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Bamberg
Gewerbeobjekt

Von der Blumen-Gärtnerei Mayer zum blühenden "Gewerbepark"

Zwischen der Starkenfeld- und der Pödeldorfer Straße wurden in zwei Häusern 7700 Quadratmeter Nutzfläche und 190 Parkplätze geschaffen.
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Das neue Geschäftshaus an der Starkenfeldstraße Foto: Matthioas Hoch
Das neue Geschäftshaus an der Starkenfeldstraße Foto: Matthioas Hoch
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Nicht jeder Investor sei gewillt, über einen Zeitraum von sechs Jahren seine Investitionsbereitschaft gegen immer wieder auftretende Probleme durchzusetzen. Mit diesen Worten würdigte Architekt Peter Keidel die Geduld und Zielstrebigkeit, mit denen der Bauherr Raimund Stark sein Gewerbeprojekt auf dem Gelände zwischen der Starkenfeldstraße und der Pödeldorfer Straße letztlich zur allseitigen Zufriedenheit durchsetzte.

Dieser Tage wurde in Anwesenheit zahlreicher Bauunternehmer, Partner und Mietparteien die Einweihung des aus zwei Gebäuden bestehenden Komplexes gefeiert. Pfarrer Günter Höfer bat um Gottes Segen für alle, die in den Neubauten zu tun haben. Es sind mehr als hundert Frauen und Männer, die hier ihrer Arbeit nachgehen.
Investor Raimund Stark erwähnte, dass er im Jahr 2007 das vormalige Grundstück der Blumen-Gärtnerei Mayer erwarb.
Nach Verhandlungen mit der Stadt Bamberg habe er angrenzend weitere Flächen kaufen und ein Areal von 9100 Quadratmetern bilden können.

Für dieses Gebiet sei bereits ein rechtsgültiger Bebauungsplan für Wohnbebauung vorhanden gewesen, erinnerte Architekt Keidel. Eine Wohnsiedlung wäre an dieser Stelle aber nur sehr schwer zu errichten gewesen. Und für die Verwirklichung eines Einkaufszentrums wurde die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans erforderlich. Ständig habe die Planung neuen Gegebenheiten und Anregungen der beteiligten Ämter der Stadt Bamberg angepasst werden müssen.

Gleichwohl dauerte es von der Antragstellung am 23. März 2010 noch bis zum 27. Januar 2012, bis der Bebauungsplan rechtskräftig geworden sei. Immerhin seien dann von der Einreichung des Bauantrags bis zu dessen Genehmigung nur noch zwei Monate verstrichen. Dann ging es - trotz eines langen kalten Winters - flott weiter.

Rund 38.000 Kubikmeter Raum wurde umbaut (entspricht 38 Einfamilienhäusern) und 7700 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen. Ferner wurden ein Parkplatz mit 151 Stellflächen und eine Tiefgarage für 40 Autos errichtet. Am 4. Juni 2012 war der Baubeginn. Zwölf Monate später konnte bereits der Edeka-Lebensmittelmarkt eröffnen. Inzwischen haben eine Reihe von regional und bundesweit operierenden Firmen ihre Geschäfts- und Büroräume in dem Komplex bezogen.

Architekt Keidel sieht dringenden Handlungsbedarf des Staates und der Behörden, um zu kurzfristigen Genehmigungen für wirtschaftlich interessante Investitionen zu gelangen.

Gegenüber dem Edeka-Markt befindet sich in dem von Raimund Stark finanzierten Objekt an der Pödeldorfer Straße 136 eine Filiale der Dm-Drogeriemärkte. Weitere Mieter in diesem Haus sind eine Steuerkanzlei, ein Planungsbüro, der Reservistenverband und die Bundeswehr, die hier nach dem Umzug von der Promenade ihr neues Karriereberatungsbüro betreibt. Im Dachgeschoss wurden zwei exklusive Wohnungen ausgebaut.

Der Gebäudekomplex Starkenfeldstraße 21 enthält im Erdgeschoss den 2500 Quadratmeter großen Edeka-Markt Döring. Die Sozialräume des Marktes wurden im 1. Stock eingerichtet. Außerdem haben sich auf dieser Etage ein Unternehmen der Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik sowie die Bosch-Krankenkasse eingemietet.

Eine Filiale der Postbank benutzt Räume im zweiten Obergeschoss. In der Etage darüber hat sich eine Steuer- und Rechtsanwaltskanzlei niedergelassen und im vierten Stock, der Penthousefläche, residiert ein Beratungsunternehmen für Personal und Organisation von Banken. Über zwei Mietflächen in dem Objekt werden momentan noch Verhandlungen geführt.

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