Bamberg
Datenschutz-Grundverordnung

Vereinen im Landkreis Bamberg soll die Angst genommen werden

Einige Vereine fühlen sich wegen der neuen Datenschutz-Grundverordnung überfordert. Ehrenamtsbeauftragte Friederike Straub bietet Unterstützung an.
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Ein höchst vielfältiges Vereinsleben gibt es  in Stadt und Landkreis Bamberg (hier das Zwiebeltreter-Fähnlein Bamberg e.V.). Alle Vereine müssen sich derzeit auch mit dem Thema Datenschutz-Grundverordnung auseinandersetzen. Foto: Ronald Rinklef/Archiv
Ein höchst vielfältiges Vereinsleben gibt es in Stadt und Landkreis Bamberg (hier das Zwiebeltreter-Fähnlein Bamberg e.V.). Alle Vereine müssen sich derzeit auch mit dem Thema Datenschutz-Grundverordnung auseinandersetzen. Foto: Ronald Rinklef/Archiv
Das Interesse an Informationen zur neuen Datenschutz-Grundverordnung ist derzeit enorm. Die Verunsicherung auch. Das weiß die Ehrenamtsbeauftragte des Landkreises Bamberg, Friederike Straub, aus vielen Gesprächen mit Vereinsvertretern. "Alle haben Angst, dass sie was falsch machen. Dabei wurde schon sehr viel entschärft für die Vereine", sagt die Ehrenamtsbeauftragte. "Wir wollen Vereinen die Angst nehmen." In jedem Fall sollte ein Verein seine Mitglieder über die neue Verordnung informieren - sofern das nicht schon geschehen ist. Statt alle Mitglieder anzuschreiben und um Zustimmung zur Verarbeitung ihrer Daten zu bitten, könne man auch alle, die dagegen sind, aufrufen, sich entsprechend zu äußern.

"Es wird viel Blödsinn verbreitet", sagt der Datenschutz-Experte Bernd Bauer-Banzhaf (unter anderem Datenschutzbeauftragter der Stadt Bamberg). Er empfiehlt Vereinen, die das noch nicht getan haben, sich zeitnah mit der neuen Verordnung zu beschäftigen. "Der Vorstand muss die Weichen stellen, damit in die Gremien gehen und Beschlüsse fassen, die konkret auf die Belange des Vereins passen." Das Vereinsrecht bietet elegantere und einfachere Möglichkeiten, als alle Mitglieder anzuschreiben und um Zustimmung zu bitten. "Wenn der Verein seine Datenschutz-Regularien über einen Vorstandsbeschluss zum Beispiel festlegt, wo wird fotografiert, was kann bei Facebook reingestellt werden, muss man nicht jeden einzelnen fragen." Eine solche "Datenschutz-Ordnung" für den Verein könnte dann bei der nächsten Mitgliederversammlung bestätigt werden. Wer dagegen ist, kann um Mehrheiten für seine Position ringen - oder aus dem Verein austreten.

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