Merkendorf
Betreuung

Wasser: Merkendorfs Kita war diese Woche zu

Nach einem Schlauchdefekt war die Merkendorfer Kita diese Woche geschlossen. Der Schaden in bewegt sich im sechsstelligen Euro-Bereich.
Artikel drucken Artikel einbetten
Diese Woche war hier kein Kita-Betrieb.Foto: Barbara Herbst
Diese Woche war hier kein Kita-Betrieb.Foto: Barbara Herbst
+18 Bilder

Das hat es zum Glück nicht oft - dass eine Kita von heute auf morgen eine Woche dicht macht. "Zum Glück war es ein Sonntag", zeigt sich Kitaleiterin Anja Seeger-Huck pragmatisch. Am Sonntag vor einer Woche stand die Kita St. Martin im Erdgeschoss und Untergeschoss knöcheltief unter Wasser: Übers Wochenende war über einen abgeplatzten Anschlussschlauch in einer Krippenküche alles vollgelaufen. Die Folge: Ein Schaden im sechsstelligen Euro-Bereich, schätzt Bürgermeister Gerd Schneider (parteilos), der gleich ein "mindestens" hinterherschiebt. Vieles ist nun Sache der Versicherung. Am Montag nimmt die Einrichtung nach der Woche Zwangspause wieder ihren Betrieb auf, wobei die nächsten Monate einiges zu improvisieren sein wird.

Was war geschehen? Sonntagvormittag fand auf dem Sportplatz neben der Kita, die aus der früheren Volksschule hervorgegangen ist, ein Fußballspiel statt. Dabei fiel Zuschauern auf, dass Wasser aus dem Kitagebäude drang, das wurde einer Nachbarin mitgeteilt, die hatte wiederum die Telefonnummer der Kita-Leiterin, und ab da wurde alles in Gang gesetzt - von der Feuerwehr bis zum Bürgermeister. Wasser wurde abgepumpt "und gerettet, was zu retten war", so die Kita-Leiterin. Trotz aller Bemühungen ist etwa die Hälfte des nahezu neuen Mobiliars unbrauchbar geworden. Wie ein Schild auf dem Parkplatz signalisiert, wird immer noch in Mulden abtransportiert.

Räume im Obergeschoss

In all dem Unglück sind Kita-Leiterin und Bürgermeister froh, dass erst im vergangenen Herbst die Räume im Obergeschoss neu ausgebaut worden sind, denn diese dienen nun als Ausweichräume für die 65 Kindergartenkinder. Die 24 Krippenkinder wiederum werden aufgeteilt: Ein Teil kommt in der Kita-Turnhalle unter, der andere wird in den Schwesterkindergarten in Drosendorf ausgelagert. Diese Lösung, so Schneider und Seeger-Huck, war mit der Rechtsaufsicht, also dem Landratsamt, ausgearbeitet und abgesprochen worden.

Während im Krippenbereich im Erdgeschoss nun Sanierungsarbeiten anstehen, die etwa drei Monate in Anspruch nehmen werden, sieht es im Geschoss darunter noch übler aus: Decken, Wände und Böden sind betroffen. Es muss rausgerissen, getrocknet, erneuert werden. Dauer: derzeit geschätzte sechs Monate. Eine lange Zeit des Improvisierens steht wohl allen Beteiligten bevor. Doch Kita-Leiterin Seeger-Huck ist zuversichtlich: "Wir sind guter Dinge, unser Team stemmt das! " Das Wetter soll gut werden, es gibt Wald- und andere Tage sowie ein wunderbares Freigelände vor der Kita St. Martin.

Außerdem weiß sie um das gute Verhältnis zu den Eltern: Noch am Wasserschaden-Sonntag sind etliche gekommen und haben sofort mit angepackt. Als das 13-köpfige Team, das trotz Schließung in der Kita zu tun hatte, starke Männer für Transportarbeiten brauchte, waren über 35 zur Stelle, freut sich Seeger-Huck.

Auch untereinander hatten sich die Eltern in der Woche geholfen: mit gegenseitiger Betreuung der Kinder. Aber auch etliche Großeltern waren eingesprungen. Es gab niemanden, der nicht wusste, wohin mit den Kindern, kann die Leiterin beruhigt bilanzieren. "Wie gesagt, es war viel besser, dass der Schaden schon am Sonntag entdeckt wurde und wir nicht am Montag vor einer Tür standen, aus der Wasser floss." Die Eltern wiederum, so Elternbeiratsvorsitzende Claudia Pfister, "sind froh, dass es mit der Betreuung weitergeht", die Zeit des Provisoriums sei absehbar.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren