Bamberg
Grosssereignis

Tausende feiern am Domberg

Das Bamberger Diözesanfest zu Ehren des Bistumspatrons Heinrich II. lädt von Freitag bis Sonntag Jung und Alt ein.
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Das traditionelle Heinrichsfest lockt auch in diesem Jahr auf den Domberg.  Foto: Archiv/Marion Krüger-Hundrup
Das traditionelle Heinrichsfest lockt auch in diesem Jahr auf den Domberg. Foto: Archiv/Marion Krüger-Hundrup

Erfahrene Yogis hierzulande haben diese drei magischen Silben in ihrem Vokabular: "Namasté". Nama bedeutet "verbeugen", as "ich" und té "du". Der ausgesprochene Gruß Namasté - "Ich verbeuge mich vor dir" - steht im westlichen Yoga üblicherweise am Anfang und Ende der Praxis.

In Indien sowie einigen weiteren asiatischen Ländern ist Namasté eine verbreitete Grußformel und Grußgeste. Sie drückt Ehrerbietung, Respekt, Achtsamkeit aus. Die Handflächen werden vor der Brust aneinandergelegt, der Kopf Richtung Herz geneigt. Und genauso so eine angedeutete Verbeugung macht das Erzbistum Bamberg an seinem traditionellen Heinrichsfest zu Ehren des Bistumspatrons Heinrich II.: "Namasté" heißt es von Freitag, 12. Juli, bis Sonntagabend, 14. Juli, rund um den Dom. Ein buntes Programm für Jung und Alt entführt auch nach Indien.

"Die Gäste des Diözesanfestes können heuer ein Stück weit die Kultur und Spiritualität unserer indischen Glaubensgeschwister erleben - vermittelt von den vielen Ordensschwestern und Priestern aus Indien, die bei uns segensreich wirken", lädt Erzbischof Ludwig Schick ein.

Dies vor dem Hintergrund, dass der Monat der Weltmission im Oktober seinen bundesweiten Abschluss in Bamberg findet - mit dem Beispielland Nordostindien. Erst im Februar hat der Erzbischof bei einer gemeinsamen Reise mit dem katholischen Hilfswerk Missio München dort Station gemacht. Sozusagen auf den Spuren des Bamberger Missionars Otto Hopfenmüller, der im 19. Jahrhundert dorthin das Christentum brachte.

Inzwischen ist Mission aber keine Einbahnstraße mehr. Selbstbewusst könnten sich die indischen Ordensleute und Priester im Erzbistum Bamberg das eigentliche Motto des Heinrichsfestes zu Eigen machen: "Uns schickt der Himmel - getauft und gesendet". Es ist zwar das Jahresthema für alle Christen in der Erzdiözese. Doch die Inder und Inderinnen stehen in diesen Festtagen besonders dafür, wie sie mit Energie, mit den Werten des Evangeliums die Bamberger Welt mitgestalten.

Zauberprogramm und mehr

So zum Beispiel am Samstag von 19 bis 23 Uhr in der Alten Hofhaltung, wenn es eben "Namasté" heißt: mit Chenda Melam-Trommelmusik, spirituellen Liedern und Volksliedern in Bengali und Aramäisch, Licht- und Bollywood-Tänzen, magischem Zauberprogramm und mehr. Dazu gibt es Blues und Jazz mit den "JazzPantz". Beim nachmittäglichen Motorradgottesdienst um 16 Uhr auf dem Domplatz sorgen die "Bethlehem Allstars" für den musikalischen Sound.

"Namasté" ebenso am Sonntag von 11.30 bis 17 Uhr auf dem Domberg. Mitmachaktionen, kostenlose Führungen durch Dom und Diözesanmuseum, Cafés, Getränkeausschank und Grills, Hof der Jugend, DJK Showprogramm, Oasen der Stille, Budenstadt der Vereine und Verbände, Musik, Talkrunden: Eine Fülle an sorgfältig vorbereiteten Angeboten wird wieder Tausende Gäste anlocken. Die ersten werden am Freitagabend um 20 Uhr im Dom erwartet, wenn die "Nacht der Sehnsucht" beginnt: ein Abend der Ermutigung und des Gebets mit Neuen Geistlichen Liedern (NGL). Um 22 Uhr wird im Dompfarrheim der Papstfilm von Wim Wenders gezeigt: "Papst Franziskus. Ein Mann seines Wortes".

Seinen Höhepunkt findet das Heinrichsfest am Sonntag um 10 Uhr, wenn Erzbischof Schick und viele Konzelebranten den Festgottesdienst auf dem Domplatz feiern. Die Domchöre und Bläser der Bamberger Symphoniker übernehmen die musikalische Gestaltung. Die Pontifikalvesper um 17 Uhr im Dom beschließt den Festreigen.

Menschen mit Behinderung und Kranke bekommen die Möglichkeit einer weniger kraftraubenden Mitfeier des Diözesanfestes: Für sie gibt es am Samstag um 10 Uhr in St. Urban (Babenbergerring) eine Eucharistiefeier mit Krankensalbung und anschließender Agape. Domvikar Elmar Koziel und der Malteser Hilfsdienst wirken mit.

Das ausführliche Programm finden Sie im Netz unter www.heinrichsfest.de.

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