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Typische Sitcom, neues Thema - Die Premiere von "Flatmate"

Die Premiere der Bayreuth-Sitcom "Flatmate" am Donnerstag (26. Januar) war gut besucht. Zuschauer erwartet eine typische Sitcom zu einem neuen Thema.
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Das Publikum lachte viel bei der Premiere. Foto: Markus Klein
Das Publikum lachte viel bei der Premiere. Foto: Markus Klein
Ein Rahmenerzähler führt die Zuschauer ins Thema ein, wie bei "How I met your Mother". Der Theme-Song zwischen "GZSZ" und "Friends" , also poppig säuselnde Stimme, deutscher Kitsch-Text, harmonische Akkordfolge. Bei jeder noch so kleinen Möglichkeit für die Zuschauer zu schmunzeln, werden laute Lacher eingespielt, in der Tradition von "Eine schrecklich nette Familie". Die Jingles à la "Two and a half Men" geben ein wiederkehrendes Gefühl fürs Set: Eine Wohngemeinschaft (WG) von sechs Studenten.

"Im Endeffekt ist es das Klischee einer Sitcom. Aber das war ja auch das Ziel", kündigte Produktionsleiterin Patricia Frischko bereits vorab an. Allerdings ist das Thema, die Studenten-WG, ein neues.




"Für mich ist es die Erfüllung eines langjährigen Traumes", sagt Drehbuchautor und Regiesseur Lars Zeiher nach der Premiere. "Mit Serien wie 'Friends' und 'Scrubs' bin ich aufgewachsen." Zeiher studiert Medienwissenschaften an der Universität Bayreuth, die dreiteilige Sitcom "Flatmate" ist sein Abschlussprojekt. "Seit ich angefangen habe zu studieren, wollte ich das machen", doch während des Studiums fehlte ihm schlicht die Zeit für ein so großes Projekt. "Wir waren ja teilweise 30 Leute am Set." Neben den Schauspielern und dem Regisseur waren etwa Studenten wie Lucas Hain beteiligt, der sich um die Sound- und Musikproduktion kümmerte. Es gab eine Maskenbildnerin, Statisten, außerdem zahlreiche Helfer.

Für die Charaktere habe er "viel aus dem eigenen Leben gegriffen. Natürlich sind sie aber übersptitzt dargestellt", sagt Zeiher.

In der "Flatmate" WG wohnen: Der Neue, der im ersten Semester zu viel trinkt. Die kontrollsüchtige Lehrämtlerin, der Langzeitstudent mit Panik davor, 30 zu werden, die selbstbewusste Naturwissenschaftlerin mit häufig wechselnden Bettpartnern und der kiffende Philosoph. Ein wiederkehrendes Element, bei dessen Auftritt die Zuschauer bei der Premiere im "Tapas" am Donnerstag (26. Januar) meist lachten, ist der "blinde Fleck". Der wohnt zwar nicht dort, sitzt und schläft aber meist auf dem Sofa.

In der Konstellation durchleben die Bewohner gemeinsam Krisen, Liebschaften, Partys und Klausuren. Die Witze bauen auf Überraschungen und wiederkehrende Eigenheiten der Figuren (der besoffen in die Wohnung stolpernde Neuling, der Ordnungswahn der Lehrämtlerin, der "blinde Fleck" auf dem Sofa, die von der Naturwissenchaftlerin morgens aus der Wohnung gedrängten Liebhaber). Ganz im Stil von den Sitcoms, die Drehbuchautor Zeiher prägten. Das wird witziger, je besser man die Charaktere kennt. Deshalb nehmen die Lacher aus dem Publikum auch mit jeder Folge zu und erleben ihren Höhepunkt im Finale.

Der mit etwa 60 Zuschauern schon überfüllte Premieren-Raum und die herzhaften Lacher der meisten Anwesenden zeigten: Das Konzept funktioniert auch heute noch.

Zum Schluss kommt übrigens eine "Pulp Fiction" Referenz. Mehr wird nicht verraten. Denn Spoiler sind ein No-Go. Vor allem bei Harry Potter, wie "Flatmate" lehrte.

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