Bamberg
Nachruf

Trauer in Bamberg: Schriftsteller und Tatort-Autor Peter Braun gestorben

Völlig überraschend ist der Bamberger Publizist Peter Braun gestorben.
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Peter Braun während einer Lesung  Foto: Erich Weiß
Peter Braun während einer Lesung Foto: Erich Weiß
Schockiert wurde in der Kulturszene der Stadt Bamberg am Sonntag die Nachricht weitergereicht, dass Peter Braun gestorben ist. Über die näheren Umstände lagen bei Redaktionsschluss noch keine Nachrichten vor.

Braun, 1960 in Bamberg geboren, hatte eine für Schriftsteller ungewöhnliche Biografie. Nach dem Abitur absolvierte er zunächst eine Lehre als Kfz-Mechaniker, bevor er Zahnmedizin studierte. Seit 1989 arbeitete er als Journalist für überregionale Medien, aber auch für den Fränkischen Tag, für Rundfunk und Fernsehen. Intensiv beschäftigte er sich mit E.T.A. Hoffmann, z. B. in "E.T.A. Hoffmann. Dichter, Zeichner, Musiker" im renommierten Artemis & Winkler Verlag oder in einem gekonnten Abriss der Bamberger Jahre Hoffmanns.

Wie Braun es überhaupt verstand, präzise und verständlich zu schreiben, ohne dass er in Plattheit abglitt. Das kam seiner jungen Lesern gewidmeten Literaturgeschichte "Von Blechtrommeln und Nestbeschmutzern" ebenso zugute wie dem Band "Von Taugenichts bis Steppenwolf. Eine etwas andere Literaturgeschichte".

Der vielseitige Schriftsteller veröffentlichte auch viele Hörbücher und -spiele und war Koautor eines "Tatort"-Drehbuchs ("Häuserkampf", 2009). Für sein Hörspiel "Die Zauberin sollst du nicht leben lassen" wurde er ausgezeichnet; er erhielt auch den Berganza-Preis des Kunstvereins Bamberg.

Mit Braun verliert die Bamberger Kultur einen eigenwilligen, unangepassten und wachen Mitstreiter.
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