Bamberg
Warnstreik

T-Systems: "Unmut der Beschäftigten ist hoch"

Im Tarifkonflikt bei der T-Systems erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) ihren Druck auf das Unternehmen.
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Auch die Beschäftigten am T-Systems-Standort in der Bamberger Gutenbergstraße machten ihrem Ärger am Mittwoch und Donnerstag lauthals kund. Foto: Frank Förtsch
Auch die Beschäftigten am T-Systems-Standort in der Bamberger Gutenbergstraße machten ihrem Ärger am Mittwoch und Donnerstag lauthals kund. Foto: Frank Förtsch
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Im Tarifkonflikt bei der T-Systems erhöhte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) vor der vierten Verhandlungsrunde am Donnerstag ihren Druck auf das Unternehmen. In Bayern wurden die Warnstreiks auf alle T-Systems Standorte ausgeweitet. Am Mittwoch hatten bereits die Beschäftigten der T-Systems-Standorte in Nordbayern gestreikt - an beiden Tagen auch am Bamberger Standort an der Gutenbergstraße.

"Der Unmut der Beschäftigten ist hoch, sie erwarten, dass die Arbeitgeberseite endlich ein einigungsfähiges, faires Angebot vorlegt", erklärte Hubert Keller, Verdi-Betreuer der T-Systems. "Im Vergleich mit anderen IT-Unternehmen und dem Tele-kom-Konzern gibt es finanziellen Nachholbedarf."

Die Tarifverhandlungen für die rund 11 000 tarifgebundenen Beschäftigten waren Anfang April in Bonn begonnen worden. In den bisherigen drei Verhandlungsrunden hatte der Arbeitgeber laut Verdi kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft fordert eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Parallel zur laufenden Tarifrunde habe der Arbeitgeber Pläne zur "Neuausrichtung" des Unternehmens entwickelt. Verdi lehnt diese Pläne vehement ab, weil sie einen Kahlschlag bei den Standorten und einen massiven Arbeitsplatzabbau vorsehen würden. Weltweit sollen laut Gewerkschaftsangaben 10 500 Stellen wegfallen. In Deutschland sollen 6000 Arbeitsplätze vernichtet werden.
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