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Plech
Blaulicht

A9 in Oberfranken: Polizei stoppt SUV-Raser - und entdeckt Macheten und Sturmhaube an Bord

Auf der A9 im Landkreis Bayreuth entdeckte die Polizei einen SUV, der ohne Vorder-Kennzeichen und zudem deutlich zu schnell unterwegs war. Der Fahrer hatte außerdem zwei lange Stichwaffen und eine Sturmhaube in seinem Auto versteckt. Deren angeblicher Verwendungszweck klang nicht gerade plausibel.
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Auf der A9 in Oberfranken hielt die Polizei einen SUV auf, der zwischenzeitlich mit 206 km/h unterwegs gewesen war. Im Auto fanden die Beamten zwei Macheten und eine Sturmhaube. Symbolfoto Machete: Markus Bormann/Adobe Stock
Auf der A9 in Oberfranken hielt die Polizei einen SUV auf, der zwischenzeitlich mit 206 km/h unterwegs gewesen war. Im Auto fanden die Beamten zwei Macheten und eine Sturmhaube. Symbolfoto Machete: Markus Bormann/Adobe Stock

Kontrolle auf A9 in Oberfranken: Sturmhaube und Macheten in SUV gefunden - Polizei stoppt Raser. Einer Zivilstreife der Verkehrspolizei Bayreuth fiel am Montagnachmittag (2. März 2020) bei Plech im Landkreis Bayreuth ein schwarzer BMW X4 auf, der mit einer Geschwindigkeiten von über 200 km/h auf der A9 in Richtung Berlin unterwegs war. Dies teilte die Polizei mit.

Der Fahrer überschritt demnach mehrmals die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern - zwischenzeitlich fuhr er sage und schreibe 206 km/h. Er war damit so flott auf der Autobahn unterwegs, dass ihm die Polizeistreife nicht hinterherkam. Um den Geländewagen einzufangen, positionierten die Beamten an einem anderen Autobahnabschnitt ein Videofahrzeug.

A9 bei Plech: Polizei stellt Hieb- und Stoßwaffen sicher

An der Anschlussstelle Bayreuth-Nord konnten die Polizisten den BMW mit polnischer Zulassung schließlich anhalten und den Fahrer kontrollieren: Das fehlende Kennzeichen lag im Auto des 36-Jährigen auf dem Fußboden. Laut Polizei war anhand der Beschaffenheit des Stoßfängers ersichtlich, dass der Mann das Kennzeichen wohl bewusst noch nie an seinem Fahrzeug angebracht hatte.

Außerdem transportierte der Raser zwei Macheten mit einer Klingenlänge von 45 Zentimetern sowie eine schwarze Sturmhaube. Seine Erklärung in Bezug auf den Verwendungszweck erwies sich jedoch alles Andere als glaubwürdig: Angeblich benötige er die Macheten in seiner Gärtnerei in Polen. Warum er die Hieb- und Stoßwaffen auf seiner Fahrt von Spanien nach Polen mit sich führe, konnte der 36-Jährige indes nicht plausibel begründen. Aus diesem Grund stellte die Polizei die Waffen sicher.

Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer

Gegen den Mann läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Er musste zudem eine Sicherheitsleistung von 900 Euro hinterlegen und muss nun seinen Führerschein für zwei Monate abgeben.

Bei einem Unfall in Oberfranken schlitterte ein Motorradfahrer am Sonntag 50 Meter über Straße. Der Biker zog sich dadurch diverse Verletzungen zu.