Bamberg
Glosse

Wenn Wanzen in der Wohnung überwintern: Wieso ihr sie nicht zertreten solltet

Mittlerweile scheinen die meisten Wanzen ein warmes Winterquartier gefunden zu haben. Wer noch eine trifft, sollte sie lieber nicht zertreten.
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Eine Kiefernwanze auf Herbergssuche  Foto: Stefan Fößel
Eine Kiefernwanze auf Herbergssuche Foto: Stefan Fößel

Bis vor kurzem saßen sie auf vielen Mauern auf der Lauer. Die Rede ist nicht von kleinen, sondern von durchaus imposanten Wanzenarten, die auf der Suche nach einem warmen Winterquartier überall Einlass begehrten. Für Menschen harmlos, aber lästig.

Der lange und trockene Sommer hatte für besonders große Populationen gesorgt, unter anderem der aus China eingewanderten marmorierten Baumwanze oder der aus Nordamerika stammenden Kiefernwanze. Noch unbeliebter als Übernachtungsgast dürfte die grüne Stinkwanze gewesen sein - sie sondert bei Gefahr ein stinkendes Sekret ab.

Wanzen in der Wohnung: Besser leben lassen

Nun scheinen Wanzen einen besonderen Sinn für Humor zu haben. Einige Leser haben uns beschrieben, dass sie von breitschultrigen Insekten, die unbemerkt mit unter die Bettdecke gekrochen waren, aus dem Schlaf gerissen wurden. Mittlerweile scheinen aber alle Wanzen ein warmes Plätzchen gefunden zu haben, wo sie kein Mensch stört.

Wer doch noch eine in der Wohnung findet, sollte sie lieber nicht zertreten: Einige Wanzenarten sondern dann ein Aggregationspheromon, also einen Versammlungslockstoff ab - der lockt dann nur noch mehr Tiere an.

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