Bayreuth

Mahnwache vor BAT-Werk in Bayreuth

Mit einer Mahnwache wollen die Beschäftigten von "British American Tobacco" (BAT) am Mittwoch für gute Bedingungen beim Stellenabbau kämpfen.
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Mitarbeitern des Zigarettenherstellers British American Tobacco (BAT) bei einer Protestkundgebung gegen den geplanten Stellenabbau, am 22.07.2016 in Bayreuth.  Foto: Daniel Karmann/dpa
Mitarbeitern des Zigarettenherstellers British American Tobacco (BAT) bei einer Protestkundgebung gegen den geplanten Stellenabbau, am 22.07.2016 in Bayreuth. Foto: Daniel Karmann/dpa
Am Mittwoch ab 12.00 Uhr wollen die Mitarbeiter von "British American Tobacco" (BAT) in Bayreuth mit einer Mahnwache für eine gerechte Sozialplanregelung beim bevorstehenden Stellenabbau kämpfen. "Der stille Protest richtet sich gegen die Konzernpolitik der BAT sowie deren Auswirkungen für die Beschäftigten und die Region", betonte der Geschäftsführer der Gewerkschaft "Nahrung Genuss Gaststätten" (NGG) Oberfranken, Michael Grundl. Auch der Gesetzgeber sei gefordert. "Es darf nicht sein, dass gesunde Unternehmen ohne Not 950 Arbeitsplätze abbauen."

Die Mahnwache, die am Mittwoch um 12.00 Uhr vor dem Werk beginnen soll, werde erst enden, wenn der Sozialplan für den Abbau abgeschlossen sei. "Wir kämpfen gemeinsam für gute Sozialplanregelungen.
Hier sind wir auf dem richtigen Weg, aber noch lange nicht am Ziel", sagte der Betriebsratsvorsitzende Paul Walberer.

BAT in Bayreuth 950 von 1400 Arbeitsplätzen; laut Konzernleitung, weil die Europäer deutlich weniger Zigaretten kauften. Die Zigarettenproduktion in Deutschland ist laut Deutschem Zigarettenverband seit Jahren rückläufig.

"Bei mehr als fünf Milliarden Pfund Gewinn im vergangenen Jahr, gestiegenen Erlösen und, Stand Mitte Mai 2016, einem bisherigen Gewinn von 2,21 Milliarden Pfund kann man nicht davon sprechen, dass sich BAT in einer wirtschaftlichen Schieflage befindet und das Unternehmen sparen muss", zeigte sich hingegen der Bayreuther SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Rabenstein gegennüber einer Bayreuther Tageszeitung solidarisch mit den Protestlern.

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