entfallen. Rund 3500 Teilnehmer hatten sich bereits angemeldet. Jedes Jahr sind die Startplätze schnell "ausverkauft". Über die Rückerstattung der Startgebühren machen sich die Verantwortlichen aktuell Gedanken. Die Teilnehmer sollen in den kommenden Tagen informiert werden. 

 

Update vom 24.03.2020, 17.17 Uhr: Bürgertelefon wird eingerichtet

Die Stadt Bayreuth bietet ab Mittwoch, 25. März, ein Bürgertelefon zur aktuellen Corona-Krise an. Es steht unter der Telefonnummer 0921/2525 montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12.30 Uhr zur Verfügung. Über das Bürgertelefon beantwortet die Stadt Fragen zu den von der Bayerischen Staatsregierung angeordneten Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Betrieben und Unternehmen.

Es werden keine medizinischen Fragen beziehungsweise Auskünfte oder Empfehlungen erteilt. Hierfür ist weiterhin der jeweilige Hausarzt, der ärztliche Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) oder das staatliche Gesundheitsamt zuständig.

Update vom 24.03.2020, 14.33 Uhr: Abfall von Corona-Patienten nicht in Bio-Tonne werfen

Schutzmaßnahmen für Müllmänner: Haushalte mit COVID-19-Patienten sollen ihren Abfall nicht mehr auf die herkömmliche Weise entsorgen, betont das Landratsamt Bayreuth. Müll, der möglicherweise mit Coronaviren kontaminiert ist, soll über den Restmüll entsorgt werden. Dazu zählen beispielsweise: Taschentücher, Mund-Nasen-Schutz sowie Hygieneartikel.

Der Abfall soll in verschlossenen Behältern im Haus gesammelt werden und dann in Tüten sicher verschlossen in der Restmülltonne landen. In der Müllverbrennung werden die Coronaviren dann bei rund 1000 Grad zerstört.

Für diese Haushalte gilt: Im Zweifelsfall alle mit Sekreten in Berührung gekommenen Abfälle über den Restmüll entsorgen. In Bio-, Papier und Gelben Tonnen haben diese Abfälle nichts verloren, betont das Landratsamt.

Mit dieser Maßnahme sollen die Müllwerker geschützt werden. Zudem wird gebeten, mindestens 1,5 Meter Abstand zu den Mitarbeitern zu halten. Alle übrigen Haushalte entsorgen ihren Abfall wie bisher, auch um die Müllverbrennungsanlage nicht unnötig zu belasten.

Update vom 24.03.2020, 10.46 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Kraft - Videobotschaft von OB Merk-Erbe

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, gelten inzwischen auch in der Stadt Bayreuth weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe wendet sich vor diesem Hintergrund in einer weiteren Video-Botschaft an die Bevölkerung. „Ich bitte Sie alle nochmals dringend die Vorschriften und Hinweise zu beherzigen. Unsere Situation ist über alle Maßen schwierig und um erfolgreich zu sein, ist unser aller Vernunft und Akzeptanz der Maßnahmen gefragt“ so Merk-Erbe.

Das Video und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Stadt Bayreuth.

Update vom 20.03.2020, 16:30 Uhr: Acht neue Infizierte im Raum Bayreuth

In Stadt und Landkreis Bayreuth sind seit gestern acht weitere Coronavirus-Fälle nachgewiesen worden. Damit steigt die Zahl der bisher mit dem Virus infizierten Personen auf 26. Bei fünf der positiv getesteten Personen ist die Inkubationszeit abgelaufen und der Erreger inzwischen nicht mehr nachweisbar. Alle infizierten Personen sind Erwachsene zwischen 22 und 58 Jahren.

Update vom 19.03.2020, 17.30 Uhr: Klinikum Bayreuth erklärt grundsätzliches Besuchsverbot

Das Bayreuther Klinikum hat weitere Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus getroffen. Fortan gilt im Krankenhaus ein generelles Besuchsverbot. Auch die Klinik Hohe Warte ist davon betroffen. Seit Donnerstag (19.03.2020) um 15 Uhr sind grundsätzlich keine Besuche in den beiden Betriebsstätten Klinikum Bayreuth und Klinik Hohe Warte mehr möglich. „Wir schützen damit unsere Patientinnen und Patienten“, sagt der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Thomas Rupprecht. „Und wir tun dies auch, um selbst gesund und handlungsfähig zu bleiben.“ 

Laut Pressemitteilung ist der Zugang zu den beiden Betriebsstätten der Klinikum Bayreuth GmbH inzwischen eingeschränkt. Personen, die nicht bei der Klinikum Bayreuth GmbH beschäftigt sind, stehen am Klinikum ausschließlich der Haupteingang und der Eingang zur Kinderklinik offen. An der Klinik Hohe Warte ist ausschließlich der Haupteingang geöffnet. Die Notaufnahmen der beiden Häuser bleiben geöffnet. Nur Patienten in akuten Notlagen seien hier richtig, so die Klinikum Bayreuth GmbH weiter. Vorsorgliche Corona-Tests würden indes nicht angeboten.

Von dem Besuchsverbot, das Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens überwachen, sind Angehörige schwerstkranker Patienten, Eltern von Kindern, Väter oder Partner von Frauen, die entbinden oder gerade entbunden haben, ausgenommen. Ausgenommen sind auch Patientinnen und Patienten, die einen vereinbarten Termin in einer Klinik oder einem Medizinischen Versorgungszentrum der Klinikum Bayreuth GmbH wahrnehmen.

Update vom 18.03.2020, 13.30 Uhr: "Wir spielen mit dem Leben" - Oberbürgermeisterin mit dringender Bitte

Die Oberbürgermeisterin von Bayreuth hat ihr absolutes Unverständnis ausgedrückt, wenn Bürger die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht ernst nehmen. Darüber berichtet die Deutsche Presseagentur. „Wir spielen mit dem Leben von Menschen“, betonte Brigitte Merk-Erbe (FW/BG) in einer eindringlichen Videobotschaft am Mittwoch. Das Gesundheitssystem drohe ohne die Maßnahmen zusammenzubrechen. 

„Ich möchte Sie alle dringend bitten: Bleiben Sie, wenn es irgend möglich ist, zuhause“, sagte die Oberbürgermeisterin mit Nachdruck. Auf jeden Besuch solle verzichtet werden. „Achten Sie auf Ihre Kinder und erläutern Sie Ihnen auch kindgerecht die notwendigen Maßnahmen.“

„Unsere Situation ist bedrohlich“, hieß es weiter. Sie dulde keine Leichtfertigkeit. Die Stadtverwaltung arbeite daran, dass niemand allein gelassen werde. 

Um die „über alle Maßen problematische Situation“ zu bewältigen, werde sie auf Wahlkampf verzichten. In der Stichwahl am 29. März tritt die amtierende Oberbürgermeisterin gegen den langjährigen zweiten Bürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) an.

Update vom 18.03.2020, 12 Uhr: Weitere Coronavirus-Fälle in Stadt und Landkreis Bayreuth

Neben der medizinischen Fachangestellten des MedCenters Bayreuth gibt es weitere Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Positiv getestet wurden ein 47-Jähriger Mann aus Pegnitz und ein 46-Jähriger Bayreuther. Beide hatten sich in Südtirol aufgehalten. Die Männer zeigen keine Krankheitssymptome. Eine 41-Jährige aus Pottenstein ist ebenfalls an dem Virus erkrankt. Die Frau zeigt leichte Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Damit haben sich insgesamt zwölf Personen im Raum Bayreuth mit dem Virus infiziert.

Update vom 18.03.2020: Alle Ärzte im MedCenter in Quarantäne 

Das MedCenter für Orthopädie und Chirurgie kann keine Patienten mehr behandeln . An "zentraler Stelle" hat sich eine dort tätige Person mit dem Coronavirus infiziert, sodass alle Kontaktpersonen nun in Quarantäne gehen müssen. Dies betrifft laut MedCenter auch alle tätigen Ärzte des MedCenters, so dass an allen Standorten (Bayreuth, Hof, Pegnitz, Kemnath) keinerlei Behandlung mehr möglich ist. Die Quarantäne-Anordnung entspricht laut Mitteilung einer faktischen Betriebsschließung.

Die Anordnung gilt für mindestens 14 Tage. Das MedCenter bleibt an allen Standorten telefonisch erreichbar und wird durch nicht betroffenes Personal auch besetzt. Das MedCenter schreibt weiterhin: "Durch einen glücklichen Umstand sind nur 41 Patienten unter den Kontaktpersonen, die jetzt umgehend informiert werden. Es ist hier von keinem hohen Ansteckungsrisiko auszugehen."

Update vom 17.03.2020: Stadtkirche lädt zum stillen Gebet ein - Gottesdienste entfallen

Aufgrund der staatlichen Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus in Bayern entfallen bis auf Weiteres sämtliche Veranstaltungen der Stadtkirchengemeinde Bayreuth. Darunter fallen Gottesdienste, Andachten, Konzerte und Gruppensitzungen.

"Mit großem Bedauern aber auch mit einer bewussten Verantwortung in unserer Stadt setzen wir diese Maßnahmen ab sofort um. Unsere Stadtkirche ist täglich von 9 bis 18 Uhr für ein stilles Gebet und das Anzünden einer Kerze geöffnet. Bitte beachten Sie die allgemein gebotenen Schutzregelungen aus eigenem Interesse und aus Rücksicht auf besonders gefährdete Mitmenschen", hieß es in einer Pressemitteilung der Stadtkirche Bayreuth vom Dienstag (17.03.2020)

Update vom 15.03.2020, 18.45 Uhr: Mann im Bayreuther Klinikum infiziert

In Bayreuth gibt es eine neue Infektion mit dem Coronavirus: Betroffen ist ein Mann, der aktuell leicht Symptome zeigt. Laut Angaben des Bayreuther Klinikums handelt es sich um einen Patienten. Damit sind jetzt insgesamt sechs Personen aus dem Landkreis Bayreuth positiv getestet.

 

"Es besteht sicherlich Anlass zur Vorsicht und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Situation. Aber es gibt nach wie vor keinen Anlass zur Beunruhigung", erklärt Thomas Rupprecht, ärztlicher Direkt am Klinikum. Die Klinik ruft dazu auf, Besuche einzuschränken: "Ein Besucher pro Patient und Tag - für eine Stunde", heißt es von Seiten des Krankenhauses.

Update vom 13.03.2020, 14,45 Uhr: Stadt verbietet alle Veranstaltungen

Nachdem der Freistaat Bayern die Schließung sämtlicher Schulen und Kindertagesstätten mit Blick auf die Bekämpfung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) angeordnet hat, sieht sich auch die Stadt Bayreuth nach eigener Aussage in der Pflicht, weitere Maßnahmen zu ergreifen. So werden unter anderem sämtliche städtische Einrichtungen ab Montag, 16. März, bis voraussichtlich einschließlich 19. April geschlossen.

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Dazu zählen zum Beispiel das RW21 inklusive Stadtbibliothek und Volkshochschule, die städtische Musikschule, die Bürgerbegegnungsstätte, die Museen in der Stadt Bayreuth, die städtischen Sportstätten inklusive städtischem Eisstadion sowie das vereinseigene SVB-Hallenbad. Nach Auskunft von Dr. Roland Dietrich, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Bayreuth, werden die Lohengrin Therme und das Stadtbad ebenfalls geschlossen.

"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", sagt Jürgen Bayer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bayreuth. Dennoch wirbt er um Verständnis für den Schritt, "da der Gesundheitsschutz oberste Priorität für uns hat." Wann Lohengrin Therme und Stadtbad wieder öffnen können, ist abhängig von der weiteren Entwicklung.

Darüber hinaus wird die Stadtverwaltung noch am heutigen Freitag eine Allgemeinverfügung erlassen, die alle öffentlichen Veranstaltungen - unabhängig von der Anzahl der Besucherinnen und Besucher - ab Montag, 16. März, untersagt. Die Gotteshäuser sind von dieser Allgemeinverfügung nicht betroffen.

"Ich bin überzeugt davon, dass die Menschen in unserer Stadt das Maßnahmenpaket akzeptieren. In einer Situation wie dieser ist großer gesellschaftlicher Zusammenhalt gefordert. Die Menschen in unserer Stadt haben bei vielen ganz unterschiedlichen Herausforderungen immer wieder gezeigt, dass sie gemeinsam auch schwierigste Aufgaben bewältigen können", so Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe.

Update vom 13.03.2020, 11.06 Uhr: Fabrik Bayreuth stellt Club-Betrieb ein

Wegen der aktuellen Gefahr, die von dem Coronavirus ausgeht, stellt die Fabrik Bayreuth bis auf Weiteres ihren Betrieb ein. Das teilt der Geschäftsführer Ahmad Kord Bacheh über Facebook mit.

Mit dieser Maßnahme will der Geschäftsführer die Gesundheit seiner Mitarbeiter, der Gäste sowie der Künstler schützen. "Der ein oder andere mag denken, dass diese Vorsichtsmaßnahme übertrieben und unnötig scheint, denn gerade bei jüngeren Menschen verläuft die Krankheit nach einer Infektion eher undramatisch und milde. Selbiges kann man jedoch nicht für ältere und gesundheitlich weniger fitte Menschen sagen", erklärt er.

Deshalb sei es jetzt gerade wichtig, die Ausbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen und damit eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. "Und an diesem Punkt sind wir alle gefragt, zusammenzuhalten, rational zu handeln und größere Menschenmengen zu meiden, ohne dabei in Panik zu verfallen und sich zu Hause zu verschanzen", erklärt der Geschäftsführer. "Wir, die Fabrik Bayreuth, sehen uns in der Verantwortung, Vorsicht statt Nachsicht walten zu lassen und schließen den Clubbetrieb vorübergehend."

Die Fabrik Bayreuth stehe in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt Bayreuth. "Wir hoffen, dass wir uns schon bald mit positiveren Neuigkeiten bei euch melden können und wünschen euch bis dahin vor allem eins: Gesundheit."

Landkreis Bayreuth untersagt Großveranstaltungen

Von Freitag (13.03.2020) bis einschließlich Sonntag (19.04.2020) verbietet der Landkreis Bayreuth alle Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern. Das soll dabei helfen, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

 

 

Update vom 12.03.2020, 11.15 Uhr: Basketball-Weltverband setzt ab Freitag alle Wettbewerbe aus - Medi Bayreuth betroffen

Der Basketball-Weltverband (FIBA) hat entschieden, aufgrund der Coronavirus-Pandemie ab Freitag (13. März 2020) alle Wettbewerbe bis auf Weiteres zu unterbrechen. Von der Entscheidung betroffen sind unter anderem die Champions League und der FIBA Europe Cup, in dem sich Bundesligist medi Bayreuth erst am Mittwochabend für das Halbfinale qualifiziert hatte.

Update vom 11.03.2020, 21.30 Uhr: Medi Bayreuth feiert größten Erfolg auf europäischer Ebene ohne Publikum

Vor leeren Rängen haben die Basketballer von medi Bayreuth ihren größten Erfolg auf europäischer Ebene eingefahren. Durch den 100:87-Heimerfolg im Rückspiel gegen den rumänischen Pokalsieger U-BT Cluj-Napoca stehen die Oberfranken im Halbfinale des FIBA Europe Cups. Das Hinspiel hatte Bayreuth noch mit 82:83 verloren.

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus und des ausgesprochenen Verbots von Großveranstaltungen der bayerischen Staatsregierung fand das Duell in der Oberfrankenhalle am Mittwochabend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das störte Bayreuth allerdings nicht. Nach einem starken Auftakt fiel die Entscheidung im dritten Viertel, als die Gastgeber einen 46:48-Halbzeitrückstand drehten. Zeitweise lagen sie mit 16 Punkten Vorsprung in Führung (79:63/29.). Im Schlussviertel kam Cluj noch einmal heran, die Wende gelang den Gästen jedoch nicht mehr.

Bester Werfer war Darryl Leon Peak Jr. mit 23 Punkte. Für die Hausherren legten Andreas Seiferth, Nate Linhart und James Woodard jeweils 15 Punkte auf. In der Runde der besten vier Mannschaften trifft der Bundesligist auf den türkischen Vertreter Pinar Karsiyaka.

Update vom 11.03.2020, 15.00 Uhr: Alle Lehrveranstaltungen an der Uni Bayreuth abgesagt

"Alle Lehrveranstaltungen der Universität Bayreuth entfallen", heißt es in einem Statement der Bayreuther Universität. Davon betroffen sind auch Prüfungen. Die Universitätsleitung will anstehende Examina und Prüfungen verschieben: Hintergrund dieser Maßnahme ist eine Anordnung des Wissenschaftsministeriums. Bis voraussichtlich 20. März 2020 wird der Betrieb an allen bayerischen Universitäten eingestellt.

Davon nicht betroffen sind die Universitätsverwaltung und die Bibliothek. Die Universität betont, dass es aktuell keinen Coronavirus-Fall auf dem Campus gibt.

Update vom 10.03.2020, 20.30 Uhr: Geisterspiel für Medi Bayreuth

Medi Bayreuth wird sein Heimspiel gegen U-BT Cluj-Napoca im "FIBA Europe Cup" unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten. Das gab der Verein am Dienstagabend bekannt.

Erstmals kann sich der Basketball-Bundesligist für das Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs qualifizieren. Das Hinspiel in Rumänien endete für die Oberfranken mit einer knappen Niederlage. "Wir hätten unserem Team in diesem Spiel natürlich die volle Unterstützung durch unsere Fans gewünscht. Genau dafür haben wir schließlich in der zweiten Gruppenphase Spiel für Spiel auch gekämpft", sagt Bayreuths Geschäftsführer Björn Albrecht.

Hintergrund des Geisterspiels ist das von der bayerischen Staatsregierung verhängte Verbot für Großveranstaltungen. Konkret geht es dabei um Events, an denen mehr als 1000 Menschen teilnehmen.

Update vom 10.03.2020, 16.30 Uhr: Keine Großveranstaltungen in Bayreuth

Da der bayerische Landtag am Dienstag (10. März 2020) entschieden hat, alle Großveranstaltungen in Bayern vorerst zu untersagen, finden auch in Bayreuth keine Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern statt. Deshalb finden folgende Events nicht statt:

  • Bayreuther Frühlingsfest
  • Verkaufsoffener Sonntag "Autofühling"
  • Gewerbliche Messen in der "Oberfrankenhalle"
  • "Große Bayreuther Partynacht"

 

Sportveranstaltungen im Fußball, Basketball oder Eishockey müssen als Geisterspiele ausgetragen werden.

Update vom 09.03.2020, 18.10 Uhr: Weitere Frau infiziert - weitere Schule geschlossen

Eine Lehrerin der Grund- und Mittelschule Eckersdorf im Landkreis Bayreuth hat sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Frau hielt sich zuletzt in einer später zum Risikogebiet erklärten Region auf, wie das Landratsamt am Montag mitteilt. Die Lehrerin zeigt "leichtere Krankheitssymptome, die einen häuslichen Aufenthalt ermöglichen", heißt es in der Mitteilung. Für direkte Kontaktpersonen wurde häusliche Quarantäne angeordnet.

Die Grund- und Mittelschule in Eckersdorf wurde in der Folge vorübergehend geschlossen. Im Landkreis Bayreuth ist das mittlerweile die dritte vorsorgliche Schulschließung. Einen Überblick über alle Schulen in Franken sehen Sie hier. Darüber hinaus wurden auch die Kindertagesstätten in Kirchenbirkig, Elbersberg und Pottenstein in Absprache mit den Schulbehörden und Trägern bis auf weiteres geschlossen. In der Zwischenzeit werden die Einrichtungen gereinigt und desinfiziert, um eine Ansteckungsgefahr auszuschließen.

Update vom 08.03.2020, 18.01 Uhr: Familienvater aus Pegnitz mit Coronavirus infiziert

Nach einem Skiurlaub in Südtirol wurde ein Familienvater aus Pegnitz (Kreis Bayreuth) positiv auf SARS-CoV-2 getestet. In der Faschingswoche war der Mann mit seiner Frau und den vier Kindern in den Urlaub nach Italien gefahren.

 

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Mit milden Symptomen ging der Vater am Freitag zum Arzt. Dort wurde bei ihm das Coronavirus nachgewiesen, inzwischen weist der Mann keine Krankheitssymptome mehr auf. Seine Ehefrau zeigt ebenfalls keine Symptome.

Ehefrau des Erkrankten ist Lehrerin an Grund- und Mittelschule

Allerdings arbeitete die Frau nach dem Skitrip als Lehrerin an der Grund- und Mittelschule Pottenstein und ihr Mann nahm an einem Elternabend der Realschule Pegnitz teil und hatte dort auch Kontakt mit Lehrern. Daher hat das Bayreuther Gesundheitsamt nun entschieden, dass beide Schulen vorerst geschlossen bleiben. Im Kreis Hof besuchte eine infizierte Mutter ebenfalls ein Elterngespräch - die entsprechende Schule bleibt am Montag (09.03.2020) auch geschlossen.

Alle Teilnehmer am Elternabend in der Realschule Pegnitz sind aufgefordert, die 14-tägige häusliche Quarantäne einzuhalten, erklärt das Landratsamt. In den kommenden Tagen werden alle Teilnehmer vom Gesundheitsamt Bayreuth zuhause auf das Virus getestet.

Infizierter war auf Wahlkampfveranstaltung - Gaststätte muss schließen

Wie inzwischen bekannt wurde, hatte die positiv getestete Person am letzten Donnerstagabend auch an einer Wahlveranstaltung der Pegnitzer Gemeinschaft in der Gaststätte Gebhardt im Pegnitzer Ortsteil Buchau teilgenommen. Sofort nach Bekanntwerden des neuen Falls hat Wolfgang Nierhoff von der Pegnitzer Gemeinschaft die Gesundheitsbehörden bei der Ermittlung der Besucher der Wahlveranstaltung unterstützt und begonnen diese zu informieren. Die Gaststätte bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Die Besucher der Wahlveranstaltung werden aufgefordert, in häuslicher Quarantäne zu bleiben und sich beim Landratsamt Bayreuth, Fachbereich Gesundheitswesen unter der Telefonnummer 0921 / 728 229 (ab 09.03.2020 Vormittag) zu melden. Alle direkten Kontaktpersonen werden in den nächsten Tagen vom Gesundheitsamt kontaktiert und einer Testung unterzogen.

Update vom 06.03.2020, 12.15 Uhr: Coronavirus-Verdacht - Kita wartet auf Testergebnis von Mitarbeiterin

Die zwei positiv getesteten Coronavirus-Infizierten aus Goldkronach (Landkreis Bayreuth) weisen derzeit keine Krankheitssymptome auf. Dies teilte das Landratsamt Bayreuth am Freitagvormittag (6. März 2020) mit. Auch im Umfeld aller bisher getesteten Kontaktpersonen konnte das Virus bislang nicht nachgewiesen werden.

In der vorsichtshalber geschlossenen Kindertagesstätte in Goldkronach liegt inzwischen ein unauffälliges Testergebnis einer Angestellten vor. Von einer weiteren Mitarbeiterin wird das Ergebnis am Wochenende erwartet. Die Entscheidung, wann die Kindertagesstätte wieder geöffnet wird, hängt vom Ergebnis dieses Tests ab.

Die Mitarbeiter der Hausarztpraxis Dr. med. Klinkisch in Goldkronach, in der die beiden später positiv getesteten Personen behandelt wurden, weisen ebenfalls ein unauffälliges Testergebnis auf. Für eine Wiedereröffnung der Arztpraxis ist zunächst allerdings die zweiwöchige Inkubationszeit abzuwarten, wie das Landratsamt Bayreuth mitteilte.

Mit Ausnahme der beiden bereits bekannten Patienten wurde das Coronavirus bisher bei keinen weiteren Personen im Landkreis Bayreuth nachgewiesen.

Update vom 05.03.2020, 17.50 Uhr: Arztpraxis-Team aus Goldkronach wird negativ auf Corona getestet

Weil bei zwei Patienten das Coronavirus nachgewiesen worden war, musste die Arztpraxis von Dr. Matthias Klinkisch in Goldkronach vorübergehend schließen. Es war unklar, ob sie auch das Personal mit Corona angesteckt hatte.

Am Donnerstag (05.03.2020) erhielt das Team nun ein erstes Ergebnis, berichtete Dr. Matthias Klinkisch dem Nordbayerischen Kurier. Demnach sei das Arztpraxis-Team nicht mit dem Coronavirus infiziert. Im Hinblick auf die Inkubationszeit bleibe die Praxis aber bis zum Freitag, 13.03.2020, geschlossen. Vor der Wiedereröffnung soll das Team erneut getestet werden.

Wegen der Engpässe an Desinfektionsmitteln stellt indes eine Bayreuther Apotheke selbst Desinfektionsmittel her.

Update vom 04.03.2020, 10.45 Uhr: Große Nachfrage nach selbsthergestelltem Desinfektionsmittel

Die Desinfektionsmittelproduktion aus Bayreuth geht weiter. Insgesamt vier Apotheken versorgt die Bayreuther "Rathaus Apotheke" mit ihrem selbst hergestellten Desinfektionsmittel. Wie die Apotheke gegenüber inFranken.de mitteilte, sei die Nachfrage nach dem Hygieneprodukt deutlich höher als erwartet, sodass auch die selbsthergestellten Bestände immer weniger werden.

Um Hamsterkäufe zu vermeiden, verkaufen die Apotheken die Desinfektionsmittel nur in begrenzten Mengen. "Bei uns kann niemand zehn Desinfektionsmittel auf einmal kaufen. Wir verkaufen nicht mehr als zwei 100 ml Fläschchen pro Person."

Von der Selbstherstellung daheim rät die Apotheke ab: "Wer sein Desinfektionsmittel selbstherstellen möchte kommt am ende teurer weg, als wenn man es fertig gemischt bei uns in der Apotheke kauft." Außerdem könne jeder Kunde sichergehen, dass die Hygieneprodukte aus der Apotheke vorschriftsgemäß nach Richtlinien der "WHO" hergestellt wurden.

Auf die Frage, wie ernst die Lage rund um den Coronavirus ist, gibt die "Rathaus Apotheke" Entwarnung: "Die nötige Aufmerksamkeit ist wichtig, aber die ganze Hysterie ist übertrieben. Wichtig ist eine gewisse Disziplin der Bevölkerung, um eine explosionsartige Ausbreitung zu verhindern. Dazu gehört beispielsweise das regelmäßige Händewaschen. Die Ausbreitung des Virus muss sehr langsam erfolgen, damit sich unser Gesundheitssystem richtig daran anpassen kann."

Update vom 03.03.2020, 17.00 Uhr: Bayreuther Apotheke stellt eigenes Desinfektionsmittel her

Die "Rathaus Apotheke" in Bayreuth reagiert auf die Engpässe bei Lieferungen von Desinfektionsmitteln und stellt nun eigenes her. Dabei greift die Apotheke auf eines von "WHO" veröffentlichtes Rezept zurück: So gelingt das selbst hergestellte Desinfektionsmittel.

 

Die Apotheke teilt via Facebook mit, dass man aktuell wieder lieferfähig sei. Zudem warnt das Geschäft vor Verharmlosungen des Coronavirus: "Es geht hier nicht allein um Euch, sondern auch um den Schutz der Euch umgebenden Bevölkerung. Wenn alle sich an unsere bereits geposteten Regeln halten, fällt es dem Virus schwerer, sich unkontrolliert zu vermehren. Wenn somit weniger Menschen infiziert sind, können Ärzte, Krankenhäuser und Gesundheitsämter die Infizierten behandeln, ohne wegen Überlastung zu kollabieren. Das hilft dann auch den Menschen, für die der Virus tatsächlich tödlich sein kann, denn gute, professionelle Betreuung steigert deren Überlebenschance deutlich", heißt es darin.

Update vom 03.03.2020, 11.30 Uhr: Coronavirus-Infizierter aus Oberfranken in Isolation

Wie inzwischen bekannt worden ist, handelt es sich bei einem der beiden Corona-Infizierten aus Goldkronach (Landkreis Bayreuth) um den Mitarbeiter einer Baufirma-Niederlassung in Marktredwitz. Das bestätigte die Firmenleitung der Frankenpost.

Der Betroffene befindet sich demnach aktuell in häuslicher Isolation. In Absprache mit dem Gesundheitsamt Wunsiedel wird nun das weitere Vorgehen abgestimmt. Zahlreiche Mitarbeiter des Mannes stehen zwei Wochen unter Quarantäne.

Update vom 02.03.2020, 20.40 Uhr: Gastwirtschaft reagiert "negativ" auf Coronavirus-Test

Die Gastwirtschaft "Becher Bräu" in Bayreuth stand zuletzt wegen eines Infektionsverdachts des Coronavirus im Fokus. Am Montag (2. März 2020) stellt der Wirt klar: "Wir sind NEGATIV". Das teilte das Unternehmen via Facebook mit.

Der Betreiber des Wirtshauses war mit seiner Familie während der Faschingsferien in der vergangenen Woche im Tropical Island in Brandenburg. Dort hielt sich bekanntlich über mehrere Tage ein mit dem Coronavirus infizierter Mann aus Nordrhein-Westfalen auf.

Das Lokal hat seit vergangenem Freitag geschlossen, soll am Mittwoch jedoch wieder öffnen.

Update vom 02.03.2020, 18.20 Uhr: Kindergarten bleibt wegen Coronavirus zu

Wie das Landratsamt Bayreuth am Montagnachmittag (2. März 2020) bestätigte, haben sich zwei Menschen in Goldkronach im Landkreis Bayreuth mit dem Coronavirus infiziert. Sie weisen derzeit nur leichte Krankheitssymptome auf.

Beide hatten bei einem Aufenthalt in Nordrhein-Westfalen während der Faschingstage Kontakt zu einer später positiv getesteten Person, heißt es. Für zwei weitere Menschen, die im Haushalt wohnen - darunter ein Kind -, liegt das Testergebnis noch nicht vor.

Um weitere Personen vor Ansteckung zu schützen hat das Landratsamt Bayreuth bis auf Weiteres die Schließung des Kindergartens Goldkronach angeordnet. Auch die Hausarztpraxis, in der die betroffenen Personen behandelt wurden hat aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Für weitere, unmittelbare Kontaktpersonen wurde vom Gesundheitsamt am Landratsamt Bayreuth ebenfalls häusliche Quarantäne angeordnet. Das Gesundheitsamt sieht keinen Anlass zur Beunruhigung. Die Krankheitsverläufe würden genau beobachtet und gegebenenfalls eine Behandlung im Krankenhaus eingeleitet. In Oberfranken gibt es mittlerweile eine dritte Coronavirus-Infektion.

Update vom 02.03.2020, 15.15 Uhr: Coronavirus im Landkreis Bayreuth: Arztpraxis muss schließen

Im Landkreis Bayreuth bleibt eine Arztpraxis vorübergehend geschlossen, weil bei zwei Patienten das Coronavirus nachgewiesen worden ist.

Im oberfränkischen Goldkronach (Landkreis Bayreuth) stehen Patienten einer Arztpraxis seit Montag (2. März 2020) vor verschlossenen Türen. Der Grund: Weil zwei Patienten positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, muss die Praxis auf Veranlassung des Gesundheitsamts vorerst geschlossen bleiben.

Die allgemeinmedizinische Praxis von Dr. med. Matthias Klinkisch in der Bachgasse 24 in Goldkronach bleibt bis voraussichtlich 13. März zu. "Auf Grund von 2 positiv auf das Coronavirus getesteten Patienten muss die Praxis auf Veranlassung des Gesundheitsamts leider bis voraussichtlich 13.03.2020 geschlossen bleiben!" heißt es in der entsprechenden Ansage auf dem Anrufbeantworter der Arztpraxis.

Patienten werden gebeten, sich im Vertretungsfall zunächst telefonisch an die umliegenden Arztpraxen in Goldkronach, Bad Berneck, Weidenberg und Bindlach zu wenden - oder gegebenenfalls die Bereitschaftsdienstzentrale unter der Telefonnummer 116 117 anzurufen.

inFranken.de hat diesbezüglich die Regierung von Oberfranken kontaktiert. Ein Sprecher der Regierung verwies in diesem Zusammenhang auf eine am Montagnachmittag veröffentlichte Mitteilung des Bayerischen Gesundheitsministeriums.

In dieser ist von zwei weiteren bestätigten Coronavirus-Fällen in Bayern die Rede. Die beiden neuen Fälle seien aus dem Landkreis Bayreuth gemeldet worden. Die Gesundheitsbehörden ermittelten aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Zudem seien erforderliche Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet worden, heißt es vonseiten des Ministeriums.

 

Ursprüngliche Meldung vom 28.02.2020: Corona-Verdacht: Wirt aus Bayreuth schließt vorsorglich Gasthaus

Ein Bayreuther Wirt unter Verdacht sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Darüber berichten mehrere Medien übereinstimmend. Ein Testergebnis stehe allerdings noch aus. Der Betreiber des Wirtshauses Becher Bräu war offenbar mit seiner Familie während der Faschingsferien in der vergangenen Woche im Tropical Island in Brandenburg. Dort hielt sich bekanntlich über mehrere Tage ein mit dem Coronavirus infizierter Mann aus NRW auf.

Wie der Bayreuther Lokalsender Radio Mainwelle berichtet, zeigte die Frau des Wirts Symptome, ähnlich einer Erkältung. So suchte vorsorglich die ganze Familie umgehend einen Arzt auf. Mit einem Testergebnis sei am Montag oder Dienstag zu rechnen. Der Betreiber hat sein Wirtshaus, das Becher Bräu, vorsorglich vorübergehend geschlossen. Solange bleibt die Familie zuhause unter Quarantäne.

Bei den zwei bestätigten Infizierten aus Franken handelt es sich um einen 36-jährigen Mann aus Nürnberg sowie einen Hautarzt der Erlanger Uniklinik. Beide Männer befinden sich aktuell in Isolation. Alle neuen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie auch in unserem News-Ticker.

Auch interessant: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gibt es nur eine Option: Schulen und Kindergärten schließen, und zwar jetzt. Das ist nicht "drastisch", sondern vernünftig - ein Kommentar.

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