Bamberg
Gastronomie

Eröffnungen, Schließungen, Pächtersuche: Was gibt es Neues bei den Gastwirtschaften im Landkreis Bamberg?

Wo schließen Lokale im Bierland Bamberg? Wo im Landkreis gibt es Neueröffnungen bei den Gasthäusern? In welchen Restaurants übernimmt ein neuer Wirt? Ein Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
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Das "LudwigX" in Burgebrach schließt im Sommer. Foto: Ronald Rinklef
Das "LudwigX" in Burgebrach schließt im Sommer. Foto: Ronald Rinklef

Was tut sich bei den Gastwirtschaften im Bamberger Landkreis? Wir haben nachgefragt und haben die Ergebnisse von A bis Z zusammengestellt.

Gastronomie-Neuerungen im Kreis Bamberg: Holzofenpizzeria in Baunach kurz vor der Eröffnung

Altendorf: Das "Backstahäusla" am Bahnhof habe seit ein paar Wochen wieder geöffnet, heißt es im Rathaus. Ansonsten sind keine Veränderungen bekannt.

Baunach: In der Stadt verdichten sich die Gerüchte, dass im ehemaligen "Storchennest" - im alten "Zahn" - eine neue Pizzeria aufmachen soll. Das stimmt. Im Inneren wird fleißig gearbeitet. Das Herzstück des Restaurants steht schon: der bunt gekachelte Holzofen, tagelang ausgebrannt, damit darin künftig echte Holzofenpizzas brutzeln können. Drumherum wird noch die Küche eingerichtet, Tische und Stühle sind schon angeliefert.

"Traditionell im Landhausstil mit Wohnzimmeratmosphäre soll es werden", verspricht die neue Eigentümerin und Wirtin, die bereits in Bamberg ein Lokal führt. "LeNoA" soll die neue Holzofenpizzeria heißen. Vorgesehen ist laut der Wirtin bisher Bitburger-Bier. In den nächsten Wochen soll es losgehen. Ein Eröffnungsdatum steht noch nicht fest, die Neuen drücken aber aufs Tempo.

Bischberg: Ein Pächterwechsel im "Häusla" des FC Bischberg hat stattgefunden.

Breitengüßbach: Ein geplanter Pächterwechsel im Schützenhaus ist bisher noch nicht in trockenen Tüchern. Fest steht: Die bisherige Pächterin hört im Sommer auf. Ansonsten ist in der Verwaltung keine Änderung bekannt.

Burgebrach: Das "LudwigX" - "jung, frech, fränkisch" - wird es in dieser Form nicht mehr geben. Der Wirt Klaus Ludwig steigt im Sommer im elterlichen Catering-Service ein. "Unser Sohn wird sich hier einbringen und engagieren, meine Frau und ich wollen etwas kürzertreten", berichtet Seniorchef Georg Ludwig. Der Partyservice soll von den kreativen Essensideen des Juniors profitieren, der im "LudwigX" auch mal Surf-and-Turf-Burger mit Hackfleisch und gegrilltem Tintenfisch zusammengestellt hat. Seine Gäste honorierten die Vielfalt.

Wie es im Gasthof weitergeht? "Bisher gab es mehrere, lose Anfragen für eine Übernahme, aber einen neuen Pächter gibt es meines Wissens noch nicht", berichtet Bürgermeister Johannes Maciejonczyk. "Noch ist alles offen", bestätigt Eigentümerin Anita Winkler aus Litzendorf.

Burgwindheim: Findet sich jemand, der den "Bunker" wieder mit Leben füllt? So nannten die Burgwindheimer die Gastwirtschaft, die unter der Turnhalle neben der Kegelbahn entstanden war. Aus einer Bewirtung für die gegnerischen Mannschaften war ein Lokal gewachsen. Doch seit zwei Jahren ist Schluss. Ein neuer Pächter wird gesucht.

Buttenheim: Im Rathaus heißt es: Es gibt nichts Neues. Keine Wirtschaft, aber die Gunzendorfer Disco hat wieder geöffnet. Metal-Bands, Go-go-Tänzerinnen oder auch DJs heizen dem Publikum ein.

Ebrach: Im Rathaus gibt es die Auskunft: keine Änderungen.

Frensdorf: Auch in Frensdorf sind in der Verwaltung keine aktuellen Veränderungen im Gastrobereich bekannt.

Gerach: Die Gemeinde ist gastronomisch aktuell von Beständigkeit geprägt.

Gundelsheim: Neuerungen sind Bürgermeister Jonas Merzbacher nicht bekannt. Teilweise sei nur noch an bestimmten Tagen geöffnet oder es gebe kleinere Speisekarten, aber größere Veränderungen gebe es nicht.

"Schwanenbräu"-Sanierung in Hallstadt, neues Café in Memmelsdorf

Hallstadt: Die Sanierung der Gaststätte "Schwanenbräu" (ehemals Georgenhof) ist in vollem Gange. "Im Jahr 2020 soll das als denkmalgeschützte Gebäude vollständig saniert sein und das gastronomische Angebot in der Innenstadt vervollständigen", berichtet die Stadt.

Heiligenstadt : profitiert vom Tourismus in der Fränkischen Schweiz, wie Bürgermeister Helmut Krämer berichtet. Mit Heroldsmühle und Neumühle haben in den vergangenen zehn Jahren nur zwei Gastwirtschaften geschlossen.

Ansonsten gibt es nur kleinere Änderungen: Das Vier-Sterne-Hotel "Sponsel-Regus" in Veilbron hat seine Bettenkapazitäten von 90 auf 130 Betten erweitert und sich voll auf den Tourismus konzentriert. Das Naturfreundehaus Veilbronn mit Kletterwald hat immer mehr Zulauf von Einheimischen und Touristen. Im Landgasthof Lahner in Veilbronn werden die Gästezimmer geschlossen und die Öffnungszeiten reduziert. Der Gasthof Ott in Oberleinleiter hat zwei Ruhetage eingeführt.

Hirschaid: Die Schließung der Brauerei Brütting liegt schon einige Zeit zurück - ansonsten meldet die Marktgemeinde: keine Veränderungen.

Kemmern: Die Bierkeller-Gemeinde meldet ebenfalls: Es gebe nichts Neues.

Königsfeld: Die Gaststätte "Zur Post" in Königsfeld öffnet weiterhin nur sporadisch für Veranstaltungen. Bei der Braugaststätte Grasser in Huppendorf haben sich die Öffnungszeiten geändert.

Lauter: Auch hier gibt es laut Verwaltung keine Schließungen oder Neueröffnungen.

Lisberg: Bürgermeister Michael Bergrab sind keine Änderungen bekannt.

Litzendorf: Das "Landhaus Lohntal" ist seit dem vergangenen Sommer ein Hotel garni für Übernachtungen mit Frühstück. Die Gastronomie ist geschlossen. "Das bleibt erst mal so, das hängt an vielen Faktoren", berichtet Chefin Tanja Salzbrenner und betont: "Veranstaltungen und Tagungen können gebucht werden."

Memmelsdorf: Der "Hummel-Keller" in Merkendorf bleibt auch in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen geschlossen. Wie es weitergehen wird, ist laut Maria Hummel noch offen: "Die Wirtschaft hat aber ganz normal geöffnet." In der Bahnhofstraße in Memmelsdorf hat ein neues Café eröffnet, das "Ohlands" mit "Obazda, Spiegeleiern oder Burgern".

Oberhaid: "Momentan läuft alles gut", sagt Bürgermeister Carsten Joneitis. Vor einigen Monaten eröffnete das "Gambrinus" in Unterhaid mit deutsch-thailändischer Küche. Es sei gut angenommen worden.

Pettstadt: "Es geht weiter", sagt Eigentümer Leonhard Schrauder über den Schrauder-Keller. Die neue Pächterin Ananya Cegla ist bekannt aus dem Gasthaus Göller in Pettstadt. Gerade wird eifrig saniert. "Wir hoffen, dass wir Anfang Mai aufmachen können", berichtet ihr Mann Sven. Es solle weiterlaufen wie bisher, mit ein, zwei warmen Gerichten, wenn das Landratsamt mitspielt. Und was passiert im Gasthaus Göller? "Das wird neu verpachtet", sagt Eigentümer Berthold Göller. "Das Gasthaus gibt es seit 300 Jahren, wir haben nicht vor, es zu schließen."

Pommersfelden: In der Gastwirtschaft Hopf in Stolzenroth steht ein Umbau an - das Lokal ist dennoch geöffnet. "Unsere Scheune wird zum barrierefreien, klimatisierten Festsaal für bis zu 150 Personen umgestaltet", berichtet Herbert Hopf. Der Raum könne auch für Tagungen genutzt werden, da die parlamentarische Sitzordnung gewährleistet werden könne. Das sieben Meter hohe Gebälk wird freigelassen.

Priesendorf: Bürgermeisterin Maria Beck sind keine Neuigkeiten bekannt.

Rattelsdorf: Im Rathaus sind keine Neuigkeiten im Gastrobereich bekannt.

Reckendorf: "Alles weiter im grünen Bereich", sagt Bürgermeister Manfred Deinlein zur Situation in Reckendorf. Im Gasthof "Zur Linde" in Laimbach versichert die Wirtin: "Alles bleibt, wie es ist." Hier gab es nur formale Wechsel. Eine Neuigkeit gibt es in Reckendorf aber doch: eine dritte Biermarke. "BroBier" brauen Johannes Lurz und Andreas Eckschmidt in der Schlossbrauerei - kreative Bierkreationen vom Ale bis zum Rotbier.

Scheßlitz: Das Wirtshaus "Glanzers Michl" in Straßgiech hat seit Februar unter neuer Leitung wieder geöffnet - im Vollbetrieb von Dienstag bis Sonntag. "Fränkischer Mittagstisch, abends flexible Karte mit Burgern, Steaks, verschiedenen Gerichten", berichtet Wirt Tobias Otto aus Straßgiech, der bisher das Wirtshaus in Sassendorf betrieben hat und sich nun komplett selbstständig macht. Das Bier bezieht er von den Brauereien Grasser in Huppendorf und Binkert in Breitengüßbach.

Ebenfalls in Straßgiech soll im Sommer der Gasthof "Drei Kronen" wiedereröffnen. "Aktueller Stand ist, dass es demnächst gut bürgerlich fränkisch weitergeht", berichtet Johann Gerner, lokaler Ansprechpartner einer Eigentümergesellschaft.

Nur drei Kilometer Luftlinie entfernt, eröffnet am 1. Mai der "Schwanenkeller" am Scheßlitzer Freibad wieder. "Der Termin ist fix. Um 15 Uhr geht es los", berichtet Nicole Weiß. Zusammen mit ihrem Mann Eddy hat sie den Keller übernommen. Künftig soll er an sechs Tagen in der Woche geöffnet sein, Dienstag ist Ruhetag. Betrieb ist bei jedem Wetter geplant: Die Gaststube bietet 45 Leuten Platz, der Biergarten 250. Es gibt fränkische Brotzeiten, ein paar warme Gerichte, dazu Getränke der Brauerei Loscher aus Münchsteinach.

Auch die "Weinstube Stadtmühle" in Scheßlitz ist seit Dezember 2018 wieder unter neuer Leitung geöffnet. Der Thai-Imbiss "Sasi" in Scheßlitz ist seit Dezember 2018 geschlossen. Auch die Vinothek, Trattoria "Toscanino" in Scheßlitz hat geschlossen - die Wirte sind kürzlich nach Bamberg in den Hain umgezogen, die Eröffnung hat bereits stattgefunden. Wie es im restaurierten Kutscherhof in Scheßlitz nach der Schließung weitergeht, ist noch offen. Die Eigentümer sind auf der Suche nach einem neuen Pächter.

Schlüsselfeld: Im Ortsteil Elsendorf hat die Brauerei Sternbräu ihren Betrieb eingeschränkt. Künftig ist die Wirtschaft nur noch für Hotelgäste geöffnet.

Schönbrunn: "Es gibt nichts Neues", sagt Bürgermeister Georg Hollet. Im Ortsteil Grub hat der Gasthof Krug mit Nachfolgeproblemen zu kämpfen.

Stadelhofen: Die Gastwirtschaft Lindner ist aktuell geschlossen. Das soll aber nicht mehr lange so bleiben. Nach einer Zwangsversteigerung ging das Anwesen an einen Bamberger Immobilienmakler, seit Herbst gibt es einen neuen Eigentümer - und der sprüht vor Optimismus. "Ich bin 35 Jahre lang zum Essen hier hin gegangen und war völlig von den Socken, als das hier verkauft wurde", berichtet Andreas Zeilinger. "Nach zwei Jahren Stillstand soll es endlich weitergehen, wir hoffen schon im August."

Das Innere der Wirtschaft sei bereits renoviert. Ein Wasserschaden war zu verkraften, die Laube wurde herausgerissen. "Den Tanzsaal oben wollen wir wieder reaktivieren, der ist erste Sahne", sagt der 60-Jährige aus Bamberg. Der Biergarten soll wachsen: 200 im hinteren Bereich, dazu sollen vorne 100 Plätze entstehen. Wie Bürgermeister Ludwig Göhl bestätigt, liegt ein entsprechender Antrag dem Gemeinderat vor.

Göhl begrüßt die Pläne, um die Straßenansicht zu verbessern. "Das Anwesen soll wieder ein richtiger Augenschmaus werden", verspricht Zeilinger. Und der Gaumenschmaus? "Wir wollen fränkische Kultur in der Küche mit Schäuferla und Bratwurst", antwortet der Investor, der anfangs einen Siebentagebetrieb plant, immerhin sei man das erste Gasthaus am Tor zur Fränkischen Schweiz. Der Name wird sich ändern: Der Gasthof soll künftig "Steinfelder Felsenwirt" heißen - wegen des Felsens im hinteren Bereich des großen Anwesens. "Auch mit dem Felsen haben wir Einiges vor." Die Freilichtbühne - "hässlich aus Beton" - soll abgerissen werden. Fränkisches Bier aus der Region soll die Kehlen befeuchten.

Stegaurach: Ein Pächterwechsel steht in der "Blauen Grotte" an. Lokal und Hotel schließen am 17. Juni und starten ab 1. Juli mit dem neuen Chef wieder. Ob es dann weiterhin tellergroße Schnitzel geben wird? Die Zukunft wird es zeigen?

Strullendorf: Wegen Krankheit bis auf Weiteres geschlossen hat die Brauerei Krug in Geisfeld. "Wir suchen einen Pächter für den Gasthof, die Brauerei würde ich dann selbst weiterführen", berichtet Stefan Krug. Geschlossen hat auch das Bistro "Main Street" in Strullendorf.

Viereth-Trunstadt: "Keine Änderungen", berichtet die Rathausverwaltung auf Nachfrage.

Walsdorf: Wie es mit dem "Weißen Lamm" weitergeht, ist noch offen. 2016 schlossen die Eigentümer nach 246 Jahren die Schank- und Speisewirtschaft. Der Saal wurde nur noch sporadisch genutzt. Die Gemeinde sucht nach einer neuen Nutzung - eine gastronomische Zukunft wird aber wohl nicht geben.

Wattendorf meldet: keine Änderungen.

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Zapfendorf: Hier haben laut Auskunft der Gemeinde in den vergangenen Jahren einige Gastwirtschaften geschlossen wegen Personalmangel und zu großen Auflagen an Hygienemaßnahmen, einige denken darüber nach, mehrere Tage zu schließen, da sie kein Personal mehr finden. Auch die Nachfolge sei teilweise problematisch. Aufgegeben haben laut Rathausverwaltung in den vergangenen Jahren: Mahkorn Unterleiterbach, die Gastwirtschaft Seelmann (Zur Schwane) Zapfendorf und die Gastwirtschaft Hofmann (zur Sonne).

Auch das Gasthaus Ortlauf in Sassendorf hatte zwischenzeitlich geschlossen. Doch der neue Pächter Alexander Will will sein erstes eigenes Lokal führen - die Eröffnung ist für die Osterzeit geplant. "Es wird grundsätzlich fränkisch", verspricht er voller Vorfreude. Dazu gibt es im Wirtshaus dann Wagner-Bier der Inhaber-Brauerei aus Merkendorf.

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