Bamberg
Gespräch

Zufriedener Vorstand bei der Sozialstiftung Bamberg

Xaver Frauenknecht, Chef der Sozialstiftung Bamberg, ist um die Zukunft der angegliederten Einrichtungen nicht bange.
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Steigende Patientenzahlen meldet das Klinikum am Bruderwald.  Foto:  Ronald Rinklef
Steigende Patientenzahlen meldet das Klinikum am Bruderwald. Foto: Ronald Rinklef
"Sie sehen einen glücklichen und dankbaren Menschen vor sich, weil die erfolgreiche Arbeit weitergehen kann." Xaver Frauenknecht, Vorstand der Sozialstiftung Bamberg, sieht den zweitgrößten Arbeitgeber der Stadt auf einem guten Weg. So stehe beispielsweise das Klinikum sehr gut da und sei für die Zukunft bestens gerüstet. "Wir hätten nicht jährlich steigende Patientenzahlen, wenn wir nicht so erfolgreich gearbeitet hätten", unterstreicht Frauenknecht, der im Sommer von der Stadt bis zum Jahr 2018 in seinem Amt bestätigt worden war.

Auch in Sachen Personal hat der Vorstand Positives zu berichten. Die Sozialstiftung beschäftigt derzeit rund 3300 Mitarbeiter. Die überwiegend, nämlich zu über 90 Prozent, laut Frauenknecht nach Tariflöhnen bezahlt werden. Dennoch wolle er sich nicht ausruhen, sondern noch mehr seinen Fokus auf die Beschäftigten richten. Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels werde der Gesundheitsbereich in der Zukunft ein großer Wachstumsmarkt bleiben.

"Wir brauchen auch künftig qualifiziertes Personal. Wir wollen daher weiterhin selbst ausbilden, aber auch alles daransetzen, um Fachkräfte in unserem Hause zu behalten", betont Frauenknecht. So wolle er die Teilzeitmöglichkeiten für alle Berufszweige ausbauen, ebenso die familienfreundlichen Arbeitsbedingungen.
Dafür soll beispielsweise die Zahl der Kinderkrippenplätze verdoppelt werden; ein spezielles Coaching soll Wiedereinsteigern nach ihrer Familienplanung die Rückkehr in den Beruf erleichtern. Frauenknecht: "Zwar konnten wir bei der Sozialstiftung alle Stellen besetzen, aber wir werden künftig sicherlich einen höheren Bedarf als Angebot auf den Markt haben. Daher werden wir in den nächsten Jahren verstärkte Anstrengungen unternehmen, dass auch weiterhin in unseren Häusern kein Personalmangel herrscht."

100 neue Betten


Zur strategischen Ausrichtung der Sozialstiftung gehört auch der medizinische Fortschritt. "Patientensicherheit, strenge Hygieneverordnungen, die Einführung von elektronischen Fallakten oder Sicherheitsarmbänder für Patienten, um Verwechslungen nahezu auszuschließen, sind hierbei nur einige Themenschwerpunkte, die wir derzeit verwirklichen." Strahlenschutz und Aus- und Weiterbildung für alle 34 Berufsgruppen innerhalb der Sozialstiftung gehören ebenso dazu.

Aber auch der Ausbau des Bamberger Klinikums soll weiter vorangetrieben werden. "Wir haben bereits in den letzten Jahren viel Geld in die Strukturen des Krankenhauses investiert, dabei wollen wir es aber nicht belassen", erläutert Xaver Frauenknecht. So werden derzeit zehn weitere Operationssäle mit einem Investitionsvolumen von rund 32 Millionen Euro auf modernsten technischen Stand gebracht. Ferner plant der Vorstand sowohl im Klinikum am Michelsberg als auch im Klinikum am Bruderwald die Patientenunterbringung in Zweibettzimmern als Standard. Dazu brauche es die Schaffung eines neuen Bettenturms mit einer zusätzlichen Kapazität von weiteren 100 Betten.

"Ich denke, wir sind gut gerüstet für die nächsten Jahre und die Chancen, dass unsere Klinik auch weiterhin eigenständig bleiben wird, stehen sehr gut", resümierte der Vorstand.

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