Den Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bayreuth zufolge waren an diesem Abend sieben Bekannte in der Wohnung eines 76-Jährigen zusammengekommen und hatten gemeinsam getrunken. Im Verlauf des Abends hatte der 49-Jährige bereits gedroht, er werde das spätere Opfer "abstechen". Diese Drohung setzte er dann auch in die Tat um. Ohne weitere Vorwarnung fügte er dem 35-Jährigen mit einem Messer einen vier Zentimeter tiefen Stich in der linken Körperseite zu.

Erst Stunden später verständigte das Opfer die Polizei und wurde daraufhin in eine Klinik gebracht. Der Mann schwebt nicht in Lebensgefahr, nachdem der Stich innere Organe nur mit Glück knapp verfehlt hatte.


Schwierige Beweisaufnahme



Am frühen Donnerstagmorgen nahmen Polizisten dann auch den Tatverdächtigen fest, nachdem sich der genaue Sachverhalt anhand von Zeugenaussagen nur äußerst mühsam klären ließ. Sämtliche Beteiligte hatten reichlich Alkohol getrunken. Als mutmaßliche Tatwaffe konnte beim Verdächtigen ein Messer gefunden und sichergestellt werden. Das genaue Tatmotiv konnte bislang noch nicht geklärt werden.

Nachdem der Beschuldigte bereits einige Tage zuvor seinem Opfer gedroht hatte und er den Stich für das Opfer überraschend von hinten führte, erging am Freitag Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Als Mordmerkmal wurde Heimtücke angenommen. Der Beschuldigte befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt.