Bayreuth
Bus-Unfall auf A9

Flixbus-Drama auf A9: Oberfranke (33) findet seinen Lebensretter

Mitte Mai verunglückte ein Flixbus auf der A9 bei Leipzig. Ein Mensch starb, zahlreiche wurden schwer verletzt. Alexander Engel aus Oberfranken brach sich bei dem Unglück einen Arm. Der 33-Jährige suchte seinen Retter in der Not - mit Erfolg.
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Bei dem Unfall auf der A9 starb eine Frau, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Foto: Jan Woitas/dpa
Bei dem Unfall auf der A9 starb eine Frau, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Foto: Jan Woitas/dpa

Update, 7. Juni 2019: Oberfranke berichtet: Da geschah kurz vor dem Flixbus-Unfall

Alexander Engel aus Bayreuth überlebte den schweren Flixbus-Unfall auf der A9 bei Leipzig und hatte danach seinen Retter gesucht. Anfang dieser Woche meldet sich die Mutter des Passagiers 5A bei ihm: Ihr Sohn wolle sich gerne mit Engel austauschen, liege allerdings noch im Krankenhaus in Berlin, mit starken Schürfwunden und gebrochenem Schulterblatt. Er melde sich, wenn es ihm besser gehe. Glücksgefühle bei Engel. Kurzer Austausch mit dem Retter per Facebook. "Ihn hat's schwerer erwischt als mich. Trotzdem hat er geholfen. Ein Held." Was genau im Flixbus kurz vor dem Unfall passierte, lesen Sie im ausführlichen Artikel auf inFranken.de.

Update, 5. Juni 2019: Oberfranke findet seinen Retter aus Flixbus

Nachdem Mitte Mai ein Flixbus auf der A9 bei Leipzig verunglückt ist, hat der Oberfranke Alexander Engel einen Mann gesucht, der ihm womöglich das Leben gerettet hat. Nun hat er ihn gefunden. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, hat sich der Retter bei ihm via Facebook gemeldet.

Demnach hat sich die Mutter des Unbekannten bei Engel gemeldet. Sie stieß auf der Suche nach Informationen über das Unglück auf Engels Aufruf in diversen Medien. "Ich bin sehr glücklich und froh" sagte Engel dem BR. Bis er seinen Retter, einen Musiker ihm gleichen Alter, treffen kann, dauert es allerdings noch. Der Mann liegt demnach aktuell in einer Berliner Klinik. Dort wartet er darauf, operiert zu werden.

Flixbus-Unglück auf A9: Mann aus Oberfranken sucht seinen Retter

Alexander Engel aus Altenplos sucht seinen Retter nach Flixbus-Unglück auf A9: Am Sonntag (19. Mai 2019) hatten sich auf der A9 bei Leipzig dramatische Szenen abgespielt. Ein voll besetzter Flixbus verunglückte auf der Autobahn, überschlug sich mehrfach und verursachte Chaos auf der A9. Dabei wurden mehrere Menschen schwer verletzt - ein Mensch starb bei dem Unfall.

Alexander Engel überlebte das Unglück. Der 33-Jährige aus dem oberfränkischen Altenplos (Kreis Bayreuth) erlitt durch den Unfall Verletzungen.

Flixbus-Unglück auf A9: Sitznachbar reagiert geistesgegenwärtig

Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk erzählt der Oberfranke, dass er auf der Suche nach seinem Sitznachbarn aus dem verunglückten Reisebus ist. Der unbekannte Mann löste den Sitzgurt des 33-Jährigen. Engel selbst war dazu nicht mehr in der Lage - mit gebrochenem Arm hätte er das nicht geschafft. Doch der Mann neben ihm reagierte geistesgegenwärtig: So konnte Engel den Flixbus relativ schnell verlassen. "Er ist ein Held für mich und zu einem der wichtigsten Menschen in meinem Leben geworden. Ich will ihm danken" sagte er gegenüber dem BR. Ohne die Hilfe des Mannes hätte er noch länger in Angst im Bus verharren müssen - in der Hoffnung, dass kein Auto in den Bus hinein rast.

Franke will Danke sagen - Familienvater startet Aufruf

Gegenüber dem Bayreuther Tagblatt beschrieb er, wo genau er im Flixbus saß: Demnach war sein Platz im oberen Teil des Busses, in der fünften Reihe auf dem zweiten Platz von links. Im Interview verdeutlicht er, wie froh er ist, dass er sich angeschnallt hatte. Nur wenige Meter vom 33-Jährigen entfernt, bohrte sich eine Leitplanke in den Bus.

"Mein Nachbar, der war geistesgegenwärtig, war zwar völlig blutverschmiert, aber hat sich irgendwie aufgerafft und mich schnell abgeschnallt." - Engel gegenüber dem Bayreuther Tagblatt

Via Facebook hat der 33-Jährige einen Aufruf gestartet: "Aufruf - Bitte teilen - Suche Fahrgast mit Sitzplatz 5A - verunglückter Bus - 19.5.2019 - Strecke Berlin - Bayreuth - München - #immeranschnallen"

Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk beschrieb Engel den Unbekannten wie folgt:

  • circa 180 cm groß
  • sportliche Figur
  • zwischen 30 und 40 Jahre alt

Flixbus sowie die Polizei dürfen den Medienberichten nach keinerlei Angaben zum Gesuchten machen. Grund dafür, ist der Datenschutz.

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tu

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