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Bayreuth
Gutachter als Zeuge

Fall Peggy: Wie glaubhaft war das Geständnis von Ulvi K.?

Im Wiederaufnahmeverfahren gegen den geistig behinderten Ulvi K. wegen Mordes an der neun Jahre alten Peggy kommt am Dienstag (13.30 Uhr) der renommierte psychiatrische Gutachter Hans-Ludwig Kröber zu Wort. Er soll beurteilen, wie glaubhaft ein Geständnis von Ulvi K. aus dem Jahr 2002 war.
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Gutachter Hans-Ludwig Kröber sitzt am 11.04.2014 während des Wiederaufnahmeverfahrens vor dem Landgericht Bayreuth ( im Sitzungssaal. Kröber kommt an diesem Dienstag im Zeugenstand zu Wort. Foto: Timm Schamberger/dpa
Gutachter Hans-Ludwig Kröber sitzt am 11.04.2014 während des Wiederaufnahmeverfahrens vor dem Landgericht Bayreuth ( im Sitzungssaal. Kröber kommt an diesem Dienstag im Zeugenstand zu Wort. Foto: Timm Schamberger/dpa
Peggy verschwand am 7. Mai 2001 im oberfränkischen Lichtenberg spurlos. Ihre Leiche wurde nie gefunden.

2004 wurde Ulvi K. in einem Indizienprozess wegen Mordes an der Schülerin zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Der heute 36-Jährige hatte die Tat eingeräumt, dann aber seine Angaben widerrufen.

Gutachter Kröber bewertete beim Prozess 2004 das Geständnis von Ulvi K. glaubhafter als den Widerruf - eine Beeinflussung durch die Polizei schloss er aus. Er wusste allerdings nicht, dass es eine Tathergangstheorie der Ermittler gab, die K.'s Geständnis verblüffend ähnlich war.

Auch aus diesem Grund wird der Fall derzeit vor dem Landgericht Bayreuth neu aufgerollt. In seinem mit Spannung erwarteten neuen Gutachten muss Kröber die Tathergangstheorie berücksichtigen.