Bamberg
Verkehrsunfallstatistik

Unfälle in Bamberg geschehen meist durch zu geringem Abstand

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Bamberg hat im vergangenen Jahr gegenüber dem Jahr 2017 zugenommen. Weiterhin viele Unfallfluchten.
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Laut Statistik der Polizei Bamberg-Stadt haben sich im vergangenen Jahr 2530 Unfälle in Bamberg ereignet -  704 davon aufgrund zu geringen Abstands. Symbolfoto: Christopher Schulz
Laut Statistik der Polizei Bamberg-Stadt haben sich im vergangenen Jahr 2530 Unfälle in Bamberg ereignet - 704 davon aufgrund zu geringen Abstands. Symbolfoto: Christopher Schulz

Wie die Polizei Bamberg-Stadt am Freitag bekannt gab, haben sich im Stadtgebiet im vergangenen Jahr insgesamt 2530 Unfälle ereignet, 2017 waren es noch 2421. Das entspricht einer Zunahme von 4,5 Prozent. Allerdings liegt die Anzahl der Verkehrsunfälle noch unter dem Niveau von 2016 (2588 Unfälle).

Die meisten Crashs sind sogenannte Kleinverkehrsunfälle mit Blechschaden (1307), bei denen niemand verletzt wurde. Die Anzahl der Unfälle mit schwerem Sachschaden beläuft sich auf 796 (2017: 797).

Die Zahl der Unfälle mit Verletzten ist nahezu auf dem Niveau von 2017 geblieben (427), was deutlich weniger sind als noch 2015 (467) und 2016 (470). Allerdings ist die Zahl der Schwerverletzten auf 58 angestiegen (2017: 50). Die Zahl der verletzten Fußgänger ist um fast 25 Prozent gesunken (10 Schwerverletzte und 39 leicht Verletzte). Ein Radfahrer und ein Fußgänger sind jedoch bei Unfällen im vergangenen Jahr ums Leben gekommen.

Die Zahl der Fahrradunfälle ist von 212 im Jahr 2017 auf 238 gestiegen.

Alkohol war bei 47 Unfällen (2017: 39) die Ursache. Die meisten Zusammenstöße geschehen aber durch zu geringen Sicherheitsabstand (704 Unfälle). Auch das Wenden bzw. Rückwärtsfahren trägt einen großen Anteil (134 Unfälle), Abbiegeunfälle liegen auf Platz drei (112), gefolgt von Vorfahrtsverstößen (108).

Die Zahl der Unfallfluchten ist von 636 (2017) auf 652 (2018) angestiegen. 255 davon konnten geklärt werden. Der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt, Alexander Rothenbücher, ermutigt dazu, Unfallfluchten bei der Polizei zu melden. "Wir sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen", betont auch Polizeichef Thomas Schreiber. Unfallflucht sei schließlich kein Kavaliersdelikt.

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