Hirschaid
Gemeindepartnerschaft

Verbindung zum Wohle aller

Zu einem kirchlichen Großereignis reiste eine Hirschaider Delegation nach Slowenien.
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Blick in die gut besuchte Basilika des Klosters mit der Hirschaider Delegation links im Vordergrund. Fotos: Andrea Sppörlein
Blick in die gut besuchte Basilika des Klosters mit der Hirschaider Delegation links im Vordergrund. Fotos: Andrea Sppörlein
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Eine Delegation aus Hirschaid konnte im August an der feierlichen Weihe von P. Maksimilijan File zum 58. Abt des Zisterzienserkloster Sticna teilnehmen. Das Kloster, eine sogenannte Enkelgründung der Zisterzienserabtei Ebrach, gehört zur Großgemeinde Ivancna Gorica, der slowenischen Partnergemeinde von Hirschaid. Die Beziehungen zur Abtei reichen schon über 45 Jahre zurück.

Hubert Patzelt, ehemaliger Realschuldirektor und Ehrenbürger des Marktes Hirschaid, war bei seinen Nachforschungen über die Zisterzienserklöster auf das Kloster und den gleichnamigen Ort Sticna gestoßen. Bestürzt über die Armut der Mönche rief er in der Folgezeit den "Freundeskreis Kloster Sticna" ins Leben. So konnte es nicht ausbleiben, dass in der Folgezeit auch Kontakte zwischen den politischen Gemeinden geknüpft wurden.

20-jähriges Bestehen

Heuer kann man das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft Hirschaid - Ivancna Gorica feiern. Es ist eine sehr lebendige Partnerschaft, so Walter Bergmann, die sich unter anderem über die katholische Kirche, die Feuerwehren, die Schulen und Kindergärten entwickelt hat. Nicht vergessen darf man dabei die vielen privaten Beziehungen und Freundschaften, die in dieser Zeit entstanden sind. Enge Kontakte bestehen auch zwischen dem Museum des Christentums im Kloster und dem Hirschaider Krippenmuseum. Das Museum bekommt immer Exponate aus Slowenien ausgeliehen.

Pater Branko vertritt regelmäßig Pfarrer Francis Plakkil während dessen Urlaub und ist ein gern gesehener Gast in Hirschaid. Die Ministranten und Pfarrangehörigen beider Gemeinden besuchen sich ebenfalls immer wieder. Erst vor kurzem war wieder ein Bus mit Pfarrangehörige von Röbersdorf und Hirschaid zu Gast im Kloster. Für diese lebendige Partnerschaft wurden beide Gemeinden bereits mit europäischen Preisen ausgezeichnet.

Das Zisterzienserkloster Sticna liegt Walter Bergmann besonders am Herzen. Zusammen mit seiner Frau Mathilde hat er den Vorsitz über den "Freundeskreis Kloster Sticna" übernommen und beide sind auch Familiare des Klosters. Sie unterstützen das Kloster finanziell und materiell, ganz im Sinne von Hubert und Ingeborg Patzelt. So war es für ihn auch selbstverständlich, zusammen mit einer kleinen Hirschaider Delegation zur Weihe des neuen Abtes nach Slowenien zu reisen. Für alle Beteiligten war es ein sehr bewegendes und unvergessliches Ereignis.

Zahlreiche Gäste

In der festlich geschmückten Basilika zelebrierte der Erzbischof von Ljubljana, Stanislav Zore OFM, den Gottesdienst. Er hielt auch die Festpredigt. Die Weihe des neuen Abtes erfolgte durch P. Mauro-Giuseppe Lepori, Generalabt des Zisterzienserordens. Neben vielen Gästen aus Politik und Gesellschaft waren zahlreiche Äbtissinnen und Äbte aus europäischen Zisterzienserklöstern, Bischöfe und Priester aus Slowenien und dem benachbarten Ausland gekommen.

P. Maksimilijan File, am 20. Februar 1974 in Kranjska Gora geboren, wählte für sein neues Amt den Leitspruch "Nimm mich an, o Herr!". Schwerpunkte seiner Arbeit waren bisher die Jugendarbeit und die Musik. Er kümmerte sich um den Aufbau zahlreicher Jugendchöre und war maßgeblich am Aufbau eines Orchesters beteiligt. Über die Verbindung mit dem "Freundeskreis Kloster Sticna" wurde er durch die Familie Thomann von der gleichnamigen Musikinstrumenten-Firma in Treppendorf großzügig unterstützt. So konnten viele Jugendliche an die klassische Musik herangeführt werden und bekamen eine wichtige Starthilfe für ihre weitere musikalische Zukunft.

Lange Zusammenarbeit

Für Walter Bergmann ist es mittlerweile der dritte Abt von Sticna, mit dem er im Laufe der Partnerschaft zusammenarbeiten konnte. Er ist sich aber ganz sicher, dass auch dieser Verbindung zum Wohle aller Beteiligten gut gelingen wird.

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