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Bamberg
Ankerzentrum

Weniger Flüchtlinge in Bamberg

Erstmals seit 2017 sinken auch in der Anker-Einrichtung Oberfranken die Flüchtlingszahlen wieder. Das könnte Hoffnungen wecken.
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In der Bamberger Aufnahmeeinrichtung leben deutlich weniger Menschen als vor einem halben Jahr.
In der Bamberger Aufnahmeeinrichtung leben deutlich weniger Menschen als vor einem halben Jahr.
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In der Ankereinrichtung Oberfranken (AEO) leben deutlich weniger Flüchtlinge als noch vor einem halben Jahr. Ende März 2019 bezifferte die Regierung von Oberfranken auf Anfrage die Belegung noch mit 1400 Personen. Mittlerweile ist diese Zahl auf 1003 geschrumpft.

Grund für den Rückgang sind die sinkenden Flüchtlingszahlen in ganz Deutschland. Derzeit leben Menschen aus 25 Nationen in der vor vier Jahren in Betrieb genommenen Aufnahmeeinrichtung. Die meisten kommen mit 290 aus Russland. 198 Menschen kommen aus dem Iran, 178 aus Nigeria.

Die niedrigeren Zahlen könnten Forderungen aus der Stadt neuen Auftrieb geben, ungenutzten Wohnraum in der ehemaligen Kaserne bereits vor 2025 freizugeben. Insgesamt verfügt die AEO über 3400 Wohnplätze.

Gegen den mit Millionenaufwand erfolgten Ausbau der Einrichtung hatte es massiven Protest aus Bamberg gegeben. Doch bisher verhallten Forderungen der Stadtspitze und aus der Bürgerschaft nach einer vorzeitigen Freigabe von Wohnblocks für den überhitzten Bamberger Wohnungsmarkt ungehört. Immerhin versprach Innenminister Joachim Herrmann (CSU), dass die Obergrenze von 1500 Personen in Bamberg unter den gegebenen Bedingungen nicht überschritten werden soll.

Wie die Aufnahmeeinrichtung in den vergangenen vier Jahren Bamberg veränderte und wie sich die Belegungszahlen über die Jahre hinweg entwickelten, lesen Sie hier im Premiumbereich von infranken.de.

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