Laden...
Bamberg
Coronavirus

Wie hoch ist das Infektionsrisiko beim Musizieren? Untersuchung der Bamberger Symphoniker klärt auf

Die Bamberger Symphoniker haben eine Untersuchung gemacht, wie gefährlich das Musizieren in Zeiten der Corona-Pandemie ist.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auftakt zur neuen Spielzeit in der Sinfonie an der Regnitz: die Bamberger Symphoniker mit ihrem Chefdirigenten Jakub Hru GradšaFoto: Barbara Herbst
Die Bamberger Symphoniker mit ihrem Chefdirigenten Jakub Hru Gradša. Die Musiker haben untersucht, wie gefährlich das Musizieren in Zeiten der Corona-Pandemie ist. Symbolfoto: Barbara Herbst

Mit der Messung von Luftströmen haben die Bamberger Symphoniker untersucht, wie gefährlich Musizieren in der Corona-Krise ist. Nach ersten Erkenntnissen verteilen sich beim Spielen von Blasinstrumenten oder beim Singen kaum feine Tröpfchen, die Viren übertragen könnten. "Wir vermuten, dass das Spielen eines Blasinstruments kaum Aerosole freisetzt, da bei der Tonerzeugung ja lediglich die Luftsäule im Instrument zum Schwingen angeregt wird", erklärte Intendant Marcus Axt. Nur sehr wenig Luft dürfte aus dem Instrument in die Umgebung abgegeben werden.

Bei dem Versuch erforschten ein Erlanger Ingenieursbüro und das Freiburger Institut für Musikermedizin mit künstlich erzeugtem Nebel, ob, wo und wie schnell beim Musizieren Luftbewegungen entstehen. Oft sei gar keine Bewegung messbar gewesen, teilte das Orchester mit. Bei keinem der 13 beteiligten Musiker habe sich die Luft mehr als einen Meter ausgebreitet. Eine andere Studie von Forschern zeigt, ob das Coronavirus auch über das Sprechen übertragbar ist.

Nach weiteren Untersuchungen im Labor hoffen die Bamberger Symphoniker, bald wieder auftreten zu können. "Die Musiker brennen dafür, vor Publikum zu spielen. Wir hoffen schon, dass wir noch vor der Sommerpause wieder mit den Proben beginnen können", sagte Axt. Das erste Konzert der Saison 2020/2021 soll am 31. August in Berlin stattfinden.

Verwandte Artikel