Bamberg
Feierlichkeit

Welterbefeier: Unesco-Titel als wichtigstes Ereignis der jüngeren Bamberger Geschichte

Das Wochenende stand im Zeichen von 25 Jahren Weltkulturerbe. Die Bamberger Lions Clubs stellten ein kulinarisches und musikalisches Programm zusammen.
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Das  Welterbe wurde am Wochenende auch auf dem Maxplatz mit viel Musik gefeiert:  So spielte neben dem Jugendspielmannszug St. Otto  das   Jugendorchester der Musikschule Bamberg  (Bild) unter der Leitung von Martin Erzfeld. Foto: Andreas Thamm
Das Welterbe wurde am Wochenende auch auf dem Maxplatz mit viel Musik gefeiert: So spielte neben dem Jugendspielmannszug St. Otto das Jugendorchester der Musikschule Bamberg (Bild) unter der Leitung von Martin Erzfeld. Foto: Andreas Thamm
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Was segelt da am Samstagvormittag durch die Lüfte über dem Maxplatz? Fluffig weich sieht es aus, weiß und ein bisschen wie Stryopor vielleicht. Da kommt schon das nächste Ding vorbeigeflogen. Und die Form? "Ein Weinglas?", vermutet ein Besucher. Könnte passen, schließlich schenkt nebenan der Lions Club Verona italienische Weine aus.

Nicht ganz. Denn an diesem Tag ist nicht schon wieder Weinfest, sondern Eröffnung des Welterbe-Wochenendes. Und weil Bamberg in diesem Jahr bekanntlich 25 Jahre Welterbe feiert, fliegt hier schaumig-weiß die 25 durch die Luft.

Aus Styropor sind die auch nicht. Alexander Behounek weiß mehr. Der Rosenheimer steht neben einem Kasten, aus dem es oben kräftig schäumt. Dann schneidet eine Schablone die 25 aus dem Schaum, bis das Gebilde abhebt. "Da drin sind 30 Liter Wasser, die werden mit Druckluftgeneratoren aufgeschäumt. Dann wird das mit Helium versetzt und dadurch fliegt das", erklärt Behounek.


OB betont Wichtigkeit des Titels

Neben Behouneks "Waschmaschine" sammeln die Bamberg Skatefreunde Geld für ihren Skatepark. Und Bamberg TV sammelt Stimmen: "Was ist für dich Welterbe?" Die Besucher sollen die Antwort auf diese Frage in eine Sprechblase schreiben und sich damit filmen lassen. Kurz nach Beginn der Veranstaltung stand bereits der erste Gast vor der Kamera. Seine Antwort: "Wertvolle Gebäude."
Das Welterbe-Fest auf dem Maxplatz ist maßgeblich von den drei Bamberger Lions Clubs organisiert und finanziert worden. Sie haben ein vor allem musikalisches Programm zusammengestellt. Mit Rumms kommt um halb elf der erste Programmpunkt ums Eck: Das ist der weithin hörbare Jugendspielmannszug St. Otto. Die Bamberg zücken ihre Smartphones und filmen und fotografieren.

Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) betont in seiner Begrüßung die Wichtigkeit des Unesco-Titels: "Die Verleihung des Welterbe-Status war meiner Meinung nach das wichtigste Ereignis der jüngsten Bamberger Geschichte." Bamberg habe seither nicht nur 76.000 Basketballtrainer, sondern auch 76.000 Denkmalschützer.


Welterbe-Ballons steigen hoch

Patricia Alberth, Leiterin des Zentrums Welterbe, freut sich, dass es schon am Vormittag so viele Bamberger auf den Maxplatz verschlagen hat. Bevor die
Welterbe-Ballons steigen, soll es noch eine Überraschung geben. Und dann geschieht zunächst einmal nichts. Rätselraten im Publikum. Bis neben der Bühne einige und dann immer mehr Musiker ihre Instrumente in Stellung bringen.

Das ist das Jugendorchester der Musikschule Bamberg unter Leitung von Martin Erzfeld. Schnell ist klar, was hier gespielt wird: Beethoven. Ode an die Freude. Das geht und rührt immer, insbesondere in der Juni-Sonne vor Rathauskulisse. Vor allem die kleinen Gäste eilen danach umgehend zum Stand, wo es die grünen und blauen Luftballons gibt. Wenig später steigen auch sie in die Lüfte über dem Maxplatz und gesellen sich zu den Schaumgebilden aus Rosenheim.

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