Weit gekommen ist die Gemeinde Königsfeld mit der Dorferneuerung in ihren sieben Gemeindeteilen. Jetzt sind nur noch Treunitz - der einzige Ort im Wiesenttal - und Laibarös "unversorgt". In Treunitz soll jetzt die Kette der Projekte fortgesetzt werden, befand der Gemeinderat unter Leitung von Bürgermeisterin Gisela Hofmann, und beschloss einstimmig, beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken einen Antrag auf Einleitung eines vereinfachten Verfahrens einzureichen. Gibt die Behörde ihren "Segen", wird ein Bamberger Planungsbüro mit den Plänen beauftragt.

Vorab ließ das Amt für ländliche Entwicklung die Gemeinde schon mal wissen, dass ein solches Vorhaben im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraße 22 und der Kreisstraße durch den Ort gefördert werden könne, so Bürgermeisterin Hofmann. Im Zuge einiger Ortstermine und einer Ortsversammlung in Treunitz wurde eine Reihe von Vorhaben ins Visier genommen, die jetzt vom Gemeinderat "abgesegnet" wurden.

Gehweg und Bürgersaal


Dazu gehören die Errichtung eines Gehweges entlang der B 22 oder alternativ entlang der Wiesent in Richtung Steinfeld. Entweder mit einem Neubau oder mit einem Anbau ans Feuerwehrhaus soll ein Mehrzweckraum für die Bürgerschaft entstehen, einschließlich der Schaffung von Lagerflächen durch den Umbau einer Scheune. Neu gestaltet werden soll der Spielplatz des Ortes. Einbezogen werden könnte dabei die junge Wiesent - beispielsweise für einen Wasserspielplatz, befanden die Räte. Entstehen könnten ferner Zugänge zum Bach, erneuert werden das Wasserschöpfrad vor der Kirche, deren Vorplatz ebenfalls eine Neugestaltung "vertrüge". Verbessert werden könnte eine Grundstückszufahrt, an einer Brücke wären Reparaturarbeiten zu machen.

Mit einem vereinfachten Verfahren verbunden ist eine Kostenbegrenzung auf 500 000 Euro pro Maßnahme. Die maximale Förderhöhe beträgt dabei 250 000 Euro. Im Jahr 2013 oder 2014 könnte die Dorferneuerung in Treunitz in Angriff genommen werden. Danach soll es zu guter Letzt auch in Laibarös eine Verbesserung der dörflichen Infrastruktur geben.

Kapellenweg nimmt Konturen an


Konkreter wurde im Gemeinderat das Vorhaben eines "Kapellenweges". Mittlerweile wurde von der Verwaltung ein Angebot zur Projektbetreuung durch das Entwicklungsbüro Regiopol eingeholt. Übersichtstafeln, Hinweisschilder, ein Logo, Markierungen, Bänke, der Druck einer Broschüre und ein Wegekonzept würden insgesamt etwa 30 000 Euro kosten. Nach Abzug der Förderung durch das Landratsamt Bamberg und die Oberfranken-Stiftung blieben für die Gemeinde etwa 10 000 Euro übrig.Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für das Vorhaben aus, Fördermittel sollen beantragt werden.

Ergänzt wurde die Vereinbarung über Beteiligungsmöglichkeiten sowie ein Vorkaufsrecht für Windanlagen zu Gunsten einer Genossenschaft oder Gesellschaft von Bürgern der Region um Königsfeld. Auch Bürger aus angrenzenden Orten sollen die Möglichkeit zur Teilnahme erhalten und die Gemeinde Königsfeld beziehungsweise die zu gründende Genossenschaft oder Gesellschaft wird schon im Vorfeld in alle Stadien der Planung einbezogen.