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Burgwindheim
Stichwahl

Thaler ernüchtert: Arbeit nicht wertgeschätzt

Schwer enttäuscht zeigte sich Heinrich Thaler am Sonntagabend, als er von seiner Abwahl als Bürgermeister erfahren hatte.
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Heinrich Thaler wurde nach 18 Jahren als Bürgermeister abgewählt. Foto: privat
Heinrich Thaler wurde nach 18 Jahren als Bürgermeister abgewählt. Foto: privat
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"Es ist schon ernüchternd, dass Leistung scheinbar nicht mehr wertgeschätzt wird", erklärte der CSU-Politiker, der nach 18 Jahren im Amt gestern mit 43,05 Prozent gegen Johannes Polenz verlor, dem Kandidaten von Demokratischer Liste und Bürgerblock. Er habe die Gemeinde ein großes Stück weiterentwickelt und andere Kommunen neidisch gemacht, indem er das kleine Burgwindheim auf Platz 8 von den 36 Landkreis-Gemeinden bei der Steuerkraft geführt habe.

Dass sich Thaler nicht durchsetzen konnte und am Ende er selbst die Oberhand behielt, führt der sehr glückliche Johannes Polenz auf einen guten Wahlkampf zurück: "Wir haben sehr stark versucht mit Argumenten zu überzeugen und uns auf unsere Themen konzentriert wie die Nahversorgung und den Zusammenhalt in der Gemeinde." In den nächsten Jahren stehe Burgwindheim vor großen Aufgaben, die er ab Mai angehen werde.

Fleischers Stimmen geholt

Im ersten Wahlgang waren Thaler (39,46 Prozent) und Polenz (39,11) noch nahezu gleichauf gewesen. Bei der Stichwahl gelang es allerdings dem Herausforderer, der vor sechs Jahren nicht über 34,02 Prozent hinausgekommen war, die meisten Unterstützer von FW-CUW-Kandidatin Nina Fleischer auf seine Seite zu ziehen und zu gewinnen.

Der Noch-Bürgermeister sprach dann auch von einer "Thaler muss weg"-Bewegung, die sich in der Gemeinde etabliert und teilweise mit falschen Daten und Fakten gearbeitet habe. Von solchen Anschuldigungen wollte Polenz nicht wissen und sprach von einem fairen Wahlkampf. "Die Leute wollten einfach einen frischen Wind an der Spitze haben", meinte der neue Bürgermeister.