Gundelsheim
Jugendarbeit

Was ist mit der Gundelsheimer Jugend los?

Gibt es auffällige Jugendliche, was passiert mit Geld, das die Jugend einnimmt, und braucht die Gemeinde ein Jugendparlament? Das waren Fragen, die der Gemeinderat der neuen Jugendsozialarbeiterin Vanessa Konz stellte.
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Ein Schnappschuss von der Jugendarbeit Foto: privat
Ein Schnappschuss von der Jugendarbeit Foto: privat
Vanessa Konz hat alles im Griff. Das heißt, für die Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde gibt es eine Vielzahl von Freizeitbeschäftigungen und Betreuung auch außerhalb der Vereine unter dem Dach eines Jugendarbeitsmodells (JAM). Als Folge gibt es keine Probleme. Das ist die Botschaft, die der Gemeinderat im Bericht der neuen gemeindlichen Jugendsozialarbeiterin erfuhr. Im August hat die 23-Jährige die Nachfolge von Julia Quaschnik begonnen.

Seit über zehn Jahren

Seit über zehn Jahren beteiligt sich Gundelsheim gemeinsam mit der Gemeinde Viereth- Trunstadt an dem Jugendarbeitsmodell. Wobei die professionellen Jugendsozialarbeiter über den Trägerverein Iso angestellt sind.
Der Bericht der neuen Jugendarbeiterin ließ erkennen, dass sie sich augenscheinlich gut eingearbeitet hat.
Zu etwa 170 Kindern hat sie, auch als Resultat ihrer Tour durch Schulen und das Verteilen von Flyern, Kontakt.

Vanessa Konz betreut sie in den Kinder- und Jugendtreffs in den Räumlichkeiten des Pfarr- und Jugendheimes im "Schlupfloch". Den Kindertreff ab 6 Jahren besuchen im Schnitt 15 bis 25 Kinder, den Jugendtreff etwa zehn Teenager. Sie sei Ansprechpartner bei Konflikten oder Dingen, die ihre Klientel bewegen, so Konz.

Ein weiteres Ziel

Als ein weiteres Ziel ihrer Arbeit formulierte sie die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Gemeinde, wozu die Beteiligung bei Festen wie Kerwa aber auch am Weihnachtsmarkt zählten. Die Vorbereitung auf Bewerbungen zählte sie als ein weiteres Einsatzgebiet auf. Wie bereits bei der Tour durch die Schulen umgesetzt, sei auch die Kooperation mit den Bildungseinrichtungen wichtig. Generell orientiere sie sich am Bedarf. Im Ausblick formulierte die Referentin, dass die Arbeit in den genannten Bereichen weitergehen, die Integrierung der Jugendlichen in die Gemeinde weiter über die Beteiligung an Festen erfolgen solle. Auch eine weitere Jungbürgerversammlung ist geplant.

Dank für Engagement

Bürgermeister Jonas Merzbacher (SPD) bedankte sich für Engagement und Bericht. Er brachte zudem in Erinnerung, dass man sich eine Vollzeitkraft nicht leisten könne und deswegen mit der Gemeinde Viereth-Trunstadt kooperiere.

Dank sagte Merzbacher er überdies der Pfarrgemeinde, deren Räume im Pfarr- und Jugendheim für die Jugendarbeit im Treff "Schlupfloch" genutzt werden. Hier gebe es keine Probleme, die zu behandeln wären. Auch sonst nicht mit Nachbarn an den Stellen, wo Jugendarbeit stattfindet.

Siegfried Neugebauer (SPD) wollte wissen, was mit dem Geld geschieht, das die Jugendlichen einnehmen. Das bekomme die Gemeinde, die es ihrerseits wieder zweckgebunden für die Jugend ausgebe, so Merzbacher dazu. Maria Tadda (Grüne/FriWi) interessierte es, ob unter den betreuten Jugendlichen schwierige Jugendliche seien, "die von außen betreut werden müssten."

Kontakt mit ihr reicht aus

Vanessa Konz verneinte dies. Es gebe wohl den einen oder anderen, der mehr Unterstützung brauche. Es reiche derzeit aber aus, wenn sie selbst in Kontakt trete. Bernhard Oppel (SPD) fragte, ob ein Jugendparlament für Gundelsheim ein Thema wäre. Dazu meinte die Jugendarbeiterin, man müsse zuerst bei einer Jungbürgerversammlung ausloten, ob Interesse vorhanden ist. Bürgermeister Merzbacher merkte dazu seinerseits an, "das Kontinuierliche funktioniert nicht." Im gesamten Landkreis gebe es kein Modell, das über Jahre hinweg funktioniert.

Dazu führte Michael Gerstner von der Leitung des Vereins Iso aus, das Funktionieren sei eher projektbezogen. Jungbürgerversammlungen hält er für wesentlich tragfähiger. Andreas Hergenröder (CSU) sprach dann die Problematik am Tennisplatz an. Damit meinte er eine Einbruchserie. Hier gab Bürgermeistern Merzbacher Entwarnung.

Austausch beibehalten

Abschließend unterstrichen Konz, Gerstner und Merzbacher die Bedeutung des Austausches zwischen Gemeinde und professionellen Jugendarbeitern. Weshalb es weiterhin die regelmäßige Berichterstattung geben wird.

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