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Bayreuth
Landgericht

Prozess: Wiederaufnahme im Fall Peggy beginnt

Rund 13 Jahre nach dem spurlosen Verschwinden der kleinen Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg wird der Fall neu aufgerollt. Am Donnerstag (8:30 Uhr) beginnt das Wiederaufnahmeverfahren vor dem Landgericht Bayreuth.
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Ulvi K. und seine Betreuerin Gudrun Rödel in Bayreuth. Foto: dpa
Ulvi K. und seine Betreuerin Gudrun Rödel in Bayreuth. Foto: dpa
Auf der Anklagebank sitzt der 36 Jahre alt Ulvi K. Der geistig Behinderte wurde am 30. April 2004 als Mörder Peggys zu lebenslanger Haft verurteilt. Eine Leiche des damals neun Jahre alten Mädchens wurde allerdings nie gefunden.



Im Dezember ordnete das Landgericht Bayreuth die Wiederaufnahme an. Dafür gab es zwei Gründe: Ein wichtiger Belastungszeuge räumte im September 2010 ein, falsch ausgesagt zu haben. Er hatte 2004 behauptet, Ulvi K. habe ihm den Mord an Peggy gestanden. Beim damaligen Prozess war außerdem nicht bekannt, dass die Ermittler eine Tathergangshypothese erstellt hatten - sie war dem späteren Geständnis von Ulvi K. verblüffend ähnlich.

Anschließend widerrief Ulvi K. sein Geständnis zwar. Der Gutachter kam jedoch zu dem Ergebnis, dass das Geständnis des Angeklagten glaubhafter als sein Widerruf war. Eine Beeinflussung durch die Ermittler hielt der Experte für nicht gegeben. dpa

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