Scheßlitz
Gefahr

Wer legt in der Scheßlitzer Kiliansiedlung Nägel aus?

Angespitzte Metallsplitter, große Glasscherben und nach gebogene Nägel - was Peter Dorsch fast täglich findet ,ist nicht nur für Autoreifen gefährlich.
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Peter Dorsch zeigt einige der gefährlichen Funde. Foto: Stefan Fößel
Peter Dorsch zeigt einige der gefährlichen Funde. Foto: Stefan Fößel
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"Die Nägel sind so gebogen, dass sie sich genau in den Reifen bohren", sagt Dorsch. Angefangen hat alles im Februar 2016 - und seither nicht mehr aufgehört. Immer wieder läuft der Scheßlitzer seine Nachbarschaft in der Kiliansiedlung und Am Brand ab, er wird fast täglich fündig. Was Dorsch nicht findet, führt regelmäßig zu kaputten Reifen. Viel schwerer als der materielle Schaden wiegt für ihn die Gefahr für Leib und Leben: "Hier in der Straße ist die Johannes-Schule mit vielen schwerbehinderten Kindern. Nicht auszudenken, wenn denen was mit dem Schulbus passiert."

Über die Motive des Täters kann nur spekuliert werden - ob sich hier jemand von den durchfahrenden Autos gestört fühlt oder es auf bestimmte Anwohner abgesehen hat. "Wir können nur dazu aufrufen, es der Polizei anzuzeigen, wenn jemand auf so etwas aufmerksam wird oder selbst einen Schaden hatte. So können die Bürger unsere Arbeit unterstützen", sagt Helmut Fischer von der Polizeiinspektion Bamberg-Land. "Wir nehmen das auf und ermitteln."

Polizei Wer verdächtige Beobachtungen in Scheßlitz gemacht hat oder selbst einen Reifenschaden hatte, der in diesem Zusammenhang stehen könnte, kann sich an die Polizeiinspektion Bamberg-Land wenden, Telefon 0951/9129-310.

Straftat Wer mutwillig Nägel auslegt, begeht damit einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Je nach Schwere des Delikts kann eine solche Straftat mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Als strafverschärfend wirkt es sich nach Paragraf 315 Strafgesetzbuch aus, "wenn der Täter in der Absicht handelt, einen Unglücksfall herbeizuführen".

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier (für Abonnenten kostenlos).


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