Altendorf
Herbst

Wo der Kürbis Kult ist

Das Altendorfer Kürbisfest war wieder ein voller Erfolg. Auch ein Kinderkürbiskönig wurde ausgerufen.
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Prachtexemplare:_ Die Altendorfer Kürbiskönigin 2018 Annelies Schlund mit der Hirschaider Spargelprinzessin Christina I. und Altendorfs Bürgermeister Karl-Heinz Wagner  Fotos: Andrea Spörlein
Prachtexemplare:_ Die Altendorfer Kürbiskönigin 2018 Annelies Schlund mit der Hirschaider Spargelprinzessin Christina I. und Altendorfs Bürgermeister Karl-Heinz Wagner Fotos: Andrea Spörlein
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Der Kürbis ist Kult in Altendorf und das letzte Wochenende stand wieder einmal ganz im Zeichen der "Riesenbeere". Mittlerweile hat sich Altendorf ein Alleinstellungsmerkmal als Kürbisdorf weit über die Landkreisgrenzen hinaus erarbeitet. Bereits am vergangenen Samstag herrschte gute Stimmung bei der 15. Altendorfer Kürbisnacht rund um den Dorfplatz mit "Hampels Houseband".

Aufgrund intensiver Vorbereitungen war das Altendorfer Kürbisfest wieder ein voller Erfolg. Zeitweise gab es fast kein Durchkommen mehr rund um die Kapelle und in vielen Höfen. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen lockten zahlreiche Besucher, unter anderem ein Ehepaar aus Hamburg, nach Altendorf. Die Altendorfer Vereine tragen ganz entscheidend dazu bei, dass sich die vielen Besucher sehr wohl fühlen. Sei es nun die Altendorfer Feuerwehr mit ihrer Grillbude oder der Obst- und Gartenbauverein, der in diesem Jahr nur Bio-Fairtrade-Kaffee ausgeschenkt hatte.

Altendorfs Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (CSU) zeigte sich am späten Nachmittag sehr zufrieden mit den Besucherzahlen und schätzte, dass wieder deutlich über 7000 Besucher den Weg nach Altendorf gefunden haben. Er dankte in diesem Zusammenhang der Gemeindeverwaltung und dem Bauhof für ihren Einsatz, ohne die ein solches Fest nicht zu stemmen wäre. Sein Dank galt auch der örtlichen Feuerwehr, die sich Unterstützung von den Wehren aus Sassanfahrt, Neuses, Pautzfeld und Schlammersdorf organisiert hatte, um den Verkehr zu regeln und die motorisierten Besucher in die entsprechenden Parkplätze einzuweisen.

Feilen am Kürbis-Bier

Fürs nächste Jahr will er sich wieder intensiv um die Herstellung eines Kürbis-Bieres kümmern. Die letzten Versuche waren doch weniger schmackhaft gewesen und hatten eher "durchschlagende" Wirkung.

Ob man sich nun lieber Kürbisbratwürste, Kürbissuppe, Kürbislikör, schokolierte Kürbiskerne, Kür-Secco oder Kürbisbowle schmecken ließ - für jeden Geschmack wurde etwas angeboten. Genauso vielfältig ist die Palette der angebotenen Kürbissorten gewesen. Der klassische Hokkaido, die Butternuss oder der Muskatkürbis, jede Sorte hat ihre Vorzüge und ihren ganz eigenen Geschmack. Daneben werden immer noch gerne die klassischen "Helloween-Kürbisse" gekauft und für die Herbstdekoration in Haus und Garten gab es tolle Angebote. Fürs leibliche Wohl sorgten die örtliche Gastronomie beziehungsweise die Kürbisbauern in ihren Höfen.

Für die musikalische Unterhaltung der Gäste waren die Gunzendorfer Blaskapelle, der Altendorfer Xonx-Verein und die Jugendblaskapelle Buttenheim zuständig. Der Auftritt der Kindertagesstätte Kürbisland wurde auch mit viel Beifall bedacht.

In diesem Jahr wurde wieder ein Kinderkürbiskönig ausgerufen. Der Obst- und Gartenbauverein Altendorf führt diesen Wettbewerb durch. Die 33 Kinder- und Jugendlichen sowie die Kindertagesstätte Kürbisland haben alle die gleichen Samen einer Helloween-Kürbis-Sorte bekommen und ihren Kürbis dann gedüngt, gewässert und gepflegt. Als Sieger konnte der Vorsitzende Markus Donhauser Julian Schuberth aus Seußling mit einem Kürbis von zwölf Kilogramm ausrufen. Neben viel Lob, der obligatorischen Schärpe und einem kleinen Präsent gab es auch Glückwünsche von der Hirschaider Spargelprinzessin Christina I.

Eine reife Leistung

Die Kürbiskönigin 2018 heißt Annelies Schlund. Ihr Kürbis eine amerikanische Sorte brachte 183 Kilogramm auf die Waage. Konkurrenz gab es diesem Jahr keine, jedoch ist es trotzdem eine reife Leistung bei dem bekanntlich trockenen Sommer. Ob die Altendorfer Kürbisköniginnen und -könige jetzt zu einer Erbpfründe der Familie Schlund werden, bleibt abzuwarten. In regelmäßigen Abständen wechseln sich Annelies Schlund und ihr Mann Wolfgang bei diesem Wettbewerb als Sieger ab.



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