Das sei höchstens ein Schritt in die richtige Richtung, sagte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (Freie Wähler) am Freitag. Die Stadt Bayreuth bestehe weiterhin auf einer dauerhaften leistungsfähigen Einbindung in den Schienen-Fernverkehr.

Am Donnerstag hatte Bahn-Chef Rüdiger Grube erklärt, bis Ende 2014 eine alle zwei Stunden verkehrende Verbindung zwischen Dresden und Nürnberg - unter anderem mit Haltepunkten in Hof und Bayreuth - zu finanzieren. Im Wechsel zum DB-Angebot fährt alle zwei Stunden ein länderfinanzierter Zug von Sachsen nach Franken. Ursprünglich hatte die Deutsche Bahn angekündigt, den Franken-Sachsen-Express Ende 2013 einzustellen.

Merk-Erbe hat sich bereits an Bahn-Chef Grube und Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gewandt, um für eine bessere Bahn-Anbindung für die Festspiel-Stadt zu kämpfen. "Der Druck auf die Landes- und Bundespolitik sowie auf die Deutsche Bahn muss deutlich erhöht werden. Ich halte eine vernünftige Zuganbindung für die Zukunft unserer Region für unabdingbar."

Die Oberbürgermeisterin strebt hierzu ein breites Bündnis an. Alle müssten ins Boot: die Wirtschaft, die Universität, die Bürgermeister der Region und die Abgeordneten. dpa