Pegnitz
Ermittlung

Lebensgefahr: Männer spazieren entlang Gleise

Am Dienstagnachmittag haben sich zwei Männer bei einem Spaziergang entlang der Bahngleise bei Pegnitz in Lebensgefahr gebracht. Die Bundespolizei ermittelt nun gegen die beiden Nürnberger wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
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Bahngleise - Symbolfoto: Michael Gründel
Bahngleise - Symbolfoto: Michael Gründel
Durch lebensgefährliches Verhalten haben zwei Männer aus Nürnberg am Dienstagnachmittag den Lokführer des von Nürnberg nach Bayreuth verkehrenden Regionalexpresses zu einer Notbremse gezwungen.

Die beiden Männer wollten mit dem Zug von Nürnberg nach Eger fahren. Da sie keinen Fahrschein besaßen, mussten sie den Zug beim Halt in Pegnitz verlassen. Anschließend bewegten sie sich im Gleisbereich Richtung Schnabelwaid. Bei Buchau erkannte der Lokführer des Richtung Bayreuth fahrenden Triebwagens die Personen im Gleis und leitete eine Vollbremsung ein. Die 46 und 53 Jahre alten Männer konnten sich unmittelbar vor dem herannahenden Zug aus dem Gleisbereich retten. 200 Meter entfernt von ihnen brachte der Lokführer den Triebwagen zum Halten.
Nach einer ordentlichen Belehrung über die Gefahrenlage, nahm er die beiden leicht alkoholisierten Herren kurzerhand mit nach Bayreuth, wo sie bereits von den Bundespolizeibeamten des Reviers Bayreuth erwartet wurden.

Auf Grund des geistesgegenwärtigen Verhaltens des Lokführers konnte ein schwerer Unfall verhindert werden. Trotz der ruckartigen Notbremsung verletzte sich auch keiner der Fahrgäste im Zug.

Das Bundespolizeirevier Bayreuth hat Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

Die Bundespolizei weist anlässlich dieses Vorfalls noch einmal darauf hin, dass Züge aufgrund ihres Gewichts einen besonders langen Bremsweg haben, der je nach Geschwindigkeit mehrere hundert Meter betragen kann. Laut Polizei würde dieser Bremsweg oft völlig falsch eingeschätzt werden. Wer durch leichtsinniges Verhalten eine Notbremsung verursacht, bringe sich nicht nur selbst in akute Lebensgefahr, sondern erfülle auch den Straftatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. chs

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