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Basketball

Von Aufgabe ist bei der DJK Brose Bamberg keine Rede

Die DJK Brose Bamberg empfängt im Abstiegskampf der Damen-Bundesliga Oberhausen.
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Aufgeben, sich wegwerfen - das kommt für Jessica Miller nicht in Frage. Die Kapitänin der DJK Brose Bamberg gibt sich im Rennen um den Klassenerhalt in der Bundesliga kämpferisch. Foto: sportpress
Aufgeben, sich wegwerfen - das kommt für Jessica Miller nicht in Frage. Die Kapitänin der DJK Brose Bamberg gibt sich im Rennen um den Klassenerhalt in der Bundesliga kämpferisch. Foto: sportpress
Wenn die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg am Samstag (20 Uhr) im letzten Heimspiel der Bundesliga-Saison 2013/14 in der Graf-Stauffenberg-Halle auf evo New Basket Oberhausen treffen, ist ein Sieg zwingend erforderlich, um die theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Gleichzeitig dürfen die Konkurrenten aus Freiburg und Osnabrück ihre Heimspiele nicht gewinnen.
Die Oberhausenerinnen um Trainerin Katja Zberch befreiten sich indes mit einer Serie von vier Siegen aus den gefährdeten Regionen und sind aus den Playoff-Rängen wohl nicht mehr zu verdrängen. Der vor vier Wochen noch interessante direkte Vergleich - die Korbjägerinnen aus dem Ruhrgebiet gewannen das Hinspiel mit 53:49 - ist somit aus Sicht der DJK-Damen nicht mehr relevant. Was zählt, ist ein Sieg, ganz gleich in welcher Höhe. Abgesehen davon ist die Mannschaft von Trainer Ulf Schabacker allerdings auf Schützenhilfe angewiesen, denn sollte Freiburg (gegen Chemnitz) oder Osnabrück (gegen Marburg) punkten, wäre der Abstieg nach zwei Spielzeiten im Oberhaus nicht mehr abwendbar.
Doch solange der Funke Hoffnung lebe, werde man nicht aufgeben, kündigte Kapitänin Jessica Miller an: "Selbst wenn die Chance, unser sportliches Ziel zu erreichen, nur noch bei einem Prozent liegt, werden wir weiter kämpfen." Ganz verdaut war die bittere 85:92-Niederlage nach Verlängerung in Chemnitz da freilich noch nicht. Nachdem vor zwei Wochen Minja Terzic den Herner TC in der Stauffenberg-Halle mit Ablauf der Uhr zum Sieg geschossen hatte, führte am vergangenen Sonntag Amanda Davidson die Chemcats mit dem letzten Wurf in die Verlängerung und auf die Siegerstraße. Ein erneuter Nackenschlag für das Schabacker-Team, das die Punkte zweimal bereits sicher gehabt zu haben schien.
Sich davon zu erholen und angesichts der verschärften Lage noch einmal alle Kraftreserven zu mobilisieren, lautete die schwierige Aufgabe vor dem Duell mit dem "heißesten" Team der Liga. Kein anderer Club im Klassement konnte die letzten vier Begegnungen alle für sich entscheiden. "Oberhausen war auch lange tief unten drin, aber hat durch den Wechsel auf der Centerposition und die Rückkehr von Sarah Zierhut deutlich an Stabilität und Erfahrung gewonnen. Die Mannschaft definiert sich über ihre aggressive Verteidigung und ist deutlich gereift in den letzten Wochen", weiß DJK-Assistenztrainer Tobias Hassfurther. Insbesondere das Comeback von Nationalspielerin Sarah Zierhut, die nach Babypause am 13. Spieltag erstmals wieder im Kader stand, gab dem Tabellensiebten offensichtlich Auftrieb.
In fünf der sechs Partien, in denen sie seither auf dem Feld stand und dabei durchschnittlich neun Zähler beisteuerte, behielten die Schützlinge von Ex-Profi Zberch die Oberhand. Aber auch wenn die 29-Jährige die weite Auswärtsfahrt nach Bamberg nicht mit antreten sollte, verfügt der Pokalsieger von 2012 mit Valerie Nainima (14,9 Punkte und 3,6 Assists pro Partie), Monique Reid (12,6 Punkte und 8,1 Rebounds), Sharon Beld (10,4 Punkte) sowie Lea Mersch (9,9) und Birte Thimm (8,5) über gefährliche Spielerinnen.
"Allen ist die Ausgangssituation bewusst: Wenn wir verlieren, sind wir abgestiegen. Aber es ist unser letztes Heimspiel, der letzte Auftritt vor den eigenen Fans. Alleine das ist Motivation genug, um noch einmal alles zu geben und mit allen Mitteln den Sieg holen zu wollen. Was in den anderen Hallen passiert, können wir nicht beeinflussen", lenkt Hassfurther den Fokus auf das eigene Spiel. Für alle Anhänger der DJK Brose hält der Fanshop-Stand in der Halle noch einmal ein besonderes Angebot bereit: Alle vorrätigen Artikel sind dort zum halben Preis erhältlich. Zu sehen gibt es die Partie kostenlos im Livestream unter www.dbbl-live.tv.
DJK Brose Bamberg: Bachvarova, Beck, Benzio, Brox, Dorberth (?), Hartmann, T. Lohneiß, Mayberry, Miller, Münder, Sokman, Vogel
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