Rund 70 Personen haben sich zur Ausstellungseröffnung eingefunden. Trotzdem wirkt die Aula der Universität im ehemaligen Dominikanerbau erstaunlich leer. Es bleibt viel Raum für die Kunst. Für Blickbeziehungen und fürs Umherschweifen zwischen den Bildern, Fotografien, (Video-) Installationen und Plastiken. Mal kommen sie verspielt daher, mal ironisch oder zeitkritisch, je nach Intention und Persönlichkeit ihrer Macher.

16 Positionen weist der kleine Katalog aus. Insgesamt 25 Kunstschaffende waren an der Entstehung der Ausstellungsobjekte beteiligt. Regionale und überregionale Künstler, Professionelle und ambitionierte Laien zeigen ihre Werke gemeinsam. „Wir haben bewusst den Mittelweg gewählt“, erläutert Mitorganisatorin Simone Baum. „Bei ,Kontakt‘ geht es schließlich vor allem um das Miteinander.“

Entstanden ist die Idee zu einem studentischen Kulturfestival im Wintersemester 2004/2005, als das Thema Studiengebühren in aller Munde war. Um die Studentinnen Iris Gabber und Anna von Ammon sammelte sich eine kleine Gruppe von Enthusiasten, die im Sommer 2005 (unterstützt vom Kulturrat der Studierendenvertretung und ASTA e.V.) den ersten Durchlauf wagte.

„Das Festival hatte noch wenige, aber begeisterte Besucher“, erinnert sich Simon Rosenthal anlässlich des jetzigen „Jubiläums“. Die jahrelange „Büro- und Überzeugungsarbeit“ habe ihm wichtige Erfahrungen vermittelt. Denn „das Studium ist nicht nur die Lehre an der Universität“.
Rosenthals Mitstreiter, der Kunsthistoriker Volker Maisel, erläutert den diesjährigen Titel der Ausstellung. „Gegenstück“ spiele auf die Beziehungen zwischen den Werken an, die sich durch die Zusammenschau ganz von selbst ergäben. „Sie ergänzen sich, beharren aber auch selbstbewusst auf der eigenen Position.“

Wer diese Wechselwirkungen erleben möchte, hat noch heute und morgen bei freiem Eintritt Gelegenheit dazu. Ab 14 Uhr gibt es ein buntes Kinderprogramm mit Zauberei und Kunstworkshop, um 18 Uhr präsentiert Thomas Gsella von der Satierezeitschrift Titanic „Das Beste aus 50 Jahren“. Außerdem locken Theater und die fränkischen Meisterschaften im Poetry Slam. Morgen beginnt der Tag dann um 11 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück und Jazzmusik des Lehrstuhls für Musikpädagogik und endet mit dem Auftritt der „Bavarian Gypsy Reggae“-Formation „Las Gschmarras“.