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Bamberg
Forschungsprojekt

Treffpunkt Landmarke

Ein podestartiger Sandsteinquader am Ottobrunnen will die Verbindung von Kloster und Landschaft lesbar machen. Eine Aussichtsplattform der anderen Art.
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Der Sandstein-Sockel am Ottobrunnen kann auf vielerlei  Weise genutzt werden. Foto:  Ronald Rinklef
Der Sandstein-Sockel am Ottobrunnen kann auf vielerlei Weise genutzt werden. Foto: Ronald Rinklef
Nicht wenige Spaziergänger in der Klosterlandschaft St. Michael wundern sich derzeit über ein 4,80 mal 4,80 Meter großes Sandsteinpodest am Ottobrunnen. Es handelt sich dabei um eine so genannte Landmarke, die im Zuge eines Landschaftskonzeptes, das die Landesgartenschau GmbH für die gesamte Klosterlandschaft St. Michael in Auftrag gegeben hat, entstanden ist. Erstellt hat dieses Konzept der Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum der TU München im Rahmen des Projektes "Klosterlandschaft St. Michael - Gegenwart und Zukunft".

Es ist eine Teilleistung zum Forschungsprojekt "Klosterlandschaft St. Michael", das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Archäologie, Bauforschung und Denkmalpflege der Otto-Friedrich-Universität Bamberg betrieben wird und anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums der Abtei ins Leben gerufen wurde. Das Forschungsprojekt widmet sich laut Mitteilung der Hochschule dem Landschaftsraum der ehemaligen Ländereien westlich der Benediktinerabtei in Bamberg. Um die Verbindung von Kloster und Landschaft lesbar zu machen, wurde jetzt ein podestartiger Landschaftssockel aus Naturstein mit Blickbezug zu den Türmen von St. Michael am Ottobrunnen aufgestellt, das Material bildet die Analogie zum Kloster, dessen maßgebende Gebäudeteile aus gleichem Material bestehen.


Der Landschaftssockel ist eine zusammengesetzte, aber monolithisch wirkende Steinskulptur, die als Aussichtsplattform, Treffpunkt, Sitzplatz oder aber auch Bühne genutzt werden kann und somit einer öffentlichen Freinutzung in der Klosterlandschaft dient.

Welche Rolle die Klosterlandschaft in der Vergangenheit gespielt hat und welche Funktion sie in der Gegenwart innehat, das zeigt die Ausstellung "Klosterlandschaft St. Michael - Geschichte und Gegenwart", die in der Orangerie von St. Michael noch bis zum 7. Oktober stattfindet. Sie stellt auf großen Landschaftsporträts die historische Nutzung der Klosterlandschaft der heutigen gegenüber.

Wer sich intensiv mit dem Forschungsprojekt zur Klosterlandschaft beschäftigen möchte: An der Kasse am Weinberg ist die Broschüre "Klosterlandschaft St. Michael - Gegenwart und Zukunft" für 9 Euro erhält

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