Bamberg
Glosse

Tierische Flucht: Endstation Zebrastreifen

Manches Tier liebt die Freiheit mehr als Leckereien. Doch vielleicht steckt hinter der Flucht dreier Zirkuszebras auch ein sportlicher Karriereplan.
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Auch Zebras träumen von der Freiheit - und stellen sich auf der Flucht gar nicht mal so dumm an. Foto: Marius Becker/dpa
Auch Zebras träumen von der Freiheit - und stellen sich auf der Flucht gar nicht mal so dumm an. Foto: Marius Becker/dpa
Zebras sind keine Pferde im Schlafanzug. Das stellten zuletzt drei hellwache Exemplare in Amberg unter Beweis. Die waren aus einem Zirkus ausgebüxt und kaum mehr zu bremsen, auch nicht mit eimerweise Leckereien. Also ein ganz anderer Schlag als die Zeitgenossen, über die der polnische Lyriker Stanislaw Jerzy Lec einmal sagte: "Ich kenne Zebras, die freiwillig hinter Gittern sitzen, um wie weiße Pferde auszusehen."

Wohl hatten die flüchtigen Zebras aber genug vom unsteten Leben in der Manege, vielleicht wollten sie sich färben lassen und auf Dressurpferd umschulen. Oder in ihren auffälligen Outfits mal auf einer Pferdekoppel so richtig den Hengst rauslassen.

Möglicherweise gibt über die Fluchtmotive aber der Ort Aufschluss, an dem die Zebras schließlich in die Falle gingen: ein Fußballplatz. Das Zebra ist Fußballfans als Wappentier des MSV Duisburg bekannt.
Und so könnten die Ausreißer eine Sportlerkarriere im Sinn gehabt haben, angespornt vom Pokalerfolg ihres MSV über den 1. FC Nürnberg.

Recht jäh endete der Traum der freiheits- und fußballverrückten Zebras, inzwischen traben sie wieder im Zirkusrund. Doch jedes Mal, wenn ihr Tross an einem Zebrastreifen hält, zwinkern sich die drei verschwörerisch zu. Denn im Geiste sind sie immer noch Rennpferde im Streifenlook.
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