Strullendorf
Gemeinderat

Strullendorf schafft Platz für Kinder

Neben der Baustelle in Geisfeld für den Kiga St. Magdalena gibt es bald auch eine Krippengruppe in St. Kunigund.
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Der Gemeinderat überzeugte sich vom Baufortschritt des Kindergartens Geisfeld. Foto: Annette Gropp
Der Gemeinderat überzeugte sich vom Baufortschritt des Kindergartens Geisfeld. Foto: Annette Gropp

Grüne Schindeln und bunte Fenster am aufgestockten Foyer, neue Gruppenräume und richtig viel Licht: Die Kindergarten-Baustelle St.Magdalena Geisfeld zeigt inzwischen Format. Der Mix aus generalüberholtem Altbau und Neuentwurf hält Platz für eine Kinderkrippe bereit. Und hat per aufgelockerter Architektur das Siebziger-Jahre-Flair und den Schulcharakter verbannt, ohne die unaufgeregte Optik grundsätzlich zu verändern - und startet demnächst in eine sparsamere Energieversorgung.

Aktuell wird der Rohbau gedämmt, dann verputzt und nebenbei sollen die Bohrungen für die Beheizung mit Geothermie beginnen. Laut Dieter Nietsche und Hartmut Hohmann vom Architekturbüro Format 4ier beginnt auch der Landschaftsbau demnächst.

Und noch ein Kindergarten

Dass es zum Baubeginn erheblich holperte, davon konnten sich der Strulendorfer Gemeinderat und das Geisfelder Kindergarten-Team nun ein Bild machen. Weil zum Tiefgründen im sandigen Boden die Fundamentierung ausgeweitet und durch das Entdecken der maroden Bodenplatte im Altbau mehr abgerissen werden musste, war deutlich mehr Arbeit nötig.

Mit der Kinderkrippe ist der Einzug noch vor Weihnachten angepeilt: Bei aller Begeisterung denkt das Team um Leiterin Silvia Bitroff allerdings schon jahreszeitlich weiter und moniert fehlendes Spielgelände im Freien. Bisher ist für die Krippenkinder ein weiterer Weg in den gemeinsamen Kindergarten angedacht, was betreuungstechnisch Komplikationen birgt. Aktuell bemühen sich Bürgermeister Wolfgang Desel und der Gemeinderat um eine Lösung nahe des Hinterausganges.

Auch Strullendorf selbst braucht Platz für Krippenkinder. Weil die Mutter-Kind-Gruppe "Wichtelkinder" einen Raum frei gemacht hat, kann im Kindergarten St. Kunigund zusätzlicher Schlafraum geschaffen und die Außenanlage erweitert werden. Der Beschluss zur Umsetzung mit den Kiga-Geisfeld-Architekten Format 4ier wurde mit 15:4 Stimmen abgesegnet.

SPD protestiert

Die Gegenstimmen kamen von der SPD, die sich bei der Vergabe übergangen fühlte: Laut Fraktionschef Christian Beickert habe der Bürgermeister ohne Information des Gemeinderates einen Auftrag zur Kostenermittlung an das Architektenbüro erteilt, ohne dass die Kosten im Haushaltplan vorgesehen seien. Angesichts der hohen Verschuldung der Gemeinde müsse "ein konkreter Nachweis geführt werden, wie diese Arbeiten und Kosten finanziert werden." Man habe allein aus haushaltsrechtlichen Gründen widersprochen.

Desel erklärt die Vergabe wiederum mit Synergieeffekten, die sich kostensenkend auswirken können. Er erklärt außerdem "plausibel vorgerechnet zu haben", dass das Geld im Haushalt vorhanden sei, weil Mittel frei würden. "Ein schon eingeplantes Haus muss nicht mehr gekauft werden - und auf Grund des festgestellten Krippen-Bedarfes ist schließlich schnellstmögliches Handeln angesagt."

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