Scheßlitz
Städtebau

Wohlfühlen rund um St.Kilian

Die Planungen zum neuen Umfeld der Scheßlitzer Pfarrkirche nehmen Gestalt an.
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Der künftige "kirchliche" Bereich von St. Kilian auf Basis der aktuellen Pläne  Grafik: Gerhard Hagen Fotografie, Bamberg / Milan Matschke milanimation, Erlangen
Der künftige "kirchliche" Bereich von St. Kilian auf Basis der aktuellen Pläne Grafik: Gerhard Hagen Fotografie, Bamberg / Milan Matschke milanimation, Erlangen

So soll es also einmal ausschauen rund um die Pfarrkirche St. Kilian in Scheßlitz. In der letzten Stadtratssitzung wurde der aktuelle Stand der Planung vorgestellt. Betreut wird das Projekt vom Büro für Städtebau und Bauleitplanung Wittmann, Valier und Partner aus Bamberg in Kooperation mit dem Büro Planwerk, Nürnberg. Christiane Werthmann und Leonhard Valier aus Bamberg zeigten dazu auch erste Visualisierungen.

Rund ein Jahr ist es her, dass mit den Planungen begonnen wurde. Eine Reihe von Gesprächen in unterschiedlichen Gremien, einschließlich der Beteiligung der Bevölkerung, wurde geführt. Nachdem im jetzigen Stand die Wünsche und Vorschläge integriert sind, ist es so weit, die Vorarbeiten abzuschließen und in die nächste Phase zu gehen, um das Vorhaben im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (Isek) einzureichen.

Die Aufteilung des Areals in die drei Funktionsbereiche "weltlich", "kirchlich" und "Parkraum" ist geblieben. Den lebendigen Mittelpunkt des weltlichen Bereichs bildet eine Fontänenanlage mit Wasserspiel. Sie soll besonders in der Sommerzeit Familien und Kinder einladen, an dem Platz zu verweilen und zum Spiel mit dem Lebenselixier Wasser animieren. "Wasser, der Quell des Lebens, soll erlebbar gemacht werden", wie Bürgermeister Roland Kauper (CSU) erklärte.

Auf möglichst wenig Flächenversiegelung wird Wert gelegt, ebenso wie auf barrierefreie Zugänge. Am Abend und in der Nacht illustrieren Bodenscheinwerfer atmosphärisch das ebenerdige Gelände. Auf diesem Areal soll auch weiterhin der Kirchweihbaum seinen Platz finden. Ein niedriges Mäuerchen, das auch als Sitzgelegenheit dienen kann, schließt den weltlichen Bezirk zur Straße hin ab.

Viel Grün zum Verweilen

Im "kirchlichen" Bereich laden Grünflächen zur Ruhe und zum Verweilen ein. Das Kriegerdenkmal wird in den südlichen Teil dieses Areals verlegt. "Aber nicht, um es verschwinden zu lassen", wie Kauper betonte, sondern um ihm einen würdigen Rahmen zu geben, abseits von Getümmel und Straßenlärm. Laternen werden in diesem Teil des Geländes zum Einsatz kommen. Die alte Mauer zur Wilhelm-Sprengler-Straße ist sanierungsbedürftig und wird im Zuge der geplanten Maßnahmen als Sandsteinmauer mit erneuert.

Im dritten Bereich, dem "Parkraum", soll das momentane "wilde" Parken legitimiert werden, indem Parkflächen geschaffen werden. Mit eigens ausgewiesenen Behindertenparkplätzen, Fahrradstellflächen und einer Ladestation für Elektrofahrzeuge. Ein notwendiger Grunderwerb mit der Kirche wird noch geklärt. In dem ganzen Bereich soll eine wassergebundene Belagsdecke Verwendung finden.

Die Stadt als Bauträger

Auch die angrenzenden öffentlichen Straßen sind in die Überlegungen zum Kirchenumfeld von St. Kilian integriert. Im Einmündungsbereich von der Wilhelm-Spengler-Straße in Hauptstraße und Oberend soll ein farblich vom üblichen abgesetzter Belag auch den Verkehrsfluss in den besonderen Charakter dieses Ortes einbinden. Entsprechende Abklärungen der Stadt mit dem Straßenbauamt sind eingeleitet.

Als Bauträger wird die Stadt Scheßlitz fungieren, da nur sie in den Genuss der Förderung kommen kann. Ein Kostenrahmen wird im Zuge der Ausarbeitung erfolgen. Aktuell ist die Rede von rund 900 000 Euro, grob geschätzt. Nach einstimmiger Annahme der aktuellen Planung durch den Stadtrat sollen die Unterlagen zur Einreichung erstellt und abgegeben werden. Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich 2020/21 erfolgen.

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